Galega
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| Wissenschaftlicher Name der Untertribus | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
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| L. |
Galega ist die einzige Pflanzengattung in der Untertribus Galeginae in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).<ref name="FoPakistan" />
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Galega-Arten sind aufrechte, vielverzweigte ausdauernde krautige Pflanzen.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreiten sind unpaarig gefiedert. Die Fiederblättchen sind ganzrandig. Die von der Mittelrippe abgewandten (lateralen) Blattrippen sind hervorstehend und reichen ganz bis an den Blattrand. Die Nebenblätter sind tief in zwei bis fünf sehr schmale Lappen eingeschnitten. Das äußere Nebenblatt (entfernt vom Blattstiel) zeigt gerade nach unten.<ref name="Gillett1963" />
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die schmalverzweigten rispigen Blütenstände sind achsel- oder endständig. Deckblätter fehlen.
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist glockenförmig mit fünf ungleichmäßigen Zähnen. Die Blütenkrone besitzt die typische Form der Schmetterlingsblüte und ist weiß bis purpurfarben. Die Fahne ist verkehrt-eiförmig bis rundlich und kahl. Der Nagel, das zugespitzte basale Ende der Fahne, ist kurz. Die Flügel sind wenig kürzer als die Fahne und sitzen basal, nah am Schiffchen, an. Das Schiffchen ist so lang wie die Flügel.<ref name="Gillett1963" />
Bei den zehn Staubblättern sind die Staubfäden auf fast ganzer Länge verwachsen. Das einzige Fruchtblatt ist oberständig und enthält viele Samenanlagen. Der Griffel ist gebogen mit einer endständigen Narbe.<ref name="Gillett1963" />
Die linealische, abgeflachte Hülsenfrüchte sind einfächerig, an keinem Ende eingedrückt und haben parallel verlaufende starke Rippen auf der Oberfläche.<ref name="Gillett1963" />
Verbreitung und Nutzung[Bearbeiten]
Das Verbreitungsgebiet der Gattung Galega ist der östliche Mittelmeerraum, das südliche Mitteleuropa, Süd- und Osteuropa sowie Kleinasien. Das Mannigfaltigkeitszentrum, das heißt das Gebiet mit der größten Artenvielfalt, liegt in Kleinasien zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer.
Neben dem eurasischen Verbreitungsgebiet findet sich noch ein zweites natürliches Verbreitungsgebiet in Ostafrika, in den Staaten Äthiopien, Somalia, Kenia, Sudan und Uganda. Hier finden sich die drei Arten Galega battiscombei, Galega lindblomii und Galega somalensis, die auch in die Sektion Afrogalega zusammengefasst werden.
Galega officinalis und Galega orientalis werden als Futterpflanze angebaut.<ref name="PFAF" /> Sie konnten verwildern, was zu einer großen Zahl an neophytischen Vorkommen führte. So findet sich Galega officinalis auch in Deutschland und in der Schweiz. In den Vereinigten Staaten wurde die Art zuerst in Utah eingeführt und konnte sich von dort aus verbreiten. Auch in Argentinien, Chile, Ecuador und Neuseeland finden sich eingeschleppte Bestände. Zwei Arten vermehren sich schnell und unkontrolliert und werden als invasiv eingeschätzt. In den USA wurde zumindest Galega officinalis in den {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) aufgenommen, der das Ziel hat, die weitere Ausbreitung einzudämmen.
Systematik[Bearbeiten]
Die Gattung Galega wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 714 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Typusart ist Galega officinalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Galega Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Accorombona Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Endl., Callotropis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.G.Don.<ref name="LegumeDataPortal" /> Bei Jan Bevington Gillett: Galega L. (Leguminosae) in Tropical Africa in Kew Bulletin, Band 17, Nummer 1, 1963, Seiten 81–85 wurden drei Arten aus der Gattung Astragalus aus Ostafrika in die Gattung Galega eingeordnet.<ref name="Gillett1963" />
Galega ist die einzige Gattung der Untertribus Galeginae aus der Tribus Galegeae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie Fabaceae. Die Subtribus Galeginae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bronn wurde 1822 durch Heinrich Georg Bronn in De Formis Plantarum Leguminosarum Primitivis et Derivatis, 127, 134 aufgestellt.
Je nach Autor sind fünf<ref name="ILDIS" /> bis acht<ref name="LegumeDataPortal" /> Arten in der Gattung Galega akzeptiert:
- Galega africana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill.<ref name="LegumeDataPortal" />
- Galega assyriaca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mouterde: Sie wurde 1970 aus Syrien erstbeschrieben.<ref name="LegumeDataPortal" />
- Galega battiscombei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Baker f.) J.B.Gillett (Syn.: Astragalus battiscombei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Baker f.): Sie gedeiht im Afromontanen Wald nur im Mount-Kenya-Massiv in Kenia vor.<ref name="LegumeDataPortal" /><ref name="ILDIS" /><ref name="Gillett1963" />
- Galega cirujanoi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Garcia Mur. & Talavera: Sie wurde 1999 aus Spanien erstbeschrieben.<ref name="LegumeDataPortal" />
- Galega lindblomii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Harms) J.B.Gillett (Syn.: Astragalus somalensis var. lindblomii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Harms): Sie kommt in der Afromontanen Region auf dem Mount Elgon und den Cherangani-Bergen in Kenia und Uganda vor.<ref name="LegumeDataPortal" /><ref name="ILDIS" /><ref name="Gillett1963" />
- Geißraute (Galega officinalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn.: Galega bicolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Regel, Galega patula Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Steven, Galega persica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pers., Galega vulgaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam.): Sie ist in Eurasien sowie Afrika weitverbreitet und ist fast weltweit, z. B. in der Neuen Welt, Südafrika, Neuseeland sowie China ein Neophyt.<ref name="LegumeDataPortal" /><ref name="ILDIS" />
- Östliche Geißraute oder Kaukasus-Geißraute, Futter-Geißraute (Galega orientalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam., Syn.: Galega montana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.M.Bieb.): Sie kommt ursprünglich nur im Kaukasusraum vor, doch kommt sie auch in Europa sowie Asien als Neophyt vor.<ref name="LegumeDataPortal" /><ref name="ILDIS" />
- Galega somalensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Taub. ex Harms) J.B.Gillett (Syn.: Astragalus somalensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Taub. ex Harms): Sie kommt nur im südlichen Äthiopien vor.<ref name="LegumeDataPortal" /><ref name="ILDIS" /><ref name="Gillett1963" />
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="PFAF"> Einträge zu Galega bei Plants For A Future </ref> <ref name="Tropicos"> Galega bei Tropicos.org. In: 2021-12-03. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPakistan"> S. I. Ali: Papilionaceae: Galega bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt Galega bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="LegumeDataPortal"> Datenblatt Galega bei Legume Phylogeny Working Group (LPWG): Legume Data Portal. </ref> <ref name="Gillett1963"> </ref> </references>