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Arras

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Arras
Datei:Blason ville fr Arras (Pas-de-Calais).svg
Arras (Frankreich)
Arras (Frankreich)
Vorlage:Karte in einer Ecke
Staat Frankreich Frankreich
Region Hauts-de-France
Département (Nr.) Pas-de-Calais (Präfektur) ()
Arrondissement Arras
Kanton Arras-1, Arras-2, Arras-3
Gemeindeverband Arras
Koordinaten 50° 17′ N, 2° 47′ OKoordinaten: 50° 17′ N, 2° 47′ O
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Höhe Vorlage:FormatNum–Vorlage:Höhe/Fmt m
Fläche –
Einwohner –
Bevölkerungsdichte
– Unité urbaine
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Postleitzahl 62000
INSEE-Code 62041
Website http://www.arras.fr/
Datei:Arras les places.jpg
Innenstadt von Arras mit den Plätzen Place des Héros mit Rathaus (links) und Grand'Place

Arras <templatestyles src="IPA/styles.css" />[aʁɑs] <phonos file="LL-Q150 (fra)-Laszlo Cárdenas (Culex)-Arras.wav"></phonos>Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. in historischem Kontext Atrecht) ist eine französische Stadt mit Vorlage:FormatNum Einwohnern (Stand ) in der Region Hauts-de-France. Sie ist Verwaltungssitz des Départements Pas-de-Calais. Eine erste urkundliche Erwähnung lässt sich auf das Jahr 407 datieren.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt in der historischen Provinz Artois nahe dem Zusammenfluss der Scarpe und des Crinchon, etwa 50 Kilometer südwestlich von Lille.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Map of Arras (1755).tif
Karte der Stadt und ihrer Wehranlage (1755)

Ursprünglich war Arras eine keltische Siedlung (Atrebatae), die vom Stamm der Viromanduer bewohnt wurde. Später wurde sie von den Römern zur Garnisonsstadt Atrebatum ausgebaut.

Bei der Teilung des Frankenreiches fiel Arras an Lothar I. In den westfränkischen Reichsannalen, den Annales Bertiniani, heißt es in Bezug auf den Vertrag von Verdun: „Außerhalb dieser Grenzen erhielt er (Lothar) bloß Arras durch die Güte seines Bruders Karl.“

Arras gehörte jahrhundertelang zur Grafschaft Flandern beziehungsweise später zu den Spanischen Niederlanden, was im Stadtbild bis heute deutlich abzulesen ist.

In dieser Zeit wurden in der Stadt mehrere Verträge geschlossen:

Von 1459 bis 1461 begingen Bürger der Stadt unter dem Namen „Vauderies d’Arras“ bekannt gewordene Denunziationen, Ketzer- und Hexenjagden, die der polnische Schriftsteller Andrzej Szczypiorski in seinem Roman Eine Messe für die Stadt Arras verarbeitete.

Ludwig Tieck hat 1831 in der Novelle "Hexensabbat" diese Ereignisse in einer klaren Gegenüberstellung der philosophisch-theologischen Differenzen erzählt. Deutlich wird dabei, wie sich fanatischer Dogmatismus und freiheitliches Denken bekämpfen und in absolutistischer Machtpolitik auflösen. Diese Novelle basiert auf den "Mémoires de Jacques Du Clercq" über die damaligen Ereignisse in Arras. (geschrieben zwischen 1448 und 1467.)

Am 6. Januar 1579 wurde in der Stadt die Union von Arras zwischen den katholisch gebliebenen südlichen Provinzen der Spanischen Niederlande geschlossen. Wirtschaftlich lebte die Stadt lange vom Handel. Große Bedeutung errang die Stadt als eines der Hauptzentren der südniederländischen Tapisserie-Herstellung. Diese Erzeugnisse aus den Manufakturen sind auch heute noch namentlich als Arrazzi bekannt.

1659 gelangte Arras durch den Pyrenäenfrieden,<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ville d'Arras; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> der den Französisch-Spanischen Krieg (1635–1659) beendete, an Frankreich. Die vom Festungsarchitekten Vauban gebauten Wehranlagen halfen, die Stadt dauerhaft unter französischer Herrschaft zu halten. Während der Französischen Revolution führte Joseph Le Bon 1793/94 die Terrorherrschaft in Arras, der mehrere hundert Menschen zum Opfer fielen.

Datei:ArrasFrance.February1919.ws.jpg
Arras, Grand'Place, 1919
Datei:James Kerr-Lawson-Arras, the Dead City (CWM 19710261-0335).jpeg
James Kerr-Lawson: Arras, the dead city, 1919. Canadian War Museum, Ottawa, Kanada – Im Jahr 1917 wurde Major James Kerr-Lawson beauftragt, die Schlachtfelder der Westfront zu besuchen und die zerstörten Städte Arras und Ypern zu malen. Das Gemälde zeigt die Ruinen der Kathedrale von Arras aus dem Jahr 1917.

Während des Ersten Weltkriegs lag Arras nahe der Front. Ab dem 6. September 1914 war die Stadt kurzfristig von deutschen Truppen besetzt, die aber noch im Verlauf des Monats an den Stadtrand zurückgedrängt wurden. Von Herbst 1914 bis 1918 fanden im Gebiet der nördlichen Vororte mehrere große Schlachten statt, so im Mai/Juni 1915 die Lorettoschlacht und die Schlacht bei Arras im April/Mai 1917.<ref>Der deutsche General Erich Ludendorff schrieb in seinen Kriegserinnerungen (Berlin 1919): „Am 6. April 1917 war für mich kein Zweifel, daß ein großer englischer Angriff bei Arras unmittelbar bevorstand. […] Die Schlacht bei Arras am 9. April bildete einen schlechten Beginn des Entscheidungskampfes in diesem Jahre“. (S. 332, 334)</ref> Die Alliierten konnten Arras gegenüber allen Angriffen der Deutschen behaupten – nicht zuletzt dank eines gigantischen, unterhalb der Stadt angelegten Tunnelsystems, in dem bis zu 24.000 Soldaten untergebracht werden konnten.<ref>Angelika Franz: Tunnelstadt unter der Hölle. In: Der Spiegel vom 16. April 2008.</ref> Die Stadt wurde während des Krieges fast völlig zerstört:<ref name=":0" /> schon am 7. Oktober 1914 brannte das Rathaus und der Belfried stürzte am 21. Oktober 1914 ein. Die Kathedrale wurde am 6. Juli 1915 zerstört. Nach dem Krieg wurde Arras in historischer Form wieder aufgebaut.

Datei:The British Army in North-west Europe 1944-45 BU260.jpg
Ein amerikanischer M4 Sherman fährt auf dem Weg nach Arras an einem vernichteten Pferdegespann der Wehrmacht vorbei.

Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt von Juni 1940 (Westfeldzug)<ref name=":0" /> bis Ende August 1944 von deutschen Truppen besetzt, die hier 1943–1944 die Abwehrstelle Arras stationierten. 240 Franzosen wurden von den Besatzern als Mitglieder der Résistance in der Zitadelle von Arras hingerichtet.<ref>„Mur des Fusilliers“</ref> Am 1. September 1944 wurde die Stadt von der ‚11th Armoured Division‘ und der ‚Guards Division‘ des ‚British XXX Corps‘ befreit.<ref>ibiblio.org</ref>

1950 kam es zu einem vielbeachteten Skandal um den Abgeordneten Antoine de Récy, der unter anderem eine große Geldsumme unterschlagen hatte.<ref>Dort hört uns keiner. In: Der Spiegel 37/1950 vom 13. September 1950</ref>

2020 wählte Arras mit Éléonore Laloux die erste Person mit Down-Syndrom in ein öffentliches Amt. Sie ist Mitglied des Stadtparlaments und Beauftragte für Inklusion und Glück.<ref>Fino Menezes: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2011 2022 2023
Einwohner 41.761 49.144 46.483 41.736 38.983 40.590 41.322 42.621 Vorlage:FormatNum
Quellen: Cassini und INSEE

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen ist seit 1355 auf Siegeln nachweisbar. Der im roten Wappenschild über den steigenden blaubewehrten goldenen Löwen gelegene kleine blaue Schild mit den goldenen Lilien und dem roten Turnierkragen gilt als das Familienzeichen des ersten Herren Robert d’ Artois.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wahrzeichen der Stadt sind zwei große Plätze im Zentrum, die Grand'Place und die Place des Héros.<ref name=":0" /> Sie sind von einem Ensemble restaurierter Gebäude umgeben, darunter das spätgotische Maison Des Trois Luppars.

Die bedeutsamsten Gebäude der Stadt sind die spätbarock-klassizistische Kathedrale (1778–1833) und das gotische Rathaus (1462–1572) mit einem Belfried, der seit 2005 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Belfriede von Belgien und Frankreich“ ist.<ref name=":0" />

Die von Vauban errichtete Zitadelle Arras ist seit 2007 ebenfalls Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Festungsanlagen von Vauban“.<ref name=":0" />

Die Boves sind ein gut erhaltenes unterirdisches Tunnelnetz, 10 Meter unterhalb der Stadt. Sie wurden im 10. Jahrhundert erbaut und können besichtigt werden. Die Idee war, ein riesiges unterirdisches Netz zu errichten, um die Keller aller Einwohner durch Tunnel miteinander zu verbinden. Das Aushubmaterial (Kreide) wurde zum Bau von Häusern verwendet. Während der Weltkriege wurden die Boves als unterirdischer Bunker genutzt, um Bewohner und wertvolle Gegenstände vor Bomben zu schützen.

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Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Bereits seit 1956/57 existiert eine Schul-Partnerschaft des Lycée Robespierre und des Lycée Gambetta mit dem König-Wilhelm-Gymnasium der deutschen Stadt Höxter.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden im Arrondissement Arras Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung