Gangenweiler
Gangenweiler Gemeinde Markdorf
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(26)&title=Gangenweiler 47° 45′ N, 9° 27′ O
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dim=10000 | globe= | name=Gangenweiler | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 546 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 26 (2021)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1924 | |||||
| Eingemeindet nach: | Riedheim | |||||
| Postleitzahl: | 88677 | |||||
| Vorwahl: | 07546 | |||||
Gangenweiler ist ein Teilort Riedheims, einer von zwei Ortschaften der Stadt Markdorf im Bodenseekreis in Baden-Württemberg, Deutschland.
Geographie[Bearbeiten]
Der Weiler Gangenweiler liegt bei einer Höhe von rund 546 m ü. NHN<ref name="Ortsbuch">Vgl. Gangenweiler. In: Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2021. De Gruyter, Berlin/Boston 2022. 37. Ausgabe. Band 1: Ortsverzeichnis A–M. ISBN 978-3-11-072987-0. S. 430.</ref> auf der Gemarkung Riedheim am östlichen Fuße des Gehrenbergs.
Geschichte[Bearbeiten]
Urkundlich tritt der Gangenweiler erstmals im Jahre 1325 als Gengenwiler<ref name="Amtliche Beschreibung">Gangenweiler (Wohnplatz) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)</ref> in Erscheinung, später auch als Gannenwiller<ref>Vgl. Fürstenbergisches Urkundenbuch</ref>. Der Ortsname setzt sich wohl aus einem Sippenname und dem Zusatz Weiler zusammen. Gangenweiler gehörte der Familie von Bitzenhofen, die Güter und Gerechtsame im Jahre 1360 an die Stadt Markdorf verkauften. Ende des 15. Jahrhunderts war Gangenweiler jedoch Teil der Grafschaft Heiligenberg.<ref name="Amtliche Beschreibung" />
Gangenweiler war über viele Jahre eine Sondergemarkung: Gangenweiler gehörte mit Allerheiligen zur badischen Gemeinde Riedheim<ref>Vgl. Die politischen, Kirchen- und Schulgemeinden des Großherzogthums Baden</ref> ragte aber wie ein Entenschnabel von Württemberg ins badische Gebiet hinein<ref name="Porträt">Nicole Burkhart (nbu): Hepbach/Stadel: Zwischen Tradition und Moderne. In: Südkurier vom 19. Mai 2015</ref>. Durch Erlass des Ministeriums des Innern in Karlsruhe wurde 1924 angeordnet, die Sondergemarkungen von Gangenweiler, Hepbach, Leimbach und Stadel aufzuheben<ref name="Riedheim">Riedheim (Altgemeinde/Teilort) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)</ref> und mit Riedheim zu einer Gemeinde mit dem Namen Riedheim zu vereinigen.<ref name="Kommunaldaten">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Riedheim ( des Vorlage:IconExternal vom 29. Mai 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf der Internetseite der Stadt Markdorf</ref>
Im Zuge der Gemeindereform wurden die ehemals selbständige Gemeinde Riedheim mit Wirkung zum 1. März 1972 in die Stadt Markdorf eingemeindet.<ref name="Kommunaldaten" />
Religion[Bearbeiten]
Kirchlich gehörte Gangenweiler bis 1837 zu Oberteuringen, dann zu Urnau, seit 1966 zu Hepbach.<ref name="Amtliche Beschreibung" />
Einwohner[Bearbeiten]
Gangenweiler zählt 26 Einwohner (Stand: 2021).<ref name="Ortsbuch" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten]
- Die katholische Kapelle in Gangenweiler ist ein verputzter Bruchsteinbau mit niedrigerem polygonalem Chor, segmentbogigem Eingang und Dachreiter. Der Sakralbau aus dem späten 19. Jahrhundert ist denkmalgeschützt.<ref name="Kapelle">Kapelle (Markdorf) auf den Seiten von www.leo-bw.de (landeskundliches Informationssystem für Baden-Württemberg)</ref>
- Beim Gasthaus Gnadenau (650 m ü. NN) oberhalb von Gangenweiler befand sich der Botanische Versuchs- und Schaugarten am Gehrenberg<ref>Heinz Schulte: Kniffe und Winke für die Garten-Praxis. Herausgegeben vom Botanischen Versuchs- und Schaugarten am Gehrenberg. Selbstverlag, 1. Auflage 1964, Gnadenau.</ref>, das Raumfahrt-Dokumentationszentrum (RDZ) und ein Terrassencafé.<ref name="Porträt" /> Der schwerkriegsversehrte Heinz Schulte, Textilkaufmann aus Duisburg, hatte nach der Währungsreform 1948 das damalige Gasthaus Hollenau sowie eine 10.000 Quadratmeter große Obstwiese als Sommersitz erworben. Ab 1949 gestaltete er dieses zu einem botanischen Garten, damals der Einzige in der südlichen Landeshälfte von Baden-Württemberg, um. Als sein Sohn 1952 von der spinalen Kinderlähmung erfolgreich genesen war, taufte er das Gasthaus auf Gnadenau um und öffnete den bisher privaten Garten als Versuchs- und Schaugarten für den Besucherverkehr.<ref>Vgl. Ein Blumenparadies in Bodensee- und Alpennähe. In: Bodensee-Hefte - Band 10, Ausgaben 5-7. 1959, S. 7.</ref> Schulte galt als ein persönlicher Freund des Raumfahrtpioniers Wernher von Braun, weshalb er bei seiner Gastwirtschaft 1969 das RDZ einrichtete.<ref>Besucher erleben kulinarische Vergangenheit. In: Schwäbische Zeitung vom 14. September 2009</ref> Nachdem Schulte 1989 sein Engagement beendet hatte, schenkte er seine Modelle und seine Sammlung dem Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum in Feucht.<ref>Zuber: Saturn V erstrahlt in neuem Glanz. In: Der Bote vom 23. Mai 2012</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />