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Fritz Zollinger

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Datei:Fritz Zollinger 2023.jpg
Fritz Zollinger, 2023

Fritz Zollinger (* 4. August 1949 in Basel) ist ein Schweizer Kulturingenieur und Leiter des von ihm gegründeten Zirkus Otelli in Otelfingen.

Zur Person[Bearbeiten]

Fritz Zollinger, Sohn des ETH-Professors für Chemie Heinrich Zollinger, studierte von 1969 bis 1974 Kulturtechnik an der ETH Zürich. Er arbeitete lange Zeit in leitender Stellung in der Verwaltung des Kantons Zürich im Bereich Landwirtschaft und Umwelt. 2015 wurde er aufgrund seines Engagements als Leiter des Zirkus Otelli zum Ehrenbürger von Otelfingen ernannt.<ref>Zirkusdirektor ist nun Ehrenbürger. In: Zürcher Unterländer, 21. September 2015</ref> Zollinger ist Autor zahlreicher wissenschaftlichen Publikationen auf dem Fachgebiet Kulturtechnik sowie von Büchern im Umfeld unter anderem des Zirkus. Von 1980 bis 1990 war er Chefredaktor der Schweizerischen Circus-Zeitung Manege. Neben dem Zirkus begeistern ihn die Fliegerei, insbesondere die Swissair-Jumbos,<ref>«Der A380 ist ein plumper Stumpen» Fritz Zollinger ist verliebt – in den Jumbo-Jet. In: 20 Minuten, 19. Januar 2010.</ref> das Drehorgelspiel und anderes mehr. Zollinger ist aktiver Alphornbläser und engagierte sich für Umweltfragen – und als überzeugter Freimaurer – Soziales, Zusammenführen von Menschen und Fachdisziplinen<ref>Landschaft als interdisziplinäre Zukunftsaufgabe. In: Schweizerische Bauzeitung TEC21, Ausgabe 12/2017, ISBN 978-3-86922-492-3.</ref> sowie im Leiten und im Motivieren von Teams.

Kulturtechnische Tätigkeit[Bearbeiten]

Nach dem Studium der Kulturtechnik an der ETH in Zürich assistierte Zollinger bei Herbert Grubinger am Institut für Kulturtechnik. Ein Einsatz für die Food and Agriculture Organisation of the United Nations (Forschungsgesellschaft für vorbeugende Naturgefahren-Prävention<ref>Deutschsprachige Homepage der Forschungsgesellschaft für vorbeugende Naturgefahren-Prävention INTERPRAEVENT</ref>) in Nepal sowie die Dissertation an der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETH folgten. In der Verwaltung des Kantons Zürich leitete er von 1987 bis 1989 die von ihm neu gegründete Fachstelle Bodenschutz. Von 1990 bis 1998 führte er das Meliorations- und Vermessungsamt, wo z. B. das Geografische Informationssystem des Kantons Zürich<ref>Geografisches Informationssystem des Kantons Zürich</ref> geschaffen wurde. Zollinger leitete von 2001 bis zu seiner Pensionierung 2014 die Abteilung Landwirtschaft im Amt für Landschaft und Natur in der Baudirektion des Kantons Zürich. Er engagierte sich für die Anliegen einer vorausschauenden Planung und einen pfleglichen Umgang mit der Umwelt auch ausserhalb der Verwaltung so z. B.:

Zirzensische Tätigkeit[Bearbeiten]

In den fünfziger Jahren organisierte Zollinger zusammen mit seinen Brüdern und Nachbarsbuben seine ersten Zirkus-Inszenierungen. Trotz ihrer Skepsis gegenüber seinen Zirkusträumen und seinem Berufswunsch Zirkusdirektor, ermöglichten seine Eltern, dass er 1968/1969 nach der Matura einen Teil der Tournee des Circus Knie als «Mädchen für alles» mitmachen konnte. Er lernte später autodidaktisch jonglieren, Rola-Rola, Seiltanz, Balancieren u. v. a.<ref>Seit Kindesalter mit dem Zirkus-Virus infiziert. In: Aargauer Zeitung, 30. Oktober 2015.</ref>

Zollinger faszinieren am Zirkus die Gegensätze zwischen dem Zauber der Manege und der harten Arbeit hinter den Kulissen, zwischen der Präzision der Akrobaten und der Tollpatschigkeit der Clowns, zwischen dem unsteten Leben der Artisten und dem Sesshaften der Zuschauer<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.beobachter.chAugenzeuge Fritz Zollinger «Mein Herz schlägt für den Zirkus» (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) Beobachter, Artikel vom 10. Juni 2004</ref>.

Zirkus Zolli[Bearbeiten]

Datei:Zirkus Zolli 1.jpg
Zirkus Zolli,
1977

Ein Familienfest motivierte Zollinger 1973 zur Zusammenstellung seiner ersten Zirkusnummer und zur Gründung des Einmann-Zirkus Zolli. Später wurden daraus verschiedene Darbietungen und schliesslich ein abendfüllendes Programm. Auftritte an Festen, Hochzeiten, Geburtstagen, in Altersheimen, Schulen und Kindergärten motivierten Zollinger dazu, nicht nur zu unterhalten, sondern auch die Zuschauer einzubeziehen. Schliesslich arbeitete er mit Kindern.

Zirkus Otelli[Bearbeiten]

Datei:Zirkus Otelli Zelt.jpg
Zirkus Otelli,
2010

Nach einem Zirkusengagement 1985 am Dorffest in Otelfingen gründete Fritz Zollinger 1986 zusammen mit Madeleine Häfele den Jugendzirkus Zirkus Otelli, der in der Gemeinde Otelfingen bis heute jährlich Aufführungen gibt. Beispiele von Medienberichten über Zollinger und den Zirkus Otelli:

2015 inszenierte Zollinger als Autor zusammen mit Hannes Diggelmann als Komponist das Circusical Das gaht nöd: Das git’s nöd, das neben dem Zirkus Otelli auch im Circus Monti aufgeführt wurde.

Publikationen[Bearbeiten]

Zollinger war und ist publizistisch aktiv. So war er 1980 – 1990 Chefredaktor der Schweizer Circus-Zeitung *manege* und 1976 – 1987 Fachredaktor der Zeitschrift «Vermessung, Photogrammetrie und Kulturtechnik». In diesen Funktionen und später verfasste er über 30 wissenschaftliche Fachpublikationen und dutzende Artikel über die Welt des Zirkus.

Wissenschaftlichen Publikationen im Fachgebiet Kulturtechnik[Bearbeiten]

Beispiele:

Publikationen im Umfeld Zirkus und anderes[Bearbeiten]

Beispiele:

Siehe auch[Bearbeiten]

Datei:Circusical im Zirkus Otelli 2015 Notenschlüssel.jpg
Mit der Kombination von Notenschlüssel und Zirkusakrobatik wird symbolhaft der Begriff «Zirkusmusical» veranschaulicht als Mischung von Zirkus und Musical, von Fritz Zollinger Circusical genannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Fritz Zollinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />