Galeola
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Galeola nudifolia (syn. Erythrorchis kuhlii) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Lour. |
Galeola ist eine Gattung aus der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Sie enthält vier bis sechs Arten krautiger Pflanzen, die in Südostasien beheimatet sind.
Beschreibung[Bearbeiten]
Die Arten der Gattung Galeola sind terrestrisch wachsende, krautige Kletterpflanzen. Sie sind blattlos und ernähren sich mykoheterotroph. Unterirdisch befindet sich ein ausgedehntes Rhizom- und Wurzelsystem, meist in halb verrottetem Holz.<ref name="Comber" /> Oberirdisch klettert der rötlich braune Spross mit Haftwurzeln, die sich an jedem Knoten bilden. Die Blätter sind zu kleinen Schuppen reduziert.<ref name="GO" />
Die rispigen Blütenstände enthalten zahlreiche resupinierte, gelbe oder braune, weit geöffnete, fleischige Blüten. Die Blütenstandsachse ist rotbraun behaart, ebenso die Sepalen. Diese sind länglich-oval und nicht miteinander verwachsen. Die Petalen sind ähnlich geformt, aber nicht so fleischig. Die Lippe ist ganzrandig und rundlich, der Rand ist eingerollt und bewimpert. Die Spreite der Lippe ist behaart und am Grund mit einer Schwiele versehen. Die Säule ist gebogen, nach vorne zu keulenförmig verdickt, am vorderen Ende mit zwei seitlichen Anhängseln. Das Staubblatt ist zweikammrig, die beiden Pollinien sind körnig und nochmals zweigeteilt. Die Kapselfrucht ist lang und schmal, sie enthält zahlreiche geflügelte Samen. Der Flügel verläuft rings um den Samen und ist unregelmäßig geformt.<ref name="GO" /> Die Ausbreitung der Samen von Galeola erfolgt über den Wind.<ref name="Comber" />
Verbreitung[Bearbeiten]
Galeola ist in Hinterindien, den Philippinen, den indonesischen Inseln bis nach Neuguinea verbreitet. Galeola humblotii stammt von den Komoren. Die weiteste Verbreitung besitzt Galeola nudifolia.<ref name="WCSP" /> Die Pflanzen kommen in Waldlichtungen vor und benötigen größere Ansammlungen toten Holzes.<ref name="GO" />
Systematik und botanische Geschichte[Bearbeiten]
Galeola wird innerhalb der Unterfamilie Vanilloideae in die Tribus Vanilleae eingeordnet. Die nächst verwandten Gattungen sind Cyrtosia, Erythrorchis und Pseudovanilla.<ref name="GO" />
Galeola wurde 1790 von João de Loureiro erstbeschrieben.<ref>In: Flora cochinchinensis Band 2, 1790, S. 520.</ref> Der Name Galeola kommt vom griechischen galeole, „kleiner Helm“, und beschreibt das helmförmige Ende der Säule. Typusart ist Galeola nudifolia,<ref name="GO" /> Unter dem Namen Galeola wurden zahlreiche Arten beschrieben, bis Garay sie 1986 in mehrere Gattungen aufteilte.<ref name="Comber" /><ref name="Garay" />
Folgende Arten werden zur Gattung Galeola gezählt:<ref name="WCSP" />
- Galeola cathcartii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook.f.: Sie kommt von Sikkim bis ins nördliche Thailand vor.<ref name="WCSP" />
- Galeola faberi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rolfe (eventuell zu Cyrtosia gehörend<ref name="GO" />): Sie kommt von Nepal bis zum südlichen und zentralen China und auf Sumatra vor.<ref name="WCSP" />
- Galeola falconeri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook.f.: Sie kommt vom Himalaja bis zum nördlichen Indochina, im südöstlichen China und in Taiwan vor. Sie wird auch als Cyrtosia falconeri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Hook.f.) Aver. in die Gattung Cyrtosia gestellt.<ref name="WCSP" />
- Galeola humblotii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rchb.f.: Sie kommt auf Grande Comore und auf Madagaskar vor.<ref name="WCSP" />
- Galeola lindleyana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Hook.f. & Thomson) Rchb.f.: Sie kommt vom Himalaja bis China, auf Taiwan und im nördlichen Sumatra vor. Sie wird auch als Cyrtosia lindleyana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook.f. & Thomson in die Gattung Cyrtosia gestellt.<ref name="WCSP" />
- Galeola nudifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lour.: Sie kommt vom östlichen Himalaja bis zum südlichen Hainan und zum westlichen Neuguinea vor.<ref name="WCSP" />
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Comber"> Jim B. Comber: Orchids of Java. Bentham-Moxon Trust, Kew 1990, ISBN 0-947643-21-4, S. 73–74. </ref> <ref name="Garay"> Leslie A. Garay: Olim Vanillaceae. In: Botanical Museum Leaflets (Harvard University). Band 30, 1986, S. 223–237 (botanicus.org). </ref> <ref name="GO"> Alec M. Pridgeon, Phillip Cribb, Mark W. Chase, Finn Rasmussen (Hrsg.): Genera Orchidacearum. Orchidoideae (Part 2). Vanilloideae. Band 3/2. Oxford University Press, New York und Oxford 2003, ISBN 0-19-850711-9, S. 313–316. </ref> </references>