Friedrich Busack
Friedrich Franz Ludwig Heinrich „Fritz“ Busack<ref name="DNB">Literatur von und über Friedrich Busack im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek</ref> (* 3. Januar 1899 in Hannover; † 5. Januar 1933 ebenda)<ref name="HBL">Hugo Thielen: BUSACK, Fritz. In: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 80</ref> war ein deutscher Maler, Vertreter der Hannoverschen Sezession und der Neuen Sachlichkeit.<ref name="Robert Ketterer">Robert Ketterer (Verantw.): Auktion: 298 / Seitenwege der deutschen Avantgarde am 5. Dezember 2005 / Lot: 11 / Busack, Friedrich / Selbstbildnis / Erlös (inkl. 19% Aufgeld): 1.904 EUR / 2.494 $ / Schätzpreis: 2.000 EUR / 2.620 $ auf der Seite kettererkunst.de, abgerufen am 25. Oktober 2014</ref>
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Geboren zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs als Sohn eines Schriftsetzers, verbrachte Fritz Busack seine Kindheit und Jugend im Haus Engelbosteler Damm 21 (heute: Hausnummer 40).<ref name="HBL"/>
Nach dem Ersten Weltkrieg nahm er schon 1918 als Jugendlicher an der ersten Ausstellung der Hannoverschen Sezession in den Räumen der Kestner-Gesellschaft teil, obwohl er erst ab 1919 die örtliche Kunstgewerbeschule besuchte. Als Schüler des dort tätigen Bildhauers Ludwig Vierthaler und des Malers Fritz Burger-Mühlfeld macht Busack in der Grafikklasse Bekanntschaft mit Künstlern wie Grethe Jürgens, Gerta Overbeck-Schenk, Ernst Thoms und Erich Wegner und bekannte sich früh dem Geist der Neuen Sachlichkeit.<ref name="Robert Ketterer"/> Diese „Kunstrichtung der 1920er Jahre, die thematisch eng mit der Gesellschaft der Weimarer Republik verbunden war, [...] hatte ein großes Interesse an der Lebenswirklichkeit der Menschen in der Stadt und an den kleinen Dingen des Alltags. Sie war einer Typologie auf der Spur, mit deren Hilfe gesellschaftliche Verhältnisse, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge ebenso sichtbar wurden wie die Topografie der wachsenden Industriestädte.“<ref name="Schenkung">N.N.: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Schenkung „Sammlung Neue Sachlichkeit“ der Sparkasse Hannover ( vom 25. Oktober 2014 im Internet Archive) auf der Seite sprengel-museum.de</ref>
Busacks Arbeiten wie Ölgemälde, Aquarelle, Porträt-Zeichnungen, Selbstbildnisse sowie Motive aus Hannover und der weiteren Umgebung der Stadt<ref name="HBL"/> wurden in den frühen Sezessionsausstellungen und ab 1925 auch in den Herbstausstellungen des Kunstvereins Hannover gezeigt.<ref name="Robert Ketterer"/> Zu dem dort damals gezeigten Werk „Abendliche Dorfstraße“, ein noch nicht näher bestimmter Ort<ref name="Hartmut Klauss">Hartmut Klauss (Verantw.): Friedrich Busack - Abendliche Dorfstraße auf der Seite paintgallery.de; online, abgerufen am 25. Oktober 2014</ref> wohl aus der (heutigen) Region Hannover,<ref name="HBL"/> schrieb Hartmut Klauss:
„“
Gemeinsam mit Werken von zwanzig anderen Künstlern waren Arbeiten Busacks 1929 auf einer Ausstellung der deutschen „Neuen Sachlichkeit“ in Amsterdam vertreten.<ref name="Robert Ketterer"/>
Zwei Tage nach seinem 34. Geburtstag starb Friedrich Busack 1933 an den Folgen einer Tuberkulose-Erkrankung.<ref name="Robert Ketterer"/>
Werke[Bearbeiten]
Ein Großteil der Arbeiten Friedrich Busacks finden sich heute im Sprengel Museum Hannover sowie im Besitz der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.<ref name="SLH">Hugo Thielen: Busack, Fritz. In: Stadtlexikon Hannover, S. 101</ref>
Ehrungen[Bearbeiten]
- 2003 wurde eine Straße im hannoverschen Stadtteil List nach Friedrich Busack benannt.<ref name="SLH"/>
Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]
- Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 15, S. 295f.
- Ludwig Zerull (Red., Layout), Günter Barz, Michael Herling (Fotos): Hannoversche Maler der Neuen Sachlichkeit, Begleitschrift zur (Wander-)Ausstellung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung mit Bildern aus den Sammlungen der Stadtsparkasse Hannover, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Sprengel Museum Hannover, Hrsg.: Niedersächsische Sparkassenstiftung, Eigenverlag, Hannover: Th. Schäfer Druckerei, 1991, passim
- Antje Döring: Friedrich (Fritz) Busack, in Christian Fuhrmeister (Hrsg.): „Der stärkste Ausdruck unserer Tage“, neue Sachlichkeit in Hannover, Katalog zur Ausstellung vom 9. Dezember 2001 bis 10. März 2002 im Sprengel Museum Hannover, Hildesheim; Zürich; New York: Olms, 2001, ISBN 3-487-11440-2, S. 239f.; Inhaltsverzeichnis
- Hugo Thielen: BUSACK, Fritz. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 80.
- Hugo Thielen: Busack, Fritz. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 101.
Weblinks[Bearbeiten]
- N.N.: Die Schenkung „Sammlung Neue Sachlichkeit“ der Sparkasse Hannover auf der Seite sprengel-museum.de
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Busack, Friedrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Busack, Friedrich Franz Ludwig Heinrich (vollständiger Name); Busack, Fritz (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler, Vertreter der Hannoverschen Sezession und der Neuen Sachlichkeit |
| GEBURTSDATUM | 3. Januar 1899 |
| GEBURTSORT | Hannover |
| STERBEDATUM | 5. Januar 1933 |
| STERBEORT | Hannover |
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