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Funkien

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Funkien
Datei:Hosta Bressingham Blue.JPG

Hosta Cultivar 'Bressingham Blue'

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)
Gattung: Funkien
Wissenschaftlicher Name
Hosta
Tratt.

Die Funkien (Hosta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tratt., Synonym: Funkia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Spreng.), auch Herzblattlilien genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae) innerhalb der Familie der Spargelartigen (Asparagaceae). Die meisten Arten stammen ursprünglich aus Japan und dem angrenzenden asiatischen Raum, also China, Korea und Russland.

Die Gattung ist nach dem deutschen Botaniker und Apotheker Heinrich Christian Funck (1771–1839) benannt<ref>Funkie im Lexikon von Spektrum.de, abgerufen am 1. August 2022.</ref> beziehungsweise nach dem österreichischen Botaniker und Leibarzt Nicolaus Thomas Host (1761–1834).

Beschreibung[Bearbeiten]

Hosta-Arten wachsen als ausdauernde, krautige Pflanzen. Sie bilden horizontale, große, kurze, oft verzweigte Rhizome; manchmal bilden sie Ausläufer. Sie bringen viele grundständige, spiralig angeordnete Laubblätter mit langen Blattstielen hervor. Es kann vorkommen, dass sich neue Hosta-Sorten bilden, die andere Blattfarben besitzen, sogenannte Sports.

Der Schaft des Blütenstandes ist meist mit einigen sitzenden, hochblattartigen Blättern besetzt. Der endständige, traubige Blütenstand enthält wenige bis viele Blüten und grüne bis weiße Hochblätter. Die zwittrigen, dreizähligen Blüten haben einen kurzen Blütenstiel. Die sechs weißen bis blauen oder violetten Blütenhüllblätter sind röhrig bis glockenförmig verwachsen. Die sechs Staubblätter sind meist frei, selten mit dem Grund der Blütenhüllblätter verwachsen. Es werden Kapselfrüchte mit vielen schwarzen geflügelten Samen gebildet.

Datei:Hosta capitata2UME.jpg
Hosta capitata
Datei:Hosta longipes2.jpg
Hosta longipes
Datei:Hosta plantaginea Funkia babkowata 01.jpg
Lilien-Funkie (Hosta plantaginea)
Datei:Hosta rectifolia Junco1b.UME.jpg
Hosta rectifolia
Datei:Hosta ventricosa1Tadesse.jpg
Blüte der Glocken-Funkie (Hosta ventricosa)

Arten[Bearbeiten]

Es gibt etwa 22 Hosta-Arten<ref name="WCSP" />:

Nutzung als Zierpflanze[Bearbeiten]

Funkien werden insbesondere als Blattschmuckstauden eingesetzt und gelten als wichtige Elemente schattiger bzw. halbschattiger Gartenbereiche auf frischen Böden, lassen sich aber auch in Kübeln pflanzen. Alle Arten und Sorten sind winterharte Stauden, die auch in Mitteleuropa gut gedeihen, sie sind anspruchslos und robust. Dies hat dazu beigetragen, dass die Funkie vom Bund deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres 2009 gewählt wurde.<ref name="BdS" /><ref name="jls" />

Die Blätter sind vielfach gefärbt (gelb, blau, grün) und gemustert (z. B. panaschiert). Die ursprünglich große Bedeutung der Arten ist gegen Ende des 20. Jahrhunderts aufgrund der immer zahlreicher werdenden Sorten gesunken.<ref name="jls" />

Vermehrung[Bearbeiten]

Reine Arten werden üblicherweise durch die durchaus frostharten Samen vermehrt, Sorten hingegen eher vegetativ, meist durch Teilung. Professionelle Gärtnereien in den USA, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland gehen allerdings vermehrt zu Gewebekultur über.<ref name="jls" />

Schädlinge und Krankheiten[Bearbeiten]

Hostas werden gerne von Nacktschnecken angefressen.

Hostas können von verschiedenen Viren infiziert werden. Dabei spielt insbesondere das 1996 entdeckte Hosta Virus X (HVX) eine Rolle.<ref name="hvx" />

Bilder[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Chen Xinqi, David E. Boufford: Hosta. In: , online (engl.).
  • Frederick H. Utech: Hosta. In: , online (engl.).
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2: Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Fritz Köhlein: Hosta (Funkien). Ulmer Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-8001-6513-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="BdS"> Hosta – Staude des Jahres 2009. Bund deutscher Staudengärtner.</ref> <ref name="jls"></ref> <ref name="hvx">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Hosta Virus X. Blogbeitrag im Gärtner-Blog, 28. Juni 2009 (Memento vom 11. August 2015 im Internet Archive).</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Funkien (Hosta) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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