Froschmühle (Neuendettelsau)
Froschmühle Gemeinde Neuendettelsau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(5)&title=Froschm%C3%BChle 49° 18′ N, 10° 47′ O
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| Höhe: | 410 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 15 ha | |||||
| Einwohner: | 5 (31. Dez. 2013)<ref name="Neuendettelsau"/> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 33 Einwohner/km² | |||||
| Postleitzahl: | 91564 | |||||
| Vorwahl: | 09874 | |||||
Lage von Froschmühle in Neuendettelsau
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Froschmühle (fränkisch: Fruhsch-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 79. Dort folgendermaßen transkribiert: „frūschmíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neuendettelsau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Froschmühle liegt in der Gemarkung Neuendettelsau.<ref>Webkarte. ALKIS-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. September 2024.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Die Einöde liegt am Froschmühlbach (Froschwasser), einem rechten Zufluss der wenig unterhalb seines Zuflusses in die Aurach mündenden Heiligenbächls. Ein Anliegerweg führt zur Kreisstraße AN 14 (0,3 km südöstlich), die nach Neuendettelsau (Ortsmitte 1,4 km südlich) bzw. zur Staatsstraße 2410 (0,15 km nordöstlich) verläuft.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
200 Meter südlich des Ortes gab es eine Siedlung der Jungsteinzeit, heute ein Bodendenkmal. Die Mühle wurde 1528 erbaut von Sebastian von Eyb zu Dettelsau auf einer ehemals zum Geichsenhof gehörigen Wiese. Ursprünglich hieß sie einfach die „Neue Mühle“. Seit 1685 ist der Name „Froschmühle“ bezeugt.<ref>M. Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. S. 358 f.</ref> Nach Aussagen der Besitzer soll sie zeitweise auch „Hundemühle“ geheißen haben, weil dort angeblich herrschaftliche Hunde gehalten wurden.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 79.</ref>
In den Oberamtsbeschreibungen des Fürstentums Ansbach von Johann Georg Vetter aus dem Jahr 1732 wurde der Ort folgendermaßen beschrieben: „FroschMühl, Eine Adelich Crailsheiml. nach Rügland gehörige Mühl, ist nach Neuendettelsau gepfarrt und des Zehendens, weil keine Feldgüther darzugehören, befreyt. Die Vogtey inner Etter gehört dem Herrn von Crailsheim, außer Etter aber stehet solche nebst der hochfraischlich hohen Obrigkeit dem allhiesigen Oberamt Windspach zu.“<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Rep 120/II Nr. 69 III Oberamt Windspach, S. 67. Zitiert nach M. Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. S. 358.</ref> Von 1793 bis 1823 kaufte Johann Lingmann, der Besitzer der Mühle, knapp 20 Tagewerk Feld dazu.<ref>M. Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. S. 359.</ref>
Ursprünglich gehörte die Froschmühle zur Realgemeinde Neuendettelsau, unter der preußischen Verwaltung wurde sie jedoch 1796 Aich zugeschlagen und erhielt die Haus-Nr. 1 des Ortes Aich. Sie hatte auch zu dieser Zeit das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim als Grundherrn.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 827.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref name="J976">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 976.</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 2, Sp. 228.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Froschmühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 405 (Digitalisat).</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Froschmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Aich und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Aich zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 963.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Froschmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Altendettelsau umgemeindet.<ref>Nach M. Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter, S. 358 soll bereits 1806 die Gemeinde Altendettelsau bestanden haben, zu der Froschmühle zählte.</ref> Am 1. Januar 1972 wurde die Froschmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neuendettelsau umgegliedert.<ref>Neuendettelsau > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 30. Oktober 2024.</ref><ref name="J976"/>
Die Mühle ist mittlerweile stillgelegt. Die Wasserkraftnutzung wurde durch eine wartungsfreie, etwa fünf Kilowatt leistende solarelektrische Anlage ersetzt.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Froschmühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Nikolai (Neuendettelsau) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Franziskus (Neuendettelsau) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 12. März 2023.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Froschmühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 228 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 79.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Manfred Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. Dissertation. Erlangen 2009, DNB 998940933, S. 358–359 (PDF; 11,1 MB).
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Froschmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Froschmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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