Friedhelm Eicker
Friedhelm Eicker (* 5. April 1927 in Radevormwald; † 19. März 2022) war ein deutscher Professor für Mathematische Statistik an der Universität Dortmund.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Friedhelm Eicker, Sohn von Hildegard Eicker, geborener Wiegand, und Friedrich Wilhelm Eicker, studierte von 1948 bis 1953 Mathematik und Physik in Mainz, schloss das Studium als Diplom-Mathematiker ab und wurde dort 1956 im Bereich der theoretischen Physik zum Dr. rer. nat. promoviert.<ref>Friedhelm Eicker. In: The Mathematics Genealogy Project. North Dakota State University, abgerufen am 6. Juli 2026.</ref> Im Anschluss wurde er wissenschaftlicher Assistent in Braunschweig, Mainz und Freiburg. Von 1959 bis 1961 arbeitete Eicker als Research associate an der Universität von North Carolina in Chapel Hill und am Statistikinstitut der Stanford-Universität. 1964 habilitation er sich in an der Universität Freiburg für das Fach mathematische Statistik. Von 1964 bis 1969 war er dort Dozent und außerplanmäßiger Professor. 1965 bis 1967 war er Gastprofessor an der Columbia-Universität in New York.
Von 1970 bis zu seinem Ruhestand 1993 arbeitete Friedhelm Eicker an der Universität Dortmund. Zunächst 1970 im Fachbereich Mathematik, dann ab 1971 im Fachbereich Statistik als Inhaber des Lehrstuhls für Mathematische Statistik und Anwendungen II. Als Vorsitzender des Gründungsausschusses des Senats zur Einrichtung des Fachbereichs Statistik von 1971 bis 1973 war Eicker der erste Dekan und damit Gründungsdekan des Fachbereichs Statistik. 1993 wurde er emeritiert.<ref>Prof. Dr. Friedhelm Eicker. Abgerufen am 18. März 2024.</ref>
Er war neben Peter J. Huber und Halbert L. White maßgeblich an der Entwicklung heteroskedastie-robuster Standardfehler für lineare Modelle beteiligt. Insbesondere in der englischsprachigen Literatur wird der heteroskedastie-robuste Schätzer für den Standardfehler auch als Eicker-Huber-White-Schätzer bezeichnet.<ref>Englische Wiki-Seite Heteroscedasticity-consistent standard errors</ref>
Friedhelm Eicker war evangelisch, ab 1957 verheiratet mit Renate Eicker, geborener Konrad, und hatte vier Töchter (Erdmute, Annette, Henrike und Rebekka-Ellinor).
Publikationen[Bearbeiten]
- Asymptotic Normality and Consistency of the Least Squares Estimators for Families of Linear Regressions, 1963, Annals of Mathematical Statistics, 34, 447–456.
- Limit Theorems for Regressions with Unequal and Dependent Errors, 1967, in Proceedings of the fifth Berkeley Symposium on Mathematical Statistics and Probability, L. LeCam and J. Nexam (Hrsg.), 59–82, Berkeley, CA, University of California Press.
Literatur[Bearbeiten]
- Eicker, Friedhelm. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 261.
Weblinks[Bearbeiten]
- Homepage der Fakultät an der Universität Dortmund
- Literatur von und über Friedhelm Eicker im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eicker, Friedhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Statistiker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 5. April 1927 |
| GEBURTSORT | Radevormwald |
| STERBEDATUM | 19. März 2022 |