Günter Paul
Günter Paul (* 14. Februar 1941 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Rechtsanwalt in Frankfurt am Main. Er war langjähriger Präsident des Hessischen Staatsgerichtshofes.
Leben[Bearbeiten]
Günter Paul wuchs in Frankfurt auf. Er studierte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Rechtswissenschaft. 1961 wurde Günter Paul im Corps Saxonia Leipzig recipiert.<ref>Kösener Corpslisten 1996, 150/912.</ref><ref>Das Corps war 1951–1973 in Frankfurt am Main ansässig.</ref><ref>Dr. Günter Paul erneut Präsident des Hessischen Staatsgerichtshofs. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. August 2013; abgerufen am 14. Oktober 2013.</ref> Er zeichnete sich einmal als Senior und viermal als Fuchsmajor aus. Als Inaktiver wechselte er an die Universität Hamburg. 1973 wurde er in Frankfurt zum Dr. iur. promoviert.<ref> Dissertation: Auskunftshaftung in der neueren Rechtsprechung.</ref><ref>Auskunftshaftung in der neueren Rechtsprechung. Abgerufen am 14. Oktober 2013.</ref> Nach den Examen und dem Vorbereitungsdienst ließ er sich in Frankfurt als Rechtsanwalt nieder. Bis 2011 war er zugleich Notar. Politisch ist er seit 2011 in der CDU Hessen aktiv. Anfang der 1980er Jahre war er mit der „Bürgeraktion Freie Schulwahl“ gegen eine verbindliche Förderstufe in den Klassen 5 und 6 tätig. Nach der Landtagswahl in Hessen 1987 bot ihm Walter Wallmann ein Ministeramt an. Dieses lehnte Günter Paul jedoch ab.<ref>Es geht alleine ums Recht. In: Allgemeine Zeitung. 20. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Januar 2015; abgerufen am 1. Januar 2015.</ref>
Seit 1995 ist er nichtrichterliches Mitglied des Staatsgerichtshofs des Landes Hessen. Seit dem Jahr 2003 war er, mit einer Unterbrechung, dessen Präsident.<ref>Hessischer Landtag: Protokoll der 7. Sitzung, Wiesbaden 1. April 2009. (PDF) Abgerufen am 15. Juni 2017. Seite 378 (PDF; 409 kB)</ref> Bei seiner letzten Wiederwahl im Oktober 2014 enthielten sich gegen die Tradition SPD und FDP, die Linke stimmte gegen ihn.<ref>Staatsgerichtshof nach langem Streit wieder komplett. In: faz.net. 15. Oktober 2014, abgerufen am 1. Januar 2015.</ref> Im Dezember 2016 legte er sein Amt als Präsident des hessischen Staatsgerichtshofs nieder. Sein Nachfolger wurde Roman Poseck.<ref>Breite Mehrheit im Landtag: Poseck steht an der Spitze des Staatsgerichtshofs. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 25. Januar 2017, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 25. Januar 2017]).</ref> Er ist Geschäftsführer des Convents Deutscher Akademikerverbände (CDA).<ref>CDA-Vorstand 2013/14. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. August 2013; abgerufen am 14. Oktober 2013.</ref>
Als Liebhaber von Pferderennen engagiert sich Paul als Funktionär im Pferdesport.<ref>Gartenreich-Werbung auf Galopprennbahn. Mitteldeutsche Zeitung, 25. Juli 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 14. Oktober 2013.</ref> Als Präsident des Union-Klubs von 1995 bis 1998 leitete er die Galopprennbahn Hoppegarten bei Berlin.<ref>Karl-Heinz Bergmann: Flucht aus Hoppegarten. Berliner Zeitung, 11. Juli 2000, abgerufen am 14. Oktober 2013.</ref> Danach übernahm er als Präsident des Frankfurter Rennklubs die Leitung der Galopprennbahn Frankfurt. Die Insolvenz des wirtschaftlich angeschlagenen Vereins 2008 konnte er nicht mehr abwenden.<ref>Matthias Alexander, Tobias Rösmann: Rennbahn Niederrad vor der Insolvenz. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. September 2009, abgerufen am 14. Oktober 2013.</ref> Darüber hinaus war er viele Jahrzehnte Vorsitzender der Mehl-Mülhens-Stiftung, der Betreiberin des Gestüts Röttgen in Köln-Heumar,<ref>Timeline: Die Geschichte des Galopprennsports in Frankfurt. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Dezember 2013; abgerufen am 14. Oktober 2013.</ref> dieses Amt übernahm anschließend seine Tochter, Sandra Paul.
Ehrungen[Bearbeiten]
- 1988 das Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, Bundesverdienstkreuz am Bande (1998)
- Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1999)
- Hessischer Verdienstorden (März 2017)<ref>Dr. Günter Paul mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet. In: Informationsportal Hessen. Land Hessen, 13. März 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2017; abgerufen am 5. Juni 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>.
Weblinks[Bearbeiten]
- Christoph Risch: „Es geht alleine ums Recht“. Wiesbadener Tagblatt, 7. Oktober 2013, abgerufen am 14. Oktober 2013.
- Curriculum Vitae. (PDF; 30 kB) GERMAN RACING Next Generation e. V. Köln, abgerufen am 14. Oktober 2013.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Präsidenten des Staatsgerichtshofes des Landes Hessen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Paul, Günter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtsanwalt und Notar, Verfassungsrichter und Pferdesportfunktionär |
| GEBURTSDATUM | 14. Februar 1941 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
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- Präsident (Staatsgerichtshof des Landes Hessen)
- Rechtsanwalt (Deutschland)
- Notar (Deutschland)
- Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
- Träger des Hessischen Verdienstordens
- Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins
- Corpsstudent (20. Jahrhundert)
- Deutscher
- Geboren 1941
- Mann
- CDU-Mitglied