Frauenorte
Frauenorte (geläufige Eigenschreibweise FrauenOrte) ist der Name von unterschiedlichen Projekten, durch die Frauen in Deutschland und ihr Lebenswerk als historische Vorbilder geehrt werden.
Auf Länderebene existieren derzeit Projekte in Bayern<ref>Starke Frauen Bayern: FrauenOrte. In: bayerns-frauen.de. Starke Frauen Bayern, abgerufen am 12. Oktober 2025.</ref>, Brandenburg<ref>Frauenorte Brandenburg | Frauenorte-Karte. Abgerufen am 22. November 2022.</ref>, Bremen<ref>FrauenOrte. In: bremer-frauenmuseum.de. Bremer Frauenmuseum e.V., abgerufen am 22. Oktober 2025.</ref>, Hamburg<ref>frauenorte-hamburg.de. Abgerufen am 22. November 2022.</ref>, Mecklenburg-Vorpommern<ref name="Frauen in MV">Starken Frauen auf der Spur. In: frauen-in-mv.de. Frauen in MV, abgerufen am 8. August 2026.</ref>, Niedersachsen<ref>frauenorte niedersachsen. Abgerufen am 22. November 2022.</ref>, Nordrhein-Westfalen<ref>Projekt FrauenOrte in NRW. Abgerufen am 22. November 2022.</ref>, Sachsen<ref>Start. Abgerufen am 22. November 2022.</ref> und Sachsen-Anhalt<ref>FrauenOrte Überblick. Abgerufen am 22. November 2022.</ref>. An den Stätten, an denen die Frauen aktiv waren, sind in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen Tafeln angebracht, die über das Wirken der jeweiligen Frauen informieren. In Bayern, Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sind die Orte nur virtuell eingerichtet. Träger sind die jeweiligen Landesfrauenräte, oder Ministerien, bzw. in Sachsen-Anhalt der VereinCourage e. V. Halle. In Freiburg im Breisgau gibt es zudem ein lokales Projekt.<ref name="Brill">Sandra Brill: Frauen*orte Freiburg. In: femwerkstatt.de. 30. Juli 2021, abgerufen am 22. November 2022.</ref> Durch die Projekte lässt sich erstmals landesweit Stadt- und Regionalgeschichte mit Bezug auf historische Frauenpersönlichkeiten wahrnehmen.
Geschichte und Konzeption[Bearbeiten]
Die Projektidee entstand auf Anregung der Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde (SAFIR) in Vorbereitung der EXPO 2000 in der Region Sachsen-Anhalt. Ebenfalls in Sachsen-Anhalt wurden die ersten Orte zu Frauenorten ernannt. Die erste Tafel wurde am 31. Mai 2000 an der Kindertagesstätte „Rotkäppchen“ Zörbig angebracht.
Angeregt durch das Projekt in Sachsen-Anhalt sind ähnliche Projekte 2008 in Niedersachsen<ref name="Brill"/>, 2010 in Brandenburg<ref>Landesfrauenrat Brandenburg: Frauenorte Brandenburg, abgerufen am 11. April 2018.</ref>, 2016 in Sachsen<ref>Start. Abgerufen am 22. November 2022.</ref> und 2022 in Nordrhein-Westfalen<ref>Projekt FrauenOrte in NRW. Abgerufen am 22. November 2022.</ref> entstanden.
Aufgrund der unterschiedlichen Trägerschaft weisen die Projekte in ihrer Konzeption und zeitlichen Schwerpunktsetzung Unterschiede auf. Während in Sachsen-Anhalt eher der genius loci, der „Geist des Ortes“ im Vordergrund steht, sodass bei den Bezeichnungen der jeweiligen Orte nicht immer auf Anhieb klar ist, welche Frauen geehrt werden sollen, wird der Bezug zu den zu ehrenden Frauen in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen bereits durch die Benennung der historischen Frauenpersönlichkeiten des jeweiligen Ortes deutlich. Die Projekte in Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt spannen einen zeitlichen Bogen von ca. 1000 Jahren Landesgeschichte. Die Hamburger Frauenorte konzentrieren sich hingegen auf das Sichtbarmachen von Frauen, Vereinen und Aktionen der Hamburger Frauenbewegung von Mitte des 19. Jahrhunderts bis Ende der 1990er Jahre<ref>Projekt. Abgerufen am 22. November 2022.</ref>. Auch die lokalen Angebote unterscheiden sich und reichen von Informationstafeln bis zu kulturhistorischen Angeboten an den jeweiligen Orten. Über die FrauenOrte Sachsen-Anhalts erschien eine zweibändige Publikation mit thematischen Beiträgen<ref>Das Buch FrauenOrte. Abgerufen am 22. November 2022.</ref>.
Standorte[Bearbeiten]
Bayern[Bearbeiten]
Getragen durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales wurden in Bayern für 140 Frauen aus allen Jahrhunderten FrauenOrte eingerichtet. In Bayern wurde das Projekt im Jahr 2025 angelegt. Folgende Persönlichkeiten wurden dabei berücksichtigt:
- Alzenau: Lulu Brentano
- Amberg: Johanna Decker, Ingeborg Gersing
- Arnstorf: Ida Schumacher
- Aschaffenburg: Lottie Brunn, Mimi Herold, Marielies Schleicher
- Augsburg: Sophie Dann, Anna Barbara Gignoux, Rose Oehmichen, Sophie von La Roche, Anna Barbara von Stetten
- Bamberg: Kunigunde von Luxemburg
- Bannwaldsee: Ilse Schneider-Lengyel
- Bayreuth: Augusta Enders-Schichanowsky, Wilhelmine von Bayreuth
- Beilenberg: Lola Kronheimer-Sinz
- Beilngries: Rosa Aschenbrenner
- Blaibach: Ingeborg Jentsch
- Breitbrunn am Chiemsee: Gunild Keetman
- Burghausen: Coelestine Frimmel, Barbara Wild
- Burglengenfeld: Josephine Haas
- Burkardroth: Beatrix von Courtenay
- Coburg: Anna Bernhardine Eckstein
- Dachau: Carola von Crailsheim
- Deggendorf: Paula Frieb, Lucie Linden
- Dietfurt: Hugeburc
- Dillingen: Marlene Wetzel-Hackspacher
- Eching: Hedwig von Preysing
- Erding: Maria Adelheid von Rivera
- Ergoldsbach: Kathi Littich
- Erlangen: Léonie Mendelssohn-Bartholdy, Emmy Noether
- Erzabtei Sankt Ottilien: Henia Durmashkin
- Etterzhausen: Julie von Zerzog
- Frauenau: Gretel Eisch
- Fraueninsel: Liutberga
- Fürth: Käthe Rohleder
- Garmisch-Partenkirchen: Lilli Weyrauch von Weech
- Geroldsgrün: Emilie Mauerer
- Hahnbach: Patrona Schwaiger
- Handzell: Aurelie Deffner
- Hebertshausen: Maria Seidenberger
- Herrsching: Brunhild Weber
- Hochstadt am Main: Ernestine Reuter
- Hof: Bertha Scheiding
- Icking: Anita Augspurg
- Illertissen: Caroline Kempter
- Ingolstadt: Marieluise Fleißer
- Kaufbeuren: Maria Crescentia Höss, Therese Studer
- Kochel am See: Lotte Branz
- Kraftshof: Maria Catharina Stockfleth
- Kronach: Esther aus Kronach
- Krumbach: Julie Fernsemer
- Kulmbach: Eva Margaretha Reichel
- Landsberg am Lech: Mathilde Eller, Therese Ullrich
- Landshut: Adelheid Gremmer, Anna Caroline de Belleville
- Lauf an der Pegnitz: Anna Diez
- Lichtenfels: Rose Kuhnlein
- Lindau: Mathilde Jörres, Therese von Bayern
- Mainstockheim: Lina Ramann
- Mariabrunn: Amalie Hohenester
- Memmingen: Lydia Kleyer, Elisabeth Lauginger, Erika Lindner, Tina Mußack
- Missen: Auguste Städele
- München: Ellen Ammann, Mathilde Berghofer-Weichner, Therese Giehse, Hildegard Hamm-Brücher, Luise Kiesselbach, Kathi Kobus, Annette Kolb, Hope Bridges Adams Lehmann, Jella Lepman, Maria Luiko, Eleonore Romberg, Sophie Scholl, Gerty Spies, Therese Wagner, Ilse Weitsch, Clara Ziegler, Franziska zu Reventlow
- Münchsdorf: Annette von Aretin
- Murnau am Staffelsee: Gabriele Münter
- Neunburg vorm Wald: Karolina Gerhardinger
- Nürnberg: Maria Clara Eimmart, Helene Grünberg, Kunigunde Hergotin, Julie Meyer, Kunigunde Niklasin, Else Oppler, Caritas Pirckheimer, Kunigunde Schwab, Rosine Speicher, Helene von Forster
- Obergangkofen: Marlene Reidel
- Oberstdorf: Gertrud von le Fort
- Pappenheim: Bertha Kipfmüller
- Passau: Amata Grüner
- Pfarrkirchen: Anna Wimschneider
- Pocking: Anna Meilhamer
- Rannungen: Zita Zehner
- Regensburg: May Ayim, Apollonia Diepenbrock, Magdalena Heymair, Luise Händlmaier, Barbara Popp, Margarete Runtinger, Marie Schandri, Mildred Scheel, Paula Weiner-Odenheimer, Judith von Bayern
- Reit im Winkl: Rosi Mittermaier
- Schiefweg: Emerenz Meier
- Schondorf am Ammersee: Julie Kerschensteiner
- Schweinfurt: Gretel Baumbach, Margarita Calvary, Margarethe Geiger, Olympia Fulvia Morata
- Stein: Antonie Nopitsch
- Stepperg: Maria Leopoldine von Österreich-Este
- Thannhausen: Margarete Ammon
- Triesdorf: Hippolyte Clairon
- Waltershausen: Charlotte von Kalb
- Weiden in der Oberpfalz: Toni Pfülf
- Widdersberg: Helene Böhlau
- Würzburg: Juliane Giovane di Girasole, Klara Oppenheimer, Emy Roeder, Gertraud Rostosky, Barbara Stamm
Brandenburg[Bearbeiten]
- Altglobsow: Johanna Louise Pirl
- Bad Belzig: Helga Kroening
- Bad Freienwalde: Erna Kretschmann
- Bad Liebenwerda: Euphemia von Oels/Herzogin Offka
- Bernau bei Berlin: Margit Schötschel
- Birkenwerder: Frida Winckelmann
- Birkenwerder: Clara Zetkin
- Brandenburg an der Havel: Gertrud von Saldern
- Burg (Spreewald): Mina Witkojc
- Caputh: Clara von Simson
- Caputh: Gertrud Feiertag
- Cottbus: Die ersten weiblichen Stadtverordneten in Cottbus 1919
- Cottbus: Bilillee Machbuba
- Eisenhüttenstadt: Regine Hildebrandt
- Elsterwerda: Anna-Liese Schwieger
- Finsterwalde: Elise Taube
- Frankfurt (Oder): Ulrike von Kleist
- Frankfurt (Oder): Justine Siegemundin
- Fürstenwalde/Spree: Clara Grunwald
- Geltow: Marie Goslich
- Guben: Maria Margaretha Kirch
- Heckelberg-Brunow OT Beerbaum: Sophie Juliane Friederike Gräfin Dönhoff
- Kleinrössen: Ella Lettre
- Königs Wusterhausen: Emma Pufahl
- Kunersdorf: Frauen von Friedland (Helene Charlotte von Lestwitz und Henriette Charlotte von Itzenplitz)
- Lauchhammer: Benedicta Margaretha von Löwendal
- Lehnitz: Frieda Glücksmann<ref>zu ihr siehe auch: Bodo Becker: »Das Lehnitzer Heim ist nicht nur eine leibliche Wohltat!« Frieda Glücksmann 1890–1971, in: Sabine Hering (Hrsg., mit Sandra Schönauer): Jüdische Wohlfahrt im Spiegel von Biographien. Schriftenreihe Geschichte der jüdischen Wohlfahrt in Deutschland, 2. Hrsg. v. Hering, Gudrun Maierhof, Ulrich Stascheit. Fachhochschulverlag, Frankfurt 2007, ISBN 3-936065-80-2, S. 176–191 (mit Foto Glücksmanns)</ref>
- Lehnin: Diakonissen – Kloster Lehnin
- Mahlow: Renate Krößner
- Mühlberg/Elbe: Agnes Bircke von der Duba
- Mühlberg/Elbe: Elise Fontane
- Nennhausen: Caroline de la Motte Fouqué
- Neuruppin: Eva Strittmatter
- Niederwerbig: Annemirl Bauer
- Niemegk: Hedwig Rösemann
- Oranienburg: Frieda Glücksmann
- Potsdam: Anne Marie Baral
- Potsdam: Clara Hoffbauer
- Potsdam: Johanna Just
- Potsdam: Käthe Pietschker
- Potsdam: Gerda von Zobeltitz
- Potsdam-Babelsberg: Gisela Opitz
- Potsdam-Babelsberg: Emilie Winkelmann
- Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück: Internationales Ravensbrück Komitee
- Reckahn: Christiane Louise von Rochow
- Rheinsberg: Else Weil
- Rüdersdorf bei Berlin: Johanna Elberskirchen
- Schwedt/Oder: Dorothea von Holstein-Glücksburg
- Seehausen: Zisterzienserinnen vom Kloster Marienwerder
- Templin: Erna Taege-Röhnisch
- Treuenbrietzen: Ruth Moeller
- Velten: Emma Ihrer
- Wittstock/Dosse OT Freyenstein: Minna Cauer
- Zernikow: Caroline Marie Elisabeth von Labes
Bremen[Bearbeiten]
FrauenOrte Bremen ist ein Projekt, das vom Bremer Frauenmuseum getragen wird. Es möchte neben den über 300 Bremer Frauen, die in dem 2016 erschienenen Buch Frauen Geschichte(n) – Biografien und FrauenOrte aus Bremen und Bremerhaven biografiert sind, auch Frauen durch einen FrauenOrt sichtbar machen, bei denen das Forschungsmaterial für einen eigenen Artikel nicht ausreichte. Gewürdigt werden Frauen, die sich für mehr Gerechtigkeit, soziale Verbesserungen, gleiche Rechte für Frauen, das Frauenwahlrecht, Frieden oder die Verwirklichung ihrer künstlerischen Interessen in verschiedenen Zeitepochen eingesetzt haben. Das Projekt soll kontinuierlich erweitert werden. Es sollen weitere Stadtteile und FrauenOrte hinzukommen.<ref>FrauenOrte. In: bremer-frauenmuseum.de. Bremer Frauenmuseum e.V., abgerufen am 21. Oktober 2025.</ref>
Hamburg[Bearbeiten]
In Hamburg gibt es 300 Frauenorte, die in einer Liste und einer interaktiven Karte vorgestellt werden.<ref>Frauenorte Hamburg, abgerufen am 7. September 2025</ref> Sie konzentrieren sich auf das Sichtbarmachen von Frauen, Vereinen und Aktionen der Hamburger Frauenbewegungen von Mitte des 19. Jahrhunderts bis Ende der 1990er Jahre. An viele der durch einen Frauenort geehrte Frauen wird im Garten der Frauen auf dem Friedhof Ohlsdorf erinnert. Gesonderte Gedenktafeln für die Frauenorte wurden nicht erstellt.
Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten]
Mecklenburg-Vorpommern hat für 21 Frauen einen Frauenort auf einer interaktiven Karte eingestellt. Das Projekt wird getragen vom Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern. In dem Projekt soll das Lebenswerk von Frauen als historische Vorbilder geehrt werden.<ref name="Frauen in MV"/>
- Ahlbeck: Carola Stern
- Ahrenshoop: Käthe Miethe
- Bergen auf Rügen: Steffi Nerius
- Binz: Evelyn Zupke
- Bisdamitz: Franziska Tiburtius
- Friedland: Sophia Dorothea Friederike Krüger, Emilie Mayer
- Greifswald: Luise Greger, Angela Merkel, Sibylla Schwarz
- Güstrow: Renate Fölsch
- Neubrandenburg: Iris Grund, Brigitte Reimann
- Rostock: Rosa Katz, Edith Lindenberg
- Rügen: Euphemia von Rügen
- Sassnitz: Charlotte Schimmelpfennig
- Schwerin: Amalie Buchheim, Manuela Schwesig
- Tressow: Tisa von der Schulenburg
- Waren: Auguste Sprengel
- Wismar: Elisabeth Krämer-Bannow
Niedersachsen[Bearbeiten]
- Achim: Cato Bontjes van Beek
- Agathenburg: Aurora von Königsmarck
- Aurich: Ingrid Buck
- Bad Gandersheim: Roswitha von Gandersheim
- Bad Pyrmont: Theanolte Bähnisch
- Bevern: Paula Tobias
- Braunschweig: Martha Fuchs
- Braunschweig: Minna Faßhauer
- Braunschweig: Ricarda Huch
- Bückeburg: Fürstin Juliane in Bückeburg
- Celle: Eleonore d’Olbreuse
- Cuxhaven: Greten Handorf
- Dannenberg (Elbe): Eleonore Prochaska
- Delmenhorst: Ruth Müller
- Diepholz: Frieda Duensing
- Emden: Antje Brons
- Esens: Sara Oppenheimer
- Ganderkesee: Dora Garbade
- Göttingen: Dorothea Schlözer
- Goslar: Katharina von Kardorff-Oheimb
- Hannover: Ada Lessing
- Hannover: Mary Wigman
- Hann. Münden: Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Calenberg-Göttingen
- Haren (Ems): Schwester Kunigunde
- Helmstedt: Charlotte von Veltheim
- Hildesheim: Elise Bartels
- Jever: Maria von Jever
- Kloster Mariensee: Odilie von Ahlden<ref>Odilie von Ahlden und ihre Handschrift. Abgerufen am 29. September 2019.</ref>
- Königslutter am Elm: Kaiserin Richenza
- Krummhörn: Hermine Heusler-Edenhuizen
- Leer (Ostfriesland): Wilhelmine Siefkes
- Lohne (Oldenburg): Luzie Uptmoor
- Lüchow: Marianne Fritzen
- Lüneburg: Elisabeth Maske
- Melle: Ilsa Losa
- Messingen (Emsland): Mathilde Vaerting
- Nienburg/Weser: Susanna Abraham
- Norden (Ostfriesland): Recha Freier
- Nordenham: Emy Rogge
- Obernkirchen: Agnes von Dincklage
- Oldenburg: Helene Lange
- Osnabrück: Cilli-Maria Kroneck-Salis
- Peine: Hertha Peters
- Rotenburg (Wümme): Helene Hartmeyer
- Uelzen: Henriette Praesent
- Verden (Aller): Anita Augspurg
- Walsrode: Hermine Overbeck-Rohte
- Wolfenbüttel: Henriette Schrader-Breymann
- Wolfsburg: Sibylle von Schieszl
- Worpswede: Paula Modersohn-Becker
Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten]
- Ahlen: Herma Blum
- Arnsberg: Csilla Freifrau von Boeselager
- Beckum: Marianne Blumenbecker
- Bergisch Gladbach: Julie Zanders, Maria Zanders, Olga Zanders
- Bielefeld: Anne-Marie Morisse, Else Zimmermann
- Bochum: Ursula Schafmeister, Elisabeth Treskow
- Bonn: Elisabeth Selbert, Johanna Elberskirchen, Maria von Linden, Frieda Mager, Sibylla Cronenberg, Katharina Bayerwaltes
- Bonn-Beuel: Margarethe Stitz
- Dortmund: Marie Reinders
- Düsseldorf: Ilna Ewers-Wunderwald, Else Gores, Cilly Helten
- Essen: Mathilde, Äbtissin von Essen, Dore Jacobs, Nelli Neumann
- Essen-Borbeck: Maria Kunigunde von Sachsen
- Gelsenkirchen: Helene Badziong, Elisabeth Hennig, Elisabeth Nettebeck
- Gütersloh: Sabine Gramlich
- Herford: Frieda Nadig
- Helmern: Maria Anna Benedicta von Spiegel
- Hiddenhausen: Christel Schikowski, Dorothea Meier
- Hörstel-Riesenbeck: Rosa Verlage
- Höxter: Anja Niedringhaus
- Iserlohn: Fanny van Hees
- Köln: Freya von Moltke, Fygen Lutzenkirchen, Mathilde von Mevissen
- Krefeld: Anna Tervoort
- Leopoldshöhe: Dora Hohlfeld, Ilse Häfner-Mode
- Löhne: Martha Ruben-Wolf
- Minden: Bertha Bleek, Sophie Boas
- Mülheim an der Ruhr: Maria Theresia von Reuschenberg
- Münster: Catharina Margaretha Linck
- Oberhausen: Fasia Jansen
- Paderborn: Fanny Nathan
- Ratingen: Hilde Bruch, Sophie Brügelmann
- Recklinghausen: Anneliese Schröder
- Schwerte: Luise Elias, Sophie Ludwig
- Solingen: Bettina Heinen-Ayech, Mevlüde Genç
- Telgte: Christine Terfloth, Angela Terfloth
- Vlotho: Annemarie von Lengerke
- Werl: Hedwig Dransfeld
- Wesseling: Katharina Kasper
- Wuppertal: Cläre Tisch, Else Lasker-Schüler, Regina Bruce
- Wülfrath: Margarethe Müllemann
Sachsen[Bearbeiten]
- Annaberg-Buchholz: Barbara Uthmann, Unternehmerin
- Bad Düben: Louise Hauffe, Konzertpianistin
- Bautzen: Christel Ulbrich, Tanztherapeutin
- Borna: Martha Schrag, Malerin und Grafikerin
- Chemnitz: Marianne Brandt, Formgestalterin, Fotografin
- Chemnitz: Hildegard Krahmer, Puppenherstellerin
- Chemnitz: Irmtraud Morgner, Schriftstellerin
- Chemnitz: Marie Luise Pleißner, Frauenrechtlerin, Friedensaktivistin
- Chemnitz: Ernestine Minna Simon, Textilarbeiterin und Streikführerin
- Chemnitz: Helene Wagner, Politikerin
- Crottendorf: Freya Graupner, Unternehmerin
- Doberschau-Gaußig: Marie Simon, Pionierin der beruflichen Krankenpflege in Sachsen, Wegbereiterin des Roten Kreuzes in Sachsen
- Dresden: Elfriede Lohse-Wächtler, Malerin
- Dresden: Marie Stritt, Schauspielerin, Frauenrechtlerin, Politikerin
- Dresden: Melitta Bentz, Erfinderin, Unternehmerin
- Dresden: Charlotte Meentzen und Gertrude Seltmann-Meentzen, Unternehmerinnen, Begründerinnen der Naturkosmetik
- Dresden: Lili Elbe, Malerin
- Dresden: Gertrud Lincke, Architektin
- Dresden: Else Ulich-Beil, Politikerin
- Dresden: Gertrud Wiegandt und Johanna Wiegandt, Mathematikerinnen und Pionierinnen der Dresdner Universitätsgeschichte
- Ehrenfriedersdorf: Elisabeth Ahnert, Malerin und Textilkünstlerin
- Eibenstock: Clara Angermann, Unternehmerin
- Freiberg: Elfriede Vey, Radrennsportlerin
- Freital: Wilhelmine Reichard, Erste Ballonfahrerin Deutschlands
- Freital: Marianne Bruns, Schriftstellerin und Dichterin
- Görlitz: Mira Lobe (Hilde Mirjam Lobe), Kinder- und Jugendbuchautorin
- Hoheneck: Frauengefängnis Hoheneck
- Hoyerswerda: Brigitte Reimann, Schriftstellerin
- Hoyerswerda: Gertrud Winzer, Politikerin, Initiatorin der Krabat-Mühle Schwarzkollm
- Kleinwelka: Schwesternhaus Kleinwelka, Wohn- und Arbeitsstätte für Mädchen und ledige Frauen der Herrnhuter Brüdergemeine
- Königshain-Wiederau: Clara Zetkin, Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin
- Leipzig: Henriette Goldschmidt, Sozialpädagogin, Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung
- Leipzig: Christa Hammer, Feinmechanikerin
- Leipzig: Angelika Hartmann, Pädagogin und Kindergärtengründerin
- Leipzig: Käthe Windscheid, erste deutsche promovierte Philologin
- Leipzig: Clara Schumann, Pianistin, Komponistin und Klavierpädagogin
- Leipzig: Auguste Schmidt, Schulvorsteherin und Mitbegründerin der ersten deutschen Frauenbewegung
- Markkleeberg: Else Dürr, Frauenrechtlerin, Verlegerin, Stifterin
- Meißen: Elsbeth Große, Ballonfahrerin, Alpinistin, Autorin
- Meißen: Margarete Große, Ballonfahrerin, Alpinistin, Autorin
- Meißen: Louise Otto-Peters, Schriftstellerin, Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung
- Meißen: Katharina Schroth, Handelsschullehrerin und Pionierin der Dreidimensionalen Skoliosebehandlung
- Moritzburg: Käthe Kollwitz, Grafikerin und Bildhauerin
- Radeberg: Agathe Zeis, Unternehmerin, Pädagogin, Pionierin der deutschen Camembert-Herstellung
- Radebeul: Christa Mannfeld-Hartung, Kinderärztin
- Radibor: Maria Grollmuß, Publizistin und Widerständlerin
- Schneeberg: Rosina Schnorr, Montanunternehmerin
- Siebenlehn: Amalie Dietrich, Naturforscherin, Botanikerin, Zoologin und Forschungsreisende
- Stollberg: Frieda Freise, Bezirkswohlfahrtsärztin, Stadtschulärztin und Vorkämpferin für eine Mütterschule
- Thermalbad Wiesenbad: Martha Weber, Dichterin
- Wiederau: Clara Zetkin, Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin
- Zittau: Lisa Tetzner, Märchenerzählerin und Kinderbuchautorin
- Zwickau: Gertrud Klara Rosalie Schubart-Fikentscher, Juristin und Rechtshistorikerin
- Zwickau: Bertha von Groitzsch, Klosterstifterin
Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]
- Aschersleben: Arbeiterinnen und Zwangsarbeiterinnen der Firma Bestehorn
- Bad Kösen: Käthe Kruse
- Bernburg: Opfer der NS-„Euthanasie“
- Dessau-Roßlau: Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau
- Dessau-Roßlau: Susanna Margarethe von Anhalt-Dessau und Henriette Catharina von Anhalt-Dessau
- Dessau-Roßlau: Marie Kettmann, Antonie Buchheim, Emilie Henze und Frieda Fiedler (Abgeordnete des Anhalter Landtags)
- Dessau-Roßlau: Frauen am Bauhaus Dessau
- Diesdorf: Altmärkische Bäuerinnen, Freilichtmuseum Diesdorf
- Droyßig: Evangelische Elementarschullehrerinnen, CJD Christophorusschule Droyßig (ehemalige Droyßiger Anstalten)
- Drübeck: Kloster und Damenstift Drübeck (u. a. Anna Freiin von Welck)
- Freyburg (Unstrut): Elisabeth von Thüringen
- Gernrode: Elisabeth von Weida und Wildenfels und Anna Reuss von Plauen (Äbtissinnen des freiweltlichen Damenstifts Gernrode in der Reformationszeit)
- Halberstadt: Bollmann’s Gaststätte (Johanna Bollmann und Minna Bollmann)
- Halberstadt: Anna Louisa Karsch
- Haldensleben: Gabriele Reuter
- Halle (Saale): Diakonissen-Mutterhaus, Diakoniewerk Halle
- Halle (Saale): Frauen an der Kunstschule Burg Giebichenstein / heutige Kunsthochschule Halle (u. a. Marguerite Friedlaender, Maria Likarz)
- Halle (Saale): Jenaisches Freiweltliches Adeliges Fräuleinstift (u. a. Franziska von Bernartre)
- Halle (Saale): Erste Geburtshilfliche Klinik, Neue Residenz
- Halle (Saale): Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth
- Helfta: Mystikerinnen im Zisterzienserinnen-Kloster St. Marien (u. a. Gertrud von Helfta)
- Kemberg: Ernestine Christine Reiske
- Köthen: Maria Barbara Bach
- Köthen: Angelika Hartmann
- Leuna: Arbeiterinnen in den Leunawerken
- Leuna: Kindergarten „Am Sonnenplatz“
- Lutherstadt Wittenberg: Katharina von Bora
- Magdeburg: Ottonische Herrscherinnen (Editha, Adelheid und Theophanu)
- Magdeburg: Mechthild von Magdeburg
- Merseburg: Abgeordnete des Landtages der preußischen Provinz Sachsen (u. a. Hedwig Machlitt, Frieda Lehmann, Malita von Runstedt und Flora Franken)
- Nebra (Unstrut): Hedwig-Courths-Mahler (Heimathaus/Archiv)
- Neinstedt: Johanne Philippine Nathusius
- Neinstedt: Marie Nathusius
- Oranienbaum: Henriette Catharina von Oranien-Nassau
- Prettin: Insassinnen des NS-KZ Lichtenburg (u. a. Paula Billstein, Lotti Huber und Olga Benario)
- Prettin: Witwensitz für kursächsische Fürstinnen, Schloss Lichtenburg
- Quedlinburg: Dorothea Erxleben (Geburts- und Sterbehaus)
- Quedlinburg: Freiweltliches Damenstift (u. a. Mathilde von Quedlinburg, Maria Aurora von Königsmarck)
- Salzwedel: Ehemaliges Frauen-Außenlager Salzwedel des KZ Neuengamme
- Salzwedel: Museen des Altmarkkreises, Jenny-Marx-Haus
- Sangerhausen: Jutta von Sangerhausen
- Schönebeck (Elbe): Opfer von Hexenprozessen (u. a. Ursula Penning, Katharina Heitmann, Anna Bohmann, Anna Henning)
- Stendal: Frieda Menshausen-Labriola
- Stolberg (Harz): Juliana zu Stolberg
- Tangermünde: Grete Minde
- Weißenfels: Friederike Caroline Neuber
- Wernigerode: Anna zu Stolberg-Wernigerode
- Wolfen: Arbeiterinnen in der Filmfabrik, heutiges Industrie- und Filmmuseum Wolfen
- Zerben: Elisabeth von Ardenne, geb. Freiin von Plotho
- Zerbst: Jenny Hirsch
- Zerbst: Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst (spätere Zarin Katharina II. von Russland) und weitere regionale Frauenpersönlichkeiten
- Zörbig: Kindertagesstätte „Rotkäppchen“ (älteste noch als solche existierende Kindereinrichtung Deutschlands)
Literatur[Bearbeiten]
- Elke Stolze (Hrsg.): FrauenOrte. Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt. Kompilation Expo 2000 Sachsen-Anhalt. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2000, ISBN 3-89812-030-9.
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Websites der Projekte:
- Andrea Heußinger: Verhältnisse treiben, statt sich treiben zu lassen bei ndr. de vom 17. Februar 2021
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />