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Fritz Tomann

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Grabdenkmal auf dem Friedhof St. Leonhard in Graz
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Schubertstraße 45 (Graz)
Datei:Herdergasse 24.jpg
Herdergasse 24 (Graz)

Fritz Tomann, eig. Friedrich Tomann, (* 4. Juli 1890 in Preßburg; † 21. Dezember 1955 in Graz) war ein österreichischer Offizier und Ritter des Militär-Maria-Theresien-Ordens.

Leben[Bearbeiten]

Er diente während des Ersten Weltkriegs im k.u.k. Infanterieregiment „Graf von Khevenhüller“ Nr. 7. 1915 hat er als Oberleutnant den Österreichisch-kaiserlichen Orden der Eisernen Krone 3. Klasse mit Kriegsdekoration erhalten.<ref>Hof- und Staatshandbuch der österreichisch-ungarischen Monarchie für das Jahr 1916, Wien 1916, S. 102, Druck und Verlag der k.k. Hof- und Staatsdruckerei.</ref> In der k. u. k. Armee war Tomann zuletzt Major. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde ihm vom Ordenskapitel des Militär-Maria-Theresien-Ordens das Ritterkreuz dieses Ordens für seine Tapferkeit als Kompaniekommandant und Oberleutnant bei Gefechten in Iwanse am Dnestr am 15. Juli 1915 zugesprochen.<ref>Die Theresien-Ritter des Weltkrieges. In: Danzers Armee-Zeitung, 7. September 1923, S. 2 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/daz</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg diente er im steirischen Kontingent des Österreichischen Bundesheeres.<ref>Theresienritter Mjr. Tomann. In: Danzers Armee-Zeitung, 3. November 1922, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/daz</ref> 1921 wurde Tomann im legitimistischen Corps Danubia Graz aktiv.<ref>Kösener Corpslisten 1996, 30/10</ref> Er studierte an der Universität Graz Staatswissenschaften und promovierte 1923.<ref>Kameradschaft und Tradition. Promotion eines Maria-Theresien-Ritters. In: Danzers Armee-Zeitung, 27. Juli 1923, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/daz</ref> Seit 1925 gehörte er dem Verwaltungsrat der Steirerversicherung an und wurde deren Generaldirektor. Nach dem Anschluss wurde er 1939 wegen Bilanzmanipulationen bei der Steirerversicherung angeklagt<ref>Der Prozeß gegen Dr. Tomann. Passive Bilanz wurde „aktiv“ gemacht. In: Völkischer Beobachter, 4. Juni 1939, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/vob</ref> und am 14. Mai 1939 zu einer 3½-jährigen Kerkerstrafe verurteilt.<ref>Das Urteil über den Generaldirektor der Steirerversicherung. In: Agrarische Post, 24. Juni 1939, S. 12/13 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/agp</ref><ref>Die Mißwirtschaft bei der Steirer-Versicherung. In: Das kleine Volksblatt, 15. Juni 1939, S. 10/11 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dkv</ref>

1930 erwarb er eine Villa in Graz, Schubertstraße 45,<ref>Veränderungen im Grazer Hausbesitz. In: Grazer Tagblatt, 2. April 1930, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gtb</ref> diese musste später verkauft werden und die Familie zog in die Herdergasse 24 um, wo heute seine Enkelin Monika Specht-Tomann mit ihrer Familie wohnt. Er besaß ab 1933 das Forstgut Hahnenschloss am Herzogberg bei Edelschrott.<ref>Weststeirische Volkszeitung vom 31. Dezember 1955 Beilage Steirische Landesbibliothek</ref><ref>SO-Tagespost vom 23. Dezember 1955 S. 8; Steirische Landesbibliothek</ref> Seine späteren Jahre verbrachte er zumeist am Herzogberg, wo er als Gutsbesitzer lebte. Er war verheiratet und hatte zwei Töchter sowie einen gleichnamigen Sohn; dieser hat später das Forstgut übernommen. Tomann ist am Friedhof St. Leonhard in Graz beigesetzt. Auf dem Grabstein wird er als Fritz Freiherr von Tomann genannt – ein Titel, der ihm zu Zeiten der k.u.k. Monarchie als Ritter des Militär-Maria-Theresien-Ordens zugestanden hätte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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