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Frauenfarne

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Frauenfarne
Datei:Athyrium filix-femina0.jpg

Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina)

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales)
Familie: Frauenfarngewächse (Athyriaceae)
Gattung: Frauenfarne
Wissenschaftlicher Name
Athyrium
Roth

Die Frauenfarne (Athyrium) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Frauenfarngewächse (Athyriaceae).<ref>Müller, F., Ritz, C.M., Welk, E., Wesche, K. (Hrsg.): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. 22. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2021, ISBN 978-3-662-61010-7, S. 113.</ref> Die 170 bis 200 Arten der Gattung kommen hauptsächlich auf der Nordhalbkugel vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Athyrium filix-femina Moore30.png
Illustration des Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
Datei:Athyrium niponicum pictum 2.jpg
Der Regenbogenfarn (Athyrium niponicum) wird wegen der Zeichnung seiner Wedel auch als Zierpflanze verwendet.
Datei:Athyrium microphyllum (4743672124).jpg
Athyrium microphyllum
Datei:Athyrium otophorum in Auckland Botanic Gardens 01.jpg
Athyrium otophorum
Datei:Athyrium vidalii kz1.jpg
Athyrium vidalii

Athyrium-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die besitzen ein, in der Regel kurzes, kriechendes oder aufsteigendes Rhizom. Einige tropische Athyrium-Arten, z. B. Athyrium oosorum, sind auch Baumfarne, die Wuchshöhen von mehreren Metern erreichen können.

Die fertilen und sterilen Wedel sind gleichgestaltig. Sie sind bei dem überwiegenden Teil der Arten sommergrün. Sie sind ein- bis dreifach gefiedert bis fiederschnittig, wobei die Fiederung gegen die Wedelspitze weniger wird. Von der Form her sind die Wedel lanzettlich bis elliptisch. Sie stehen an der Spitze des Rhizoms und sind trichterförmig gestellt.<ref name="Dostál1984" />

Die Wedelachse enthält zwei Gefäßbündel, die an der oberen Seite zusammengewachsen sind, sodass ein U-förmiges oder sichelmondförmiges Bündel entsteht.

Die Sori liegen auf der Unterseite jedes Fiederblättchens in je einer Reihe zwischen Mittelrippe und Blättchenrand. Sie sind in der Regel kommaförmig, hakenförmig, hufeisenförmig gekrümmt bis länglich gerade. Die Indusien haben die gleiche Form wie die Sori und sind seitlich angewachsen. Bei einigen Arten fehlt das Indusium auch. Wegen der länglichen Gestalt der Indusien stellte man die Frauenfarne früher auch manchmal in die Familie der Streifenfarngewächse (Asplenicaceae). Die Form der Sori ist auch das Hauptunterscheidungsmerkmal zu den steril manchmal sehr ähnlichen Wurmfarnen (Dryopteris).

Vorkommen[Bearbeiten]

Die 170 bis 200 Arten der Gattung Athyrium kommen hauptsächlich auf der Nordhalbkugel vor, davon die meisten in China, von wo 127 Athyrium-Arten beschrieben worden sind. Der größte Teil der anderen kommt ebenfalls aus Asien. Mehrere stammen aus dem tropischen Afrika und Madagaskar, einige wenige aus Nordamerika und Mittelamerika, und schließlich kommen auch noch drei Arten aus den gemäßigten Gebieten Südamerikas. Die meisten Arten wachsen terrestrisch.

Systematik[Bearbeiten]

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Gattung Athyrium 1799 durch Albrecht Wilhelm Roth in Tentamen Florae Germanicae, Band 3, 1, S. 31, 58–59 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /><ref name="FoC2010" /> Typusart in Athyrium filix-femina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Roth.<ref name="Tropicos" />

Arten (Auswahl) und ihre Verbreitung[Bearbeiten]

In Europa kommen nur zwei Arten vor:

Als Zierpflanze angepflanzt werden manchmal die Arten:

Sonstige Arten (Auswahl):

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen, 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-060-12539-2.
  • Urania Pflanzenreich. Band 2: Moose, Farne, Nacktsamer, 1. Auflage 1992, Urania-Verlag, Leipzig 1992, ISBN 3-332-00495-6.
  • Walter Erhardt et al.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Athyrium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoC2010"> Zhongren Wang, Masahiro Kato: Athyrium Roth. - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 2–3: Athyriaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. </ref> <ref name="FoNA1993"> Alan R. Smith: Dryopteridaceae Herter. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 2: Pteridophytes and Gymnosperms. Oxford University Press, New York 1993, ISBN 0-19-508242-7. Masahiro Kato: Athyrium Roth – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Dostál1984"> Josef Dostál: Athyrium. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 1. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1984, ISBN 3-489-50020-2. S. 187–191. </ref> <ref name="HasslerOnline"> Michael Hassler: Taxon in Suchmaske eintragen bei World Ferns. - Synonymic Checklist and Distribution of Ferns and Lycophytes of the World. Version 19.2 vom März 2024. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Frauenfarne (Athyrium) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien