Fusiforme Zelle
Als fusiforme Zelle oder Spindelzelle<ref>Spindelzelle. In: Lexikon der Neurowissentschaften auf spektrum.de. Abgerufen am 30. September 2026.</ref> (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet man allgemein und rein morphologisch eine spindel- oder lanzettenförmige Zelle mit zugespitzten Enden.
Anatomie[Bearbeiten]
Im Nervensystem sind dies spindelförmige Nervenzellen mit polarisierter Ausbreitung der Dendriten und meist eher kurzem Axon (d. h. Zellplasmafortsätze). Eine besondere Klasse bilden dabei die sog. Fusimotoneuronen, das sind Gamma-Motoneuronen am Vorderhorn des Rückenmarks, welche die in Muskelspindeln (intrafusal) gelegenen Muskelfasern innervieren. Sie werden insgesamt als fusimotorisches System bezeichnet.
Fibrozyten werden ebenfalls als Spindelzellen bezeichnet.
Bei Vögeln werden die Thrombozyten wegen ihrer Form als Spindelzellen bezeichnet.
Pathologie[Bearbeiten]
In der Pathologie heißen generell bipolare, sich stark verjüngende Zellen mit relativ großem Kern so. Man findet sie im Spindelzellkarzinom (Carcinoma fusicellulare) sowie im benignen juvenilen Spindelzellnävus (Melanom), desgleichen im Spindelzellsarkom und im Spindelzelllipom. Auch für andere Tumoren sind Spindelzellen typisch.<ref>Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Urban & Fischer, München 2003, ISBN 3-437-15156-8, S. 656, 1733.</ref>
Pflanzen[Bearbeiten]
Fusiforme Zellen können einige hundertmal länger sein als ihre radiale Breite.<ref>Ray F. Evert: Esaus Pflanzenanatomie. Meristeme, Zellen und Gewebe der Pflanzen - Ihre Struktur, Funktion und Entwicklung. Hrsg.: Rosemarie Langenfeld-Heyser. 1. Auflage. De Gruyter, 2009, ISBN 978-3-11-020592-3, S. 313.</ref>
Fusiforme Zellen kommen auch als einer von zwei wesentliche Zelltypen im Kambium vor; dort bezeichnet man die Zellen auch als Initialen.<ref>Meristeme – Artikel der Uni Hamburg</ref> Aus ihnen gehen die Elemente des Xylems und Phloems, sowie alle übrigen, parallel zur Organachse angeordneten Zellen hervor.<ref>Murray W. Nabors: Botanik. Bafög-Ausgabe. Hrsg.: Renate Scheibe. Pearson Studium, 2007, ISBN 978-3-86894-040-4, S. 126.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />