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Fucose

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Strukturformel
Struktur von Fucose
Fischer-Projektion, offenkettige Darstellung
Allgemeines
Name Fucose
Andere Namen
  • 6-Desoxy-Galactose
  • Methylpentose
  • L-(−)-Fucose
  • (2R,3S,4S,5R)-2,3,4,5-Tetrahydroxyhexanal (D-Fucose)
  • (2S,3R,4R,5S)-2,3,4,5-Tetrahydroxyhexanal (L-Fucose)
  • Vorlage:SNFG-Symbol
Summenformel C6H12O5
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="Thermofisher" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 444863
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse 164,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

128–141 °C<ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref>

Löslichkeit

löslich in Wasser und Ethanol<ref>Eintrag zu Fucose. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref><ref name="SigmaL">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Fucose (kurz: Fuc, nicht zu verwechseln mit Fructose) ist ein Monosaccharid und eine der essentiellen Zuckerarten, die für die Zell-Zell-Kommunikation benötigt werden. Sie wird auch Methylpentose genannt, da sie ein Desoxyzucker ist und somit statt einer Methylolgruppe nur eine Methylgruppe in Position 6 hat. Fucose kommt in zwei enantiomeren Formen vor: L-Fucose (auch Isodulcit) und D-Fucose. Die L-Form ist die in der Natur verbreitete (was bei Zuckerstoffen selten der Fall ist), während die D-Form ein künstlich hergestelltes Galactose-Analogon ist. Wenn in diesem Text oder in der wissenschaftlichen Literatur „Fucose“ ohne weiteren Namenszusatz (Präfix) erwähnt wird, ist L-Fucose gemeint.

Vorkommen[Bearbeiten]

Im Menschen kommt Fucose u. a. in extrazellulären Muco- und Glycoproteinen, in der Muttermilch (Bifidus-Faktor) und in Blutgruppensubstanzen (A, B und H, Lea) vor. Bei Bakterien kommt sie als antigenes Polysaccharid in der Bakterienzellwand vor. In Braunalgen und Seetang findet man Fucoidan, ein sulfatiertes Polysaccharid, das neben anderen Zuckern auch Fucose enthält.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Fucose wird industriell aus Fructose-6-phosphat biosynthetisiert.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Fucose ist ein Monosaccharid mit sechs Kohlenstoffatomen (also eine Hexose) und einer Aldehydgruppe am C1-Atom (Aldose). Im Gegensatz zu den meisten Hexosen fehlt jedoch am C6-Atom die Hydroxygruppe.

Datei:Beta L-fucose.svg
β-L-Fucose als Fucopyranose in der Sesseldarstellung.

Verwendung[Bearbeiten]

Fucose wird zur Herstellung von Fucosiden (herzwirksame Digitalisglycoside) verwendet.

Biologische Bedeutung[Bearbeiten]

Fucose kann unter anderem für eine posttranslationale Modifikation von Proteinen (Fucosylierung) durch die Fucosyltransferase verwendet werden. Bei Störungen der Fucosylierung beim Menschen treten Erkrankungen auf (Leukozytenadhäsionsdefekt Typ II). Die Verbindung kann zur Therapie der Krankheit verwendet werden.<ref>Rätselhafte Krankheiten (Quarks & Co 19. Januar 2010) ab Minute 26:00</ref> Ein genetischer Defekt, der das Nichtbilden von Fucose zur Folge hat, führt neben einigen Schäden zu einer Unempfindlichkeit gegenüber Rizin.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Die Abspaltung von Fucose von Proteinen wird durch die α-L-Fucosidase im Lysosom gewährleistet. Kann Fucose durch einen Gendefekt nicht abgespalten werden, kommt es zur Fucosidose.

Weblinks[Bearbeiten]

[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Fucose – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein