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Friso Wielenga

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Johan Willem Friso Wielenga (* 1956 in Rotterdam)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Johan Willem Friso (Friso) Wielenga, 1956 auf hoogleraren.ub.rug.nl (Memento vom 14. Juli 2015 im Internet Archive)</ref> ist ein niederländischer Historiker, der sich besonders mit deutscher Zeitgeschichte und den deutsch-niederländischen Beziehungen befasst. Er leitete von 1999 bis 2021 das Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münster.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Friso Wielenga studierte von 1975 bis 1978 Geschichte und Politik an der Vrije Universiteit Amsterdam und 1982/1983 mit einem DAAD-Stipendium an der Universität Bonn. Mit einer Arbeit über die Beziehungen zwischen den Niederlanden und Westdeutschland in den ersten Jahren der Bundesrepublik (1949–1955) wurde er 1989 bei Jürgen C. Heß an der Vrije Universiteit Amsterdam promoviert. Anschließend lehrte er Internationale Beziehungen an der Universität Groningen und ab 1990 als Universitätsdozent für Politische Geschichte an der Universität Utrecht. 1992 wurde er außerordentlicher Professor für Deutschlandstudien an der Universität Groningen und 1997 außerordentlicher Professor für Neuere und neueste deutsche Geschichte an der Universität Utrecht.<ref>Prof. Dr. J.W.F. Wielenga (1956–). In: Catalogus Professorum. Universiteit Utrecht, abgerufen am 12. Oktober 2024.</ref>

Friso Wielenga war von 1999 bis 2021 Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von 2001 bis 2005 war er Beauftragter des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen für die Förderung der Beziehungen zwischen den Universitäten des Bundeslandes und den Universitäten der Beneluxländer. 2021 ging er in den Ruhestand.<ref>Friso Wielenga geht in den Ruhestand auf der Website der der Universität Münster, 29. Juli 2021, abgerufen am 10. Februar 2024.</ref>

2015 wurde er für seine Verdienste um die deutsch-niederländischen Beziehungen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.<ref>Pressemitteilung der Universität Münster, 8. Juli 2015, abgerufen am 12. Oktober 2024.</ref> 2022 wurde er zum Ritter des Ordens von Oranien-Nassau ernannt.<ref>Björn Meyer: Ehemaliger Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien verabschiedet. In: Westfälische Nachrichten. 25. Mai 2022, abgerufen am 20. Mai 2026</ref> 2023 zeichnete ihn die Genootschap Nederland-Duitsland mit dem Cultuurprijs aus.<ref>Actiegroep Duits ontvangt Innovatieprijs Nederland Duitsland 2023 auf nationaleonderwijsgids.nl, 17. November 2023, abgerufen am 18. Mai 2026.</ref>

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Jürgen Hess: Duitsland in de Nederlandse pers – altijd een probleem? Drie dagbladen over de Bondsrepubliek 1969–1980 (= Wetenschappelijke Raad voor het Regeringsbeleid. Band 29). Staatsuitgeverij, Den Haag 1982, ISBN 90-12-04011-6.
  • West-Duitsland. Partner uit noodzaak. Nederland an de Bondsrepubliek 1949–1955. Het Spectrum, Utrecht 1989, ISBN 90-274-2187-0.
  • mit Jürgen Hess (Red.): Duitsland en de democratie 1871–1990. Boom, Amsterdam 1992, ISBN 90-5352-059-7. 2. Auflage 1994.
  • Schaduwen van de Duitse geschiedenis. De omgamg met het nazi- en DDR-verleden in de Bondsrepubliek Duitsland. Boom, Amsterdam 1993, ISBN 90-5352-109-7.
    Deutsche Ausgabe: Schatten deutscher Geschichte. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus und der DDR-Vergangenheit in der Bundesrepublik. Aus dem Niederländischen von Christoph Strupp. SH, Vierow bei Greifswald 1995, ISBN 3-89498-015-X.
  • mit Harald Fühner (Hrsg.): Deutschland im Superwahljahr 1994. Beobachtungen aus deutscher, niederländischer und französischer Sicht. Van Gorcum, Assen 1994, ISBN 90-5031-039-7.
  • mit Bernd Müller (Hrsg.): Kannitverstan? Deutschlandbilder aus den Niederlanden (= Agenda Zeitlupe. Band 6). Agenda, Münster 1995, ISBN 3-929440-63-6.
  • Vom Feind zum Partner. Die Niederlande und Deutschland seit 1945. Mit einem Vorwort von Wolfgang Clement. Agenda, Münster 2000, ISBN 3-89688-072-1.(Originaltitel Van vijand tot bondgenoot. Aus dem Niederländischen von Christoph Strupp und Anne Wielenga-Flohr.)
  • mit Ilona Riek: Niederlande- und Belgienforschung in der Bundesrepublik Deutschland. Waxmann, Münster 2003, ISBN 3-8309-1250-1.
  • mit Ilona Taute (Hrsg.): Länderbericht Niederlande. Geschichte – Wirtschaft – Gesellschaft. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2004, ISBN 3-89331-483-0.
  • Die Niederlande. Politik und politische Kultur im 20. Jahrhundert. Waxmann, Münster/New York/München/Berlin 2008, ISBN 978-3-8309-1844-8.
  • mit Florian Hartleb (Hrsg.): Populismus in der modernen Demokratie. Die Niederlande und Deutschland im Vergleich. Waxmann, Münster 2011, ISBN 978-3-8309-2444-9.
  • mit Duco Hellema, Markus Wilp: Radikalismus und politische Reformen. Beiträge zur deutschen und niederländischen Geschichte in den 1970er Jahren. Waxmann, Münster 2012, ISBN 978-3-8309-2751-8.
  • Geschichte der Niederlande. Aus dem Niederländischen von Annegret Klinzmann. Reclam, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-15-010893-2. 4. Auflage 2026.
  • mir Markus Wilp (Hrsg.): Die Niederlande. Ein Länderbericht. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2015, ISBN 978-38389-0624-9.
  • mit Carla van Baalen, Markus Wilp (Hrsg.): Eine zersplitterte Landschaft. Beiträge zur Geschichte und Aktualität niederländischer politischer Parteien. Amsterdam University Press, Amsterdam 2018, ISBN 978 94 6298 849 1.
  • Auf der Suche nach Stabilität. Die Niederlande während der Balkenende-Jahre 2002–2010. Unter Mitarbeit von Markus Wilp und Kees van Paridon. Waxmann, Münster 2023, ISBN 978-3-8309-4691-5. (Originaltitel Op zoek naar stabiliteit. Nederland tijdens de Balkenende-jaren 2002–2010. Aus dem Niederländischen von Gerd Busse und Annegret Klinzmann).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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