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Friedrich Neugebauer

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Friedrich Neugebauer (* 16. November 1911 in Kojetín; † 3. August 2005 in Bad Goisern) war ein österreichischer Grafiker, Kalligraf, Typograph, Grafik-Designer, Buchgestalter und Hochschullehrer.

Neugebauer kommt aus der Schule des österreichischen Schriftreformers Rudolf von Larisch und setzte dessen Idee zur Pflege der kunstvollen Schrift im täglichen Gebrauch fort.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sonderausstellung, 100. Geburtstag Prof. Friedrich Neugebauer, Pettenbach (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), abgefragt am 4. Oktober 2015</ref>

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach der Oberrealschule absolvierte er eine Lehre als Lithograf in Troppau und begann 1930 die Ausbildung zum Schrift- und Buchgrafiker an der Kunstgewerbeschule in Breslau bei Paul Hampel. Ab 1932 setzte er sein Studium an der Kunstgewerbeschule in Wien bei Rudolf von Larisch (Schrift), Oskar Strnad (Architektur) und Wilhelm Müller-Hoffmann (Malerei) fort.

Von 1935 bis 1939 war er selbständiger Grafiker in Wien. Während dieser Zeit war er Assistent bei Herta Larisch-Ramsauer in der Wiener Kunstgewerbeschule und 1937 erhielt der auf der Weltausstellung in Paris das Diplom d’honneur und eine Goldmedaille in der Gruppe Illustrations illustre Livres d’Art.

Von 1940 bis 1944 war er im Kriegseinsatz in Polen, Frankreich, Russland und Italien. Von 1944 bis 1947 befand er sich in Kriegsgefangenschaft in Ägypten. Nach seiner Rückkehr ließ er sich in Bad Goisern als selbständiger Grafiker nieder.

Datei:Straßenschild Linz 2.JPG
Schriftart für Linzer Straßenschilder

1949 bis 1951 wurde er als Honorarlehrer an die Kunstschule in Linz, später Hochschule für Gestaltung Linz berufen, wo er dann von 1951 bis 1982 die Meisterklasse für Schrift und angewandte Grafik leitete, mit der er die Schrift der schwarzen Linzer Straßen- und Hausnummernschilder entwarf, die von 1951 bis Mitte der 1990er-Jahre in Verwendung war und auch in Gallneukirchen zum Einsatz kam. Nach seiner Emeritierung war er als freischaffender Grafiker in Bad Goisern tätig.

1961 wurde ihm der Professor h.c. verliehen. 1963/64 gründete er den Verlag Neugebauer Press und das Haus für Freunde der Buchkunst und Grafik in Bad Goisern. 1992 war er Mitbegründer des Schriftmuseums in Pettenbach.

Von Neugebauer entdeckte Illustratoren und Autoren sind u. a. Helga Aichinger, Edda Reinl, Angelika Kaufmann, Ivan Gantschev, Helme Heine und Lisbeth Zwerger. Als international agierende miniedition (Michael Neugebauer Edition) existiert der Verlag weiter.

Ausstellungen[Bearbeiten]

Neugebauer nahm an Ausstellungen in Österreich, Deutschland, England, Irland, Frankreich, Italien, Schweden, Polen und in den USA teil. 2011 fand zu seinem 100. Geburtstag im Schrift- und Heimatmuseum Bartlhaus in Pettenbach eine Ausstellung seines Werkes statt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Harald Süß: Ein Leben im Dienste der Schriftkunst, Professor Friedrich Neugebauer und sein Werk, in: Bund für deutsche Schrift und Sprache (Hrsg.), Die deutsche Schrift, Heft 4/1996, Folge 121, S. 292 bis 297 (PDF).

Weblinks[Bearbeiten]

  • Gerald Cinamon: Friedrich Neugebauer. In: germandesigners.net. German graphic designers during the Hitler period, 2013; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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