Frieda Müller
Frieda Martha Emma Müller geborene Baumgart (* 22. Februar 1907 in Friedrichsfelde, Kreis Niederbarnim<ref>Geburtsregister Standesamt Friedrichsfelde, Nr. 93/1907</ref>; † 17. Mai 1999 in Berlin-Hellersdorf<ref>Sterberegister Standesamt Hellersdorf von Berlin, Nr. 303/1999</ref>) war eine deutsche Politikerin der Blockpartei DBD. Sie war Abgeordnete der Volkskammer der DDR.
Leben[Bearbeiten]
Die Tochter eines Arbeiters erlernte nach dem Besuch der Volksschule in Berlin den Beruf der Stenotypistin und arbeitete anschließend im Beruf. Als sie 1935 arbeitslos wurde, ging sie als Landarbeiterin nach Kaulsdorf.<ref>Neue Zeit, 7. Oktober 1958, S. 8.</ref>
Nach dem Krieg bewarb sie sich mit ihrem Ehemann Franz Müller (1903–1986)<ref>Heiratsregister Standesamt Berlin-Friedrichsfelde, Nr. 83/1929</ref> um eine Neubauernstelle und wurde 1947 Einzelbäuerin in Berlin-Kaulsdorf. 1949 begann sie, sich politisch zu betätigen, arbeitete in der Nationalen Front mit, trat dem DFD und der DBD bei und wurde stellvertretende Vorsitzende des DBD-Stadtverbandes von Groß-Berlin.
Vom 17. Juni 1951<ref>Berliner Zeitung, 19. Juni 1951, S. 2. </ref> bis 1953 war sie Vorsitzende des DBD-Stadt- bzw. Bezirksvorstandes Berlin, anschließend wieder stellvertretende Vorsitzende. Von 1950 bis 1963 gehörte sie als Berliner Vertreterin und Mitglied der DBD-Fraktion der Volkskammer an. Gleichzeitig war sie Mitglied des Parteivorstandes der DBD.<ref>Bauern-Echo vom 21. Oktober 1958.</ref>
Seit 17. Juli 1958 war sie Vorsitzende der im Beisein des stellvertretenden DDR-Ministerpräsidenten Paul Scholz neugegründeten LPG „Freie Erde“ in Berlin-Kaulsdorf. Sie war damit die erste weibliche Berliner LPG-Vorsitzende.<ref>Berliner Zeitung, 19. Juli 1958, S. 5.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Handbuch der Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik, 2. Wahlperiode, Kongress-Verlag Berlin, 1957, S. 393.
- Handbuch der Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik, 3. Wahlperiode, Kongress-Verlag Berlin, 1959, S. 454.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Frieda Müller (1951–1953) | Erich Göritz (1953–1956) | Gerhard Mattner (1956–1960) | Fritz Thiemes (1960–1963) | Erwin Körber (1963–1971) | Wilhelm Weißgärber (1971–1988) | Ulrich Junghanns (1988–1990) | Roland Drews (1990)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müller, Frieda |
| ALTERNATIVNAMEN | Müller, Frieda Martha Emma (vollständiger Name); Baumgart, Frieda (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche DBD-Funktionärin |
| GEBURTSDATUM | 22. Februar 1907 |
| GEBURTSORT | Friedrichsfelde |
| STERBEDATUM | 17. Mai 1999 |
| STERBEORT | Berlin-Hellersdorf |
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- Abgeordneter der Volkskammer
- LPG-Vorsitzender
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