Fritz Gabriel Bauer
Fritz Gabriel Bauer (* 6. Juni 1941 in Wien; † 17. November 2021<ref name="orf3129626">Oscar-Preisträger Fritz Gabriel Bauer ist tot. In: ORF.at. 17. November 2021, abgerufen am 17. November 2021.</ref><ref>Kamera-Tüftler und Oscar-Preisträger Fritz Gabriel Bauer ist tot. In: diepresse.com. 17. November 2021, abgerufen am 18. November 2021.</ref><ref>Gabriel Bauer: Ehrenmitglieder, In Memoriam † 17.11.2021. In: aacamera.org. 17. November 2021, abgerufen am 18. November 2021.</ref>) war ein österreichischer Ingenieur und Kamerabauer. Er wurde mit drei Oscars für Wissenschaft und Entwicklung ausgezeichnet.
Werdegang[Bearbeiten]
Bauer absolvierte eine Höhere Technische Lehranstalt in Wien und arbeitete als technischer Zeichner in einem Konstruktionsbüro.<ref>Fritz Gabriel Bauer verstorben: Der Held hinter der Kamera. In: aacamera.org. 17. November 2021, abgerufen am 18. November 2021.</ref> 1960 inskribierte er das Studium für Bühnenbild bei Caspar Neher an der Akademie der bildenden Künste Wien und wurde Nehers Assistent. Nach dessen Tod 1962 arbeitete er als Bühnentechniker an der Wiener Staatsoper und ging 1964 mit dem Regisseur Axel Corti nach Oberhausen, als dieser dort die Theaterleitung erhielt.<ref name="wienerzeitung">Werner Schandor: Der Held hinter der Kamera. In: wienerzeitung.at, 16. Dezember 2017, abgerufen am 18. November 2021.</ref> Ab Mitte der 1960er-Jahre hat Bauer Bühnenbauten für Opern- und Konzertfilme von Herbert von Karajan kameratauglich gemacht.
Entwicklung der Moviecam[Bearbeiten]
1969 gründete Bauer gemeinsam mit dem Kameramann Walter Kindler in Wien die Produktionsfirma Moviegroup, die auf Werbefilme und Filmsynchronisationen spezialisiert war.<ref>Modern Motion Picture Cameras. In: cinematographers.nl. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Juli 2022; abgerufen am 9. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In den 1970er-Jahren entwickelte Bauer die Moviecam, eine kleine, leichte Kamera, die sich für den Einsatz als Schulterkamera eignete. Die Weiterentwicklungen Moviecam 2, Moviecam SuperLight (SL) und Moviecam Compact kamen bei zahlreichen Hollywoodproduktionen zum Einsatz – unter anderem bei Filmen von Stanley Kubrick, Steven Spielberg und Quentin Tarantino.<ref name="wienerzeitung"/> Die Kameras wurden 1988, 1994 und 2000 jeweils mit einem Technik-Oscar ausgezeichnet. Die Jurybegründung 2000 lautete: “The quiet Moviecam Superlight is an extremely small and light 35mm professional motion picture sound camera which allows the cinematographer to film in ways and situations that were never before possible.”<ref name = "oscars">The 72nd Scientific & Technical Awards 1999_2000. In: oscars.org. 4. März 2000, abgerufen am 18. November 2021.</ref> 1997 wurde Moviecam von ARRI übernommen. Bauer war maßgeblich an der Entwicklung des Nachfolgemodells der Arriflex beteiligt: Die Arricam kam 2000 auf den Markt.
2010 brachte Fritz Gabriel Bauer unter dem Namen Easy Focus ein Autofokussystem für Kinokameras zur Marktreife.<ref>The Black and Blue, abgerufen am 9. Februar 2018.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- Oscar für Wissenschaft und Entwicklung 1988<ref>Die Öscars, abgerufen am 9. Februar 2018.</ref>
- Oscar für Wissenschaft und Entwicklung 1994
- Oscar für Wissenschaft und Entwicklung 2000<ref name = "oscars"/>
- Time Emmy Award for Outstanding Achievements in Engineering Development for the Moviecam Superlight 2000<ref>APA OTS vom 24. Juli 2000, abgerufen am 9. Februar 2018.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Werner Schandor: Der Held hinter der Kamera. In: wienerzeitung.at, 16. Dezember 2017.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bauer, Fritz Gabriel |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Ingenieur und Kamerabauer |
| GEBURTSDATUM | 6. Juni 1941 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 17. November 2021 |
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