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Fritzing

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fritzing

colspan="2" class="notheme" style="text-align:center; background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Datei:Fritzing icon (new).svg
Datei:Fritzing breadboard view (sim).png
Screenshot von Fritzing 1.0.5 aufgenommen in Windows 11
Basisdaten

Maintainer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Entwickler Interaction Design Lab Potsdam
Erscheinungsjahr Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Aktuelle Version Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
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Betriebssystem macOS, Linux, Windows
Programmier­sprache C++
Kategorie EDA
Lizenz Quellcode: GNU GPLv3; Dokumentation und Breadboard-Grafiken: CC-BY-SA<ref name="faq">FAQ der Projektwebseite. Abgerufen am 29. Dezember 2014</ref>
deutschsprachig ja
fritzing.org

github.com/fritzing/fritzing-app

Fritzing ist eine Open Source Initiative zur Entwicklung von CAD-Software für Amateur- und Hobbyanwender im Bereich der Elektronikentwicklung. Ziel ist es, Designerinnen und Künstlerinnen zu unterstützen, aus Prototypen dauerhaft nutzbare Schaltungen zu erstellen. Die Software wurde an der Fachhochschule Potsdam entwickelt. Fritzing ist freie Software unter der GPL-3.0-oder-neuer-Lizenz. Der Quellcode ist auf GitHub verfügbar, während die Binärdateien kostenpflichtig angeboten werden – was unter der GPL erlaubt ist.

Ziele[Bearbeiten]

Datei:Fritzing schematic view.jpg
Fritzing Schaltplan-Ansicht

Die Software wurde inspiriert durch die Programmiersprache Processing und den Mikrocontroller Arduino<ref>Thomas Gläser: Hardware-Hacking: So baut man einen Tentakel-Roboter für 100 Euro</ref>. Sie ermöglicht es Designern, Künstlern, Forschern oder Hobbyisten, ihren auf Arduino basierenden Prototyp zu dokumentieren und ein PCB-Layout für die Fertigung zu erstellen. Die zugehörige Website hilft den Nutzern, Entwürfe und Erfahrungen zu teilen und zu diskutieren sowie die Herstellungskosten zu senken.

Fritzing kann als ein Werkzeug zur EDA für Nicht-Ingenieure gesehen werden: Das Eingabemetapher ist inspiriert von der Arbeitsumgebung von Designern (der Breadboard-basierte Prototyp), während die Ausgabe auf zugängliche Produktionsmittel ausgerichtet ist. Seit dem 2. Dezember 2014 verfügt Fritzing über eine Code-Ansicht, in der man Code ändern und direkt auf ein Arduino-Gerät hochladen kann.<ref>André Knörig: https://blog.fritzing.org/2014/12/02/its-fritzmas-new-fritzing-code-view-release-and-a-little-present</ref>

Komponentenbilder werden unter CC BY-SA 3.0 verteilt, was auch die Lizenz für alle generierten Breadboard-Ansichten ist.

Nach der Fertigstellung einer Schaltung in Fritzing kann man diese über implementierte Funktionen als Steckplatinenansicht, Schaltplanansicht oder Leiterplattenansicht in Form von JPEG-, PNG- oder SVG-Grafiken exportieren und veröffentlichen. Über eine Schaltfläche im GUI kann man seine Schaltung auch direkt auf der Webseite von Fritzing veröffentlichen. Außerdem kann man mit der Software Teilelisten und Dokumente für das Ätzen von Leiterplatten erstellen.

Sonstige Leistungen[Bearbeiten]

Fritzing Creator Kit[Bearbeiten]

Im Onlineshop der Webseite ist es möglich, das „Fritzing Creator Kit“ zu erwerben. Dabei handelt es sich um ein Set aus verschiedenen elektronischen Bauteilen, je nach Ausführung auch mit einem Arduino-UNO-Board, und einem Buch, in dem verschiedene Experimente erklärt werden, die Mithilfe des Sets durchgeführt werden können. Das Fritzing Creator Kit ist derzeit in englischer und deutscher Sprache erhältlich. Zielgruppe des Sets sind insbesondere Jugendliche ab 12 Jahren, die mithilfe des Fritzing Creator Kits in die Welt der Elektronik eintauchen sollen.<ref>Fritzing Creator Kit auf der Projektwebseite. Abgerufen am 14. Dezember 2014</ref><ref>Test des Fritzing Creator Kits auf golem.de. Abgerufen am 14. Dezember 2014</ref>

Fritzing Fab[Bearbeiten]

Innerhalb der Fritzing-Benutzeroberfläche gibt es die Möglichkeit, die eigene erstellte Schaltung in der Leiterplattenansicht zu exportieren und diese an die „Fritzing Fab“ zu senden, die aus der exportierten Datei eine Leiterplatte herstellt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Fritzing Fab (Memento vom 14. Dezember 2014 im Internet Archive) auf der Projektwebseite. Abgerufen am 14. Dezember 2014</ref>

Entwicklungsstopp 2016–2019[Bearbeiten]

Von 2016 bis 2019 wurde die Entwicklung für Version 0.9.4 eingestellt, hauptsächlich weil die Einnahmen von Fritzing zurückgingen. Vor 2016, als Fritzing 0.9.3b (Juni 2016) veröffentlicht wurde, waren Spenden nicht verpflichtend, sodass nur wenige Nutzer, die Fritzing herunterluden, spendeten. Einige Nutzer wünschten sich jedoch eine Fortsetzung der Entwicklung.

Schließlich organisierte Aisler im Jahr 2019 ein Entwicklungsteam für Fritzing<ref>"...thanks to the folks at Aisler (the Fritzing fab.) Their CTO arranged for a development team to get started..." https://forum.fritzing.org/t/0-9-4-released/7840/3</ref> und startete eine Initiative, um einen Maintainer für Fritzing zu finden, worauf Kjell Morgenstern reagierte.<ref>Kjell Morgenstern: "2019 startete Aisler eine Initiative, um einen Maintainer für Fritzing zu finden, auf die ich reagierte." https://forum.fritzing.org/t/can-t-find-source-code/19723/7</ref> Version 0.9.4 wurde veröffentlicht, zusammen mit einer neuen Roadmap.<ref>Fritzing 2019 Roadmap · Issue #3443 · fritzing/fritzing-app. Abgerufen am 3. Mai 2019.</ref> Seitdem sind Spenden verpflichtend, mit der Möglichkeit, entweder 8 € oder 25 € zu spenden.<ref>Kjell Morgenstern: "Fritzing wird von Lehrern und Schülern, Makern, Neugierigen und Fachleuten verwendet, die in anderen Disziplinen als der Elektronik ausgebildet sind. Deshalb funktioniert eine Servicegebühr von 8 Euro." https://forum.fritzing.org/t/can-t-find-source-code/19723/7</ref>

Simulator[Bearbeiten]

Datei:LED Sim bb.png
Breadboard-Ansicht einer LED (simuliert mit dem Fritzing-Simulator in Version 0.9.10)
Datei:Fritzing breadboard 555 IC astable.gif
555-IC-Astable-Schaltung (simuliert mit dem Transitory Simulator in Version 1.0.5)

Seit Version 0.9.10 verfügt Fritzing über einen einfachen Simulator, der in Version 1.0.0 den Beta-Status verlassen hat. Das Hauptziel des Simulators ist es, Einsteigern die Elektronik zu vermitteln, und Fritzing Version 0.9.10 unterstützt nur die Analyse von Gleichstromschaltungen. Der Simulator funktioniert in den Breadboard- und Schaltplan-Ansichten. Außerdem überprüft er, ob die Bauteile innerhalb ihrer Spezifikationen arbeiten (ansonsten erscheint ein Rauchsymbol). Der Simulator stellt Multimeter zur Verfügung, um Spannungen und Ströme zu messen, und versucht, eine realistische Laborsituation nachzubilden.

Der Simulator wurde in Fritzing 1.0.0 offiziell unterstützt, und seitdem wurden Verbesserungen vorgenommen.

Der Transientenmodus für Simulationen (oder Übergangssimulation) wurde ebenfalls veröffentlicht, befindet sich jedoch noch in der Beta-Phase und ist nur im Debug-Modus von Fritzing aktiviert.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Fritzing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />