Heiliger Gürtel
Der heilige Gürtel ist der Gürtel der Jungfrau Maria, der an verschiedenen Orten als Reliquie Mariens verehrt wird.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Überlieferung nach fertigte die Jungfrau Maria den Gürtel während ihrer Schwangerschaft aus Kamelhaar selbst an und übergab ihn nach ihrer leiblichen Aufnahme in den Himmel in einer Erscheinung dem Apostel Thomas. Der Überlieferung nach war Thomas der einzige Apostel, der bei der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel nicht anwesend war. Er zweifelte an dem Ereignis wie schon an der Auferstehung Christi. Deshalb erschien Maria dem Zweifler und reichte ihm ihren Gürtel als Beweis.
Verehrung[Bearbeiten]
Die Reliquie des heiligen Gürtels der Jungfrau Maria ist eine der am meisten verehrten Reliquien der orthodoxen Christenheit.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.82.000 Moskauer stehen Schlange vor orthodoxer Reliquie ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Januar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. – (moskau.ru, Stadtjournal vom 24. November 2011)</ref><ref>Heiliger Gürtel der Jungfrau Maria in Moskau ausgestellt – Athos-Reliquie für „Wiedergeburt Rußlands“ – (Katholisches Magazin für Kirche und Kultur vom 21. November 2011)</ref> Er soll allgemein Gesundheit bewirken und vor allem ungewollt Kinderlosen zu Nachwuchs verhelfen.<ref name=":0">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die heilige Madonna soll Russland retten ( vom 7. Januar 2012 im Internet Archive) – (Kleine Zeitung vom 1. Dezember 2011)</ref>
Der heilige Gürtel wird auf dem Berg Athos (Griechenland) im Vatopedi-Kloster aufbewahrt. Er wird zeitweise andernorts zur Verehrung ausgestellt, so 2011 einen Monat lang in Russland.<ref name=":0" /> Zuletzt wurde er im Mai 2026 vom Berg Athos zur Verehrung in die serbische Hauptstadt Belgrad gebracht.<ref>Der Gürtel der Allerheiligsten Gottesgebärerin ist in Belgrad angekommen. In: UOJ. (orthodoxnews.de [abgerufen am 6. Juni 2026]).</ref>
Eine weitere Gürtel-Reliquie findet sich im Dom von Prato in der Toskana. Im Jahre 1428 wurden Donatello und Michelozzo di Bartolomeo mit der Kanzel beauftragt, die dafür bestimmt ist, an Festtagen (normalerweise fünfmal jährlich<ref>An Ostern und Weihnachten sowie am 1. Mai (Beginn des Marienmonats), 15. August (Mariä Himmelfahrt) und 8. September (Mariä Geburt). Hinzu kommen außerordentliche Reliquienweisungen, beispielsweise am 19. März 2020, als sich die Stadt Prato während der COVID-19-Pandemie Maria „anvertraute“. – Triduo, il vescovo Giovanni guida la via crucis intorno all’ospedale. A Pasqua torna l’ostensione del Sacro Cingolo. Diocesi di Prato, 8. April 2020, abgerufen am 15. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „La preziosa reliquia mariana infatti viene mostrata ogni anno per cinque volte ai fedeli: Pasqua, primo maggio (per l’inizio del mese mariano), 15 agosto per l’Assunzione di Maria, l’8 settembre (Natività di Maria) e il giorno di Natale. (...) il 19 marzo con l’ostensione straordinaria per l’affidamento a Maria della città in questa emergenza sanitaria (...)“ – Video der regulären Reliquienweisung am 8. September 2019 und der außerordentlichen am 19. März 2020 mit leerem Domplatz.</ref>) dem Volk die Sacra Cintola (heiliger Gürtel) zu zeigen. Die Capella della sacra cintola wurde von Lorenzo di Filippo zwischen 1386 und 1390 geschaffen und dient als Aufbewahrungs- und Verehrungsort für die Marienreliquie.
Reliquien des Gürtels wurden und werden außerdem in Rom, Aachen<ref>Die Aachener Reliquien – (Carus Sterne 1874, Wikisource)</ref>, Brügge, Arras, Prag, Köln und Andechs<ref>Reliquien (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) – (Kloster Andechs)</ref><ref>Der Andechser Schatz – (Rosmarie Gautier)</ref> aufbewahrt.
Ikonographie[Bearbeiten]
Im Barock war die „Gürtelspende“ ein beliebtes Motiv der christlichen Ikonographie.<ref>Gürtelspende – (BeyArs – Das grosse Kunstlexikon von P. W. Hartmann)</ref>
Jesus als Gürtelspender[Bearbeiten]
Beim Gnadenbild Maria vom Trost von St. Martin (Freiburg-Altstadt) ist die Jungfrau Maria mit einem schwarzen Ledergürtel umgürtet und das Jesuskind streckt dem Betrachter den Gürtel entgegen. Die Augustiner-Eremiten pflegten die Verehrung der Schwarzgürtel-spendenden Madonna meist in sogenannten Maria-vom-Trost-Bruderschaften und trugen den schwarzen Ledergürtel.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gnadenbild Maria vom Trost ( des Vorlage:IconExternal vom 10. April 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. – (Erzdiözese Freiburg)</ref> In Oberigling gibt es zum Beispiel eine sogenannte Maria-Trost-Gürtelbruderschaft.<ref>Die Trösterin der Desolaten – 310 Jahre Bruderschaft Maria Trost in Oberigling – (Augsburger Allgemeine vom 29. August 2011)</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
- Maria Knotenlöserin: Äußerlich ähnliche Bilddarstellung, jedoch mit anderer Bedeutung.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Holy Girdle of Morth Mariam Yoldath Aloho – (Malankara Jacobite Syrian Christian Network)
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-05
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2018-04
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-11
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