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Gadheim

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Gadheim
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Gadheim 49° 51′ N, 9° 54′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 50′ 42″ N, 9° 54′ 21″ O
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Höhe: 273 m ü. NHN
Fläche: 3,14 km²<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik: Flächenerhebung 2022 nach Gemarkungen</ref>
Eingemeindung: 1. Juli 1976
Postleitzahl: 97209
Vorwahl: 0931
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Gadheim ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Veitshöchheim im unterfränkischen Landkreis Würzburg in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref>

Geografische Lage[Bearbeiten]

Das Kirchdorf Gadheim liegt zwei Kilometer nordöstlich des Veitshöchheimer Gemeindegebietes innerhalb des Maindreiecks auf einer Höhe von 273 m ü. NHN. Westlich fällt das Gelände über 100 Höhenmeter zum Tal des Mains hin ab, nördlich steigt die Landschaft zum Gramschatzer Wald bis auf 385 m ü. NHN an. Etwa einen halben Kilometer östlich fließt der Dürrbach an dem Ort vorbei.

Nachbargemeinden

Nördlich beginnt das Gemeindegebiet von Güntersleben, während östlich das Gebiet von Rimpar anfängt. Im Südosten und Süden beginnt das Stadtgebiet von Würzburg mit dem Stadtbezirk Dürrbachtal, der Ortsteil Oberdürrbach liegt Gadheim am nächsten. Südwestlich im Tal liegt Veitshöchheim selbst.

Neuer Mittelpunkt der Europäischen Union
Datei:Gadheim Gemeinde Veitshöchheim Germany.jpg
Mittelpunkt der Europäischen Union in Gadheim, mit den Flaggen der EU, von Bayern und Veitshöchheim (2020)

Seit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union mit dem 31. Januar 2020 ist Gadheim neuer geografischer Mittelpunkt der Union.<ref>Bayerischer Rundfunk: Offizielle Einweihung des neuen Mittelpunkts der EU in Gadheim, abgerufen am 11. Juni 2021.</ref> An dieser Stelle

 {{#coordinates:49,843056|9,901944|
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   |name=Geographischer Mittelpunkt der EU
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  }} wurde ein kleiner Rast- und Gedenkplatz errichtet.<ref>Pressebericht InFranken.de, abgerufen am 11. Juni 2021.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Die nahe Umgegend von Gadheim ist seit dem Endneolithikum besiedelt, wie einzelne Lesefunde belegen. 500 m südlich des Ortskernes befand sich eine etwa einen Hektar große Siedlung der jüngeren Latènezeit und in 900 m Entfernung lag die über drei Hektar große neolithische Siedlung. Beide sind als Bodendenkmale geschützt.<ref name="LfD">LfD-Liste für Veitshöchheim, Seiten 7/8 (.pdf)</ref>

Das Dorf war zunächst lange Zeit Teil des Hochstifts Würzburg. Im Jahr 1337 verkaufte allerdings Fürstbischof Otto II. von Wolfskeel das Dorf mit allen Untertanen an die Brüder Wolfram und Heinrich Schenck von Roßberg. Noch im selben Jahr wurde der Ort vom Bischof wieder zurück erworben. Eine Urkunde vom 3. Mai 1407 berichtet über den Verkauf der Gadheimer Vogtei durch Eberhard Schenck von Roßberg an den Abt von St. Stephan, Gerhard. Damals wurde das Dorf „Gademen“ genannt.

Auf der Gemarkung des Dorfes stand zu dieser Zeit auch der sogenannte Neuenhof. Dieser Hof war zeitweise ebenfalls an die Schenck von Roßberg verpfändet und gelangte im Jahr 1446 von einem gewissen Fritz Weyler an den Abt Berthold von St. Stephan. Im Jahr 1465 gab der damalige Abt Konrad einen Hof zu Lehen, wobei er sich die Vogtei vorbehielt.<ref>Will, Christian: Oberdürrbach/Gadheim. S. 107.</ref> Lange Zeit war Gadheim Teil der Gemeinde Oberdürrbach.

Das bayerische Urkataster zeigt Gadheim in den 1810er Jahren südlich der Kapelle als ein Haufendorf mit acht Höfen, etwa 25 Gebäuden und stattlichen Wirtschaftsflächen.<ref name="BA_Kl">Gadheim auf historischer Karte bei BayernAtlas Klassik</ref> Es gab einen Gemeindeweiher in der Ortsmitte sowie zwei weitere, private Teiche.<ref name="BA_Kl"/> Diese sind heutzutage allesamt zugeschüttet und überbaut.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kam Gadheim am 1. Juli 1976 an Veitshöchheim, als Oberdürrbach nach Würzburg eingegliedert wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Gadheim hat sich lediglich ein Baudenkmal erhalten. Es handelt sich um die katholische Kapelle St. Markus.<ref name="LfD" /> Das Gotteshaus entstand bereits im Jahr 1467, wurde allerdings in den Jahrhunderten danach mehreren Veränderungen unterzogen. Die größte Restaurierung erfolgte im 18. Jahrhundert. Die Kirche präsentiert sich als Saalbau mit eingezogenem Chor. Auf der Westseite wurde ein kleiner Dachreiter aufgesetzt.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Ort zeigt sich noch heute überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Angesiedelt hat sich in der Ortsmitte das Berufsbildungswerk der Caritas-Don Bosco gGmbH.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kurzbeschreibung der Caritas-Don Bosco gGmbH Standort Gadheim (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. Dezember 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/caritas-donbosco.de.</ref>

Verkehrsmäßig erschlossen ist Gadheim in Nord-Süd-Richtung mit der Kreisstraße WÜ 3. Der ÖPNV bedient den Ort mit zwei Haltestellen der Buslinie 19 der WVV.<ref>ÖPNV in Gadheim</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Will: Oberdürrbach/Gadheim. In: Die Gemeinden des Landkreises Würzburg. Würzburg 1963/1964. S. 106–108.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gadheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />