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Frechenhausen

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Frechenhausen
Gemeinde Angelburg
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(745)&title=Frechenhausen 50° 49′ N, 8° 26′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(745) 50° 48′ 33″ N, 8° 26′ 3″ O
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Höhe: 429 m ü. NHN
Fläche: 3,92 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 745 (Nov. 2015)<ref name="DF">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.„Zahlen/Daten/Fakten“ (Memento vom 4. Juli 2016 im Internet Archive) In: Webauftritt der Gemeinde Angelburg, abgerufen am 27. März 2018.</ref>
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 35719
Vorwahl: 06464
Datei:Gansbachtal-Frechenhausen.jpg
Das untere Gansbachtal bei Frechenhausen, im Hintergrund der Schwarzenberg und die Sackpfeife. Der Flusslauf ist links der Ortschaft, aber noch unterhalb der Landesstraße 3042 erkennbar.

Frechenhausen (mundartlich Frächehause) ist ein Dorf im Hessischen Hinterland und als solches der kleinste Ortsteil der Gemeinde Angelburg im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Tal der Gansbach, die am Bergstock Angelburg (609 m) entspringt und in Niedereisenhausen (Gemeinde Steffenberg) in die Perf mündet.

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

In der ersten urkundlichen Erwähnung um 1330 wurde Frechenhausen mit „Fritchinhusin“ als in der Herborner Mark gelegen bezeichnet.<ref>Gerald Bamberger: "Frechenhausen früher erwähnt", in Hinterländer Geschichtsblätter, Nr. 4, Dezember 2013, S. 32, Biedenkopf </ref> In einer Zusammenstellung der Erzdiözese Mainz um 1500 ist „Frehenthusen“ zu lesen. Im Jahr 1577 wurde Frechenhausen nach Lixfeld eingepfarrt und seit 1629 als Filialdorf zu Lixfeld geführt.

1637 heirateten zwei Töchter des Sebastian Bill aus Frechenhausen (Mühle) zwei Tischbein-Söhne; aus diesen beiden Ehen ging die berühmte Malerfamilie Tischbein hervor.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Frechenhausen:

„Frechenhausen (L. Bez. Gladenbach) evangel. Filialdorf; liegt 2 3⁄4 St. von Gladenbach, und gehört dem Freiherrn von Breidenstein, und hat 33 Häuser und 245 Einw., die bis auf 6 Kath. evangelisch sind. Man findet 2 Mahlmühlen, womit 1 Oelmühle verbunden ist. In frühern Zeiten kommt der Ort unter dem Namen Frehenthüsen vor.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Die Kirche, ein zweigeschossiger Natursteinbau, wurde 1848 als Schule gebaut und bis 1965 auch als solche genutzt. Im Jahr 1976 begann der Umbau sowie Anbau des Glockenturms, Weihnachten 1977 konnte der erste Gottesdienst gefeiert werden.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde zum 1. April 1972, durch den Zusammenschluss der Nachbargemeinden Frechenhausen und Lixfeld, die neue Gemeinde Angelburg gebildet.<ref></ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick[Bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Frechenhausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011[Bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Frechenhausen 765 Einwohner. Darunter waren 21 (2,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 135 Einwohner unter 18 Jahren, 312 zwischen 18 und 49, 135 zwischen 50 und 64 und 180 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 312 Haushalten. Davon waren 72 Singlehaushalte, 72 Paare ohne Kinder und 126 Paare mit Kindern, sowie 39 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 69 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 183 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1577: 014 Hausgesesse
• 1630: 016 Hausgesesse (4 zweispännige, 11 einspännige Ackerländer, 1 Einläuftige).
• 1677: 009 Männer, 3 Witwen, 1 Jungmannschaft, 3 ledige Mannschaften
• 1742: 029 Haushalte
• 1791: 161 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 174 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 177 Einwohner, 28 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 245 Einwohner, 33 Häuser<ref name="GW" />
Frechenhausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2011
Jahr  Einwohner
1791
  
161
1800
  
174
1806
  
177
1829
  
245
1834
  
275
1840
  
281
1846
  
289
1852
  
305
1858
  
305
1864
  
246
1871
  
252
1875
  
264
1885
  
241
1895
  
247
1905
  
293
1910
  
429
1925
  
477
1939
  
597
1946
  
803
1950
  
771
1956
  
707
1961
  
735
1967
  
850
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
765
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Konfessionsstatistik[Bearbeiten]

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1829: 239 evangelische, 6 katholische Einwohner<ref name="GW" />
• 1885: 241 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 654 evangelische (= 88,98 %), 46 katholische (= 6,26 %) Einwohner

Erwerbstätigkeit[Bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />

• 1867: Erwerbspersonen: 112 Landwirtschaft, eine Forstwirtschaft, 13 Gewerbe und Industrie, zwei Handel, eine Gesundheitspflege, eine Erziehung und Unterricht, drei Gemeindeverwaltung
• 1961: Erwerbspersonen: 104 Land- und Forstwirtschaft, 221 produzierendes Gewerbe, 37 Handel und Verkehr, 13 Dienstleistungen und sonstiges.

Politik[Bearbeiten]

Ortsbeirat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Ortsbeirat nach den Kommunalwahlen 2021
   
Insgesamt 5 Sitze

Frechenhausen verfügt als Ortsbezirk über einen Ortsbeirat, bestehend aus fünf Mitgliedern, dessen Vorsitzender ein Ortsvorsteher ist.<ref>§ 6 der Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Hauptsatzung der Gemeinde Angelburg (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Mai 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.angelburg.de</ref>

Wappen[Bearbeiten]

Am 18. Mai 1962 genehmigte der Hessischen Minister des Innern das Wappen mit folgender Beschreibung:<ref>Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Frechenhausen im Landkreis Biedenkopf, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 11. Juni 1962. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1962 Nr. 23, S. 762, Punkt 636 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF]).</ref>

Wappen von Frechenhausen
Wappen von Frechenhausen
Blasonierung: „In einem von Schwarz und Weiß schräglinks geteilten Schild zwei Sterne in verwechselten Farben.“
Wappenbegründung: In der Gemeinde Frechenhausen waren die Herren von Bicken, von Döring, von Hohenfeld und die Grafen von Wittgenstein begütert. Drei dieser Familien führten Wappen in den Grundfarben Schwarz und Weiß und zwei von ihnen einen Stern.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Frechenhausen lag an der Scheldetalbahn. Diese ist stillgelegt.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Frechenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Frechenhausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 24 und 64, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 191 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 203 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 247 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> </references>

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