Friedhelm Boginski
Friedhelm Günter Boginski<ref>Landeslisten der Parteien in Brandenburg – Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 17. September 2021.</ref> (* 7. November 1955 in Bremen<ref name=":0">Startseite. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. November 2021.</ref>) ist ein deutscher Politiker (FDP). Er war von 2021 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestags. Zuvor war er von 2006 bis 2021 Bürgermeister der Stadt Eberswalde.
Werdegang[Bearbeiten]
Boginski wurde am 7. November 1955 in Bremen geboren und wuchs auf einem Dorf nahe dem Oderbruch im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder) auf. Nach dem Abitur 1974 absolvierte er seinen Wehrdienst. Anschließend studierte er von 1977 bis 1981 an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Diplomlehrer. Nach dem Studium unterrichtete er in den Fächern Geografie und Geschichte. Nach der Wiedervereinigung übernahm Boginski 1991 die Schulleitung der Goethe-Realschule in Eberswalde.<ref name=":0" />
Kommunalpolitisches Engagement[Bearbeiten]
Von 2003 bis 2006 war Boginski Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Eberswalde. 2005 trat er in die FDP ein.<ref name=":0" />
2006 kandidierte er erstmals als Bürgermeister in Eberswalde. Im ersten Wahlgang erzielte er bei insgesamt sechs Kandidatinnen und Kandidaten 24,3 % der Stimmen. Bei der Stichwahl am 19. November 2006 setzte er sich mit 59,3 % der Stimmen gegen den CDU-Kandidaten Carsten Bockhardt durch und trat damit die Nachfolge von Reinhard Schulz an.<ref>FDP: Nach Wahl in Eberswalde gestärkt. Abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref>
Darüber hinaus wurde Boginski 2010 Vorsitzender der Städtearbeitsgemeinschaft Brandenburgs – Städteforum.<ref name=":0" />
2014 wurde Boginski mit 64,6 % der Stimmen im ersten Wahlgang für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.<ref>Märkisches Medienhaus: Boginski geht in seine zweite Amtszeit. 15. September 2014, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. Dezember 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive).</ref> Nach seiner Wahl in den Bundestag übergab Boginski am 15. Oktober 2021 die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters an seine bisherige Stellvertreterin.<ref>Eberswalder Bürgermeister Boginski übergibt Amtsgeschäfte. Abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref>
Bundestagsmandat[Bearbeiten]
Bei der Bundestagswahl 2021 kandidierte Boginski als FDP-Kandidat im Wahlkreis Uckermark-Barnim I<ref>Bundestagswahl 2021: Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski ist Direktkandidat in Uckermark und nördlichem Barnim. Märkisches Medienhaus, 25. April 2021, abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref> sowie auf Platz 2 der brandenburgischen Landesliste.<ref>Bundestagswahl: Bürgermeister von Eberswalde scheitert knapp als Spitzenkandidat der FDP für die Bundestagswahl. Märkisches Medienhaus, 20. März 2021, abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref> Bei der Aufstellung der FDP-Landesliste unterlag er zuvor Linda Teuteberg bei der Nominierung für Platz 1.<ref>Teuteberg zur Spitzenkandidatin gekürt. In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 21. März 2021 (abgerufen am 18. Oktober 2021).</ref> Im Wahlkreis erhielt die FDP 8,1 % der Zweitstimmen und konnte sich im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 um 2,6 Prozentpunkte verbessern. Boginski selbst erhielt 8,5 % (+ 4,7 Prozentpunkte) der Erststimmen.<ref>Ergebnisse. Abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref> Infolge des guten Wahlergebnisses der brandenburgischen FDP gewann Boginski über die Landesliste ein Bundestagsmandat und trat dies im Oktober 2021 an.<ref>Wahlen: Boginski zieht in den Bundestag ein – Eberswalde braucht neuen Bürgermeister. Märkisches Medienhaus, 27. September 2021, abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref> Bei der Bundestagswahl 2025 trat er nicht erneut an.<ref>Markus Pettelkau: Bundestagswahl 2025: Friedhelm Boginski aus Eberswalde tritt nicht erneut an. In: moz.de. 10. Oktober 2024, abgerufen am 29. November 2024.</ref> Am 30. Januar 2025 wurde die Immunität von Boginski durch den Bundestag zur Durchführung von Strafverfahren wegen des Verdachts der Bestechlichkeit aufgehoben.<ref>Immunität von Martin Sichert und Friedhelm Boginski aufgehoben. In: Bundestag.de. Abgerufen am 31. Januar 2025.</ref><ref>Gabi Probst: Staatsanwaltschaft will FDP-Bundestagsabgeordneten Boginski anklagen. In: rbb24.de. 2. Februar 2025, abgerufen am 12. März 2025.</ref> Am 5. März 2026 begann die Gerichtsverhandlung<ref>Ex-Bürgermeister von Eberswalde Friedhelm Boginski vor Gericht. In: rbb24.de. 5. März 2026, abgerufen am 5. März 2026.</ref>, am 17. April 2026 wurde er rechtsgültig freigesprochen.<ref>Freispruch im Boginski-Prozess: Urteil rechtskräftig, Staatsanwalt verpasst Frist. In: moz.de. 1. Mai 2026, abgerufen am 1. Mai 2026.</ref>
Unterlagen über Boginskis Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter werden im Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Gummersbach aufbewahrt.
Privates[Bearbeiten]
Boginski ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.<ref>Deutscher Bundestag – Abgeordnete. Abgerufen am 20. November 2021.</ref> Er ist stellvertretender Vorsitzender des Choriner Musiksommers.<ref>Choriner Musiksommer – Klassik im Kloster Chorin – Tickets sichern! Abgerufen am 22. Mai 2024.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boginski, Friedhelm |
| ALTERNATIVNAMEN | Boginski, Friedhelm Günther |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (FDP), MdB |
| GEBURTSDATUM | 7. November 1955 |
| GEBURTSORT | Bremen |
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- Bundestagsabgeordneter (Brandenburg)
- Bürgermeister (Eberswalde)
- Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (Deutscher Bundestag)
- FDP-Mitglied
- Person (Archiv des Liberalismus)
- Deutscher
- DDR-Bürger
- Geboren 1955
- Mann