Zum Inhalt springen

Friedrich Boser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Freundschaftsgalerie Einzelbildnis 32 (von 57) Friedrich Boser, Selbstbildnis vor Staffelei, um 1840.jpg
Freundschaftsgalerie Einzelbildnis 32 (von 57), Selbstbildnis vor Staffelei, um 1840
Datei:Karl Friedrich Adolf Boser in seinem Atelier, porträtiert einen Offizier, Wilhelm Camphausen in Schattenseiten der Düsseldorfer Maler, 1845.jpg
Friedrich Boser in seinem Atelier bei einer Porträtsitzung, Illustration von Wilhelm Severin nach einer Zeichnung von Wilhelm Camphausen aus Schattenseiten der Düsseldorfer Maler, 1845
Datei:Friedrich Boser - Die Bilderschau der Düsseldorfer Künstler in der Kunstakademie.jpg
Die Bilderschau der Düsseldorfer Künstler im Galeriesaal, 1844 – darin auch das Selbstporträt Bosers als jene Person auf der rechten Bildseite, die zum Betrachter blickt<ref>Bettina Baumgärtel: Die Bilderschau der Düsseldorfer Künstler im Galeriesaal, 1844. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 2, S. 37 (Katalog-Nr. 18)</ref>
Datei:Das Vogelschießen der Düsseldorfer Künstler im Grafenberger Wald.jpg
Das Vogelschießen der Düsseldorfer Künstler im Grafenberger Wald, 1844 – darin ein weiteres Selbstporträt Bosers als Zweiter von rechts<ref>Bettina Baumgärtel: Das Vogelschießen der Düsseldorfer Künstler im Grafenberger Wald, 1844. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.), Band 2, S. 42 f. (Katalog-Nr. 21)</ref>

Karl Friedrich Adolf Boser, auch Carl Friedrich Adolf Boser (* 13. November 1809 in Halbau, Königreich Sachsen; † 28. Januar 1881 in Düsseldorf), war ein deutscher Genre- und Porträtmaler der Düsseldorfer Schule.

Leben[Bearbeiten]

Boser besuchte zunächst die Akademien von Dresden (1826–1832) und Berlin (1834–1836). 1837/1838 bezog er die 2. Klasse der Historienmalerei an der Kunstakademie Düsseldorf. 1841 bis 1843 studierte er dort Genre- und Porträtmalerei, worin er sich fortan vorrangig betätigte.<ref>Katharina Bott: Das Schadow-Album der Düsseldorfer Akademieschüler von 1851. CoCon-Verlag, Hanau 2009, ISBN 978-3-93777-459-6, S. 167</ref> Von 1848 bis 1881 war er Mitglied des Künstlervereins Malkasten. Engere Freundschaften verbanden ihn mit den Düsseldorfer Landschaftsmalern Andreas Achenbach und Carl Friedrich Lessing. Boser beschickte verschiedene Ausstellungen. Seine Gemälde wurden in London 1863 mit einer Preismedaille und 1871 und 1872 mit Bronzemedaillen ausgezeichnet. Viele seiner Bilder fanden ihren Weg in die Vereinigten Staaten, wo er 1881 in einem Nachruf zu den bekannten deutschen Genremalern gezählt wurde.<ref>The American Art Review, Vol. 2, No. 7, Mai 1881, p. 48 (Digitalisat)</ref> Mitte der 1840er Jahre porträtierte der Maler Wilhelm Camphausen Friedrich Boser in seinem Atelier.<ref>Henry Ritter, Wilhelm Camphausen: Schattenseiten der Düsseldorfer Maler, nebst verkürzten Ansichten ihrer letzten Leistungen. Julius Buddeus (Düsseldorf), Herring & Remington (London), Goupil & Vibert (Paris), 1845. – Vgl.: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Band 2, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, S. 64 (Katalog-Nr. 38-3)</ref>

Werk (Auswahl)[Bearbeiten]

Datei:Freundschaftsgalerie von 57 Einzelbildnissen der Düsseldorfer Malerschüler und ihren Freunden, Friedrich Boser.jpg
Freundschaftsgalerie von 57 Einzelbildnissen der Düsseldorfer Malerschüler und ihren Freunden, 1835–1845

Bereits 1843 wurde Boser als wichtiger Genre- und Porträtmaler der Düsseldorfer Schule wahrgenommen.<ref>Wilhelm Füssli: Die wichtigsten Städte am Mittel- und Niederrhein im deutschen Gebiet, mit Bezug auf alte und neue Werke der Architektur, Sculptur und Malerei. Fortsetzung des Buches Zürich und die wichtigsten Städte am Rhein. Zweiter Band, Verlag des literarischen Comptoirs, Zürich und Winterthur 1842, S. 634 (online bei Google Books)</ref> Boser legte Wert auf Feinmalerei und auf eine detaillierte Ausgestaltung der Sujets. Auch in literarischen Stoffen versuchte er sich. Besondere kunsthistorische Bedeutung haben seine Freundschaftsgalerien und die Bilder, die Ausschnitte aus dem sozialen Leben der Düsseldorfer Malerschule festhielten. Bei den Freundschaftsgalerien Bosers war der Porträtierte in ein Ritual einbezogen, indem dieser durch seine Unterschrift und eine Widmung seine Freundschaft beglaubigte.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Friedrich Boser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein