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Gardenien

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Gardenien
Datei:Gardenia jasminoides1.jpg

Eine gefüllt blühende Sorte von Gardenia jasminoides

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Unterfamilie: Ixoroideae
Gattung: Gardenien
Wissenschaftlicher Name
Gardenia
J.Ellis

Die Gardenien (Gardenia) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Die Gattung kommt mit etwa 60 bis 250 Arten in den Tropen der Alten Welt vor. Einige Arten werden auch außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets als Zierpflanze und Heilpflanze kultiviert.

Beschreibung[Bearbeiten]

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Gardenia-Arten sind Sträucher oder selten kleine Bäume. Sie sind meist immergrün, können aber fakultativ laubabwerfend sein. Sie besitzen keine Dornen oder Kurztriebe sind zu Dornen umgewandelt. Knospen und junge Zweige sind oft harzig.<ref name="FoC" /> Junge Zweige sind vierkantig.

Die gegenständigen, manchmal in Gruppen an den Enden der Zweige zusammenstehenden Laubblätter sind gestielt oder sitzend und besitzen oft Domatien. Die einfachen Blattspreiten ledrig. Die Blattränder sind glatt oder gesägt. Die haltbaren oder abfallenden, dreieckigen Nebenblätter sind nur an ihrer Basis um den Zweig herum verwachsen oder sogar auf ihrer ganzen Länge mützenartig verwachsen, dann reißen sie auf einer Seite auf.<ref name="FoC" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die manchmal auf einem Blütenstandsschaft stehenden, bündeligen bis zymösen Blütenstände sind pseudoseitenständig und/oder endständig angeordnet. Es sind Tragblätter vorhanden. In einem Blütenstand stehen einige Blüten zusammen oder er ist auf nur eine Blüte reduziert. Die Blüten sind gestielt oder sitzend.<ref name="FoC" />

Die duftenden, oft relativ großen und auffälligen, zwittrigen, schwach zygomorphen Blüten sind fünf- bis zwölfzählig und besitzen eine doppelte Blütenhülle.<ref name="FoC" /> Die grünen Kelchblätter sind verwachsen. Die Kronblätter sind zuerst weiß, werden dann gelb bis orange und zuletzt braun. Die Kronblätter sind trichterförmig oder zylindrisch verwachsen mit fünf bis zwölf Kronlappen. Es ist nur ein Kreis mit fünf bis neun fertilen Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Es ist ein Stempel mit einer zwei- bis neunlappigen Narbe vorhanden. Oft ist ein Diskus vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie).

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die dickwandige Frucht (Beere oder Steinfrucht) enthält viele Samen in einer pulpaartigen Masse. Die mittelgroßen Samen sind abgeflacht und ellipsoid. Die Samenschale (Testa) ist ledrig oder häutig. Die Samen enthalten horniges Endosperm und eine kleine bis mittelgroßen Embryo mit zwei laubblattähnlichen Keimblättern (Kotyledonen).<ref name="FoC" />

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Gardenia ist weit verbreitet in tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas sowie Asiens, auf Madagaskar und auf pazifischen Inseln.<ref name="FoC" />

Systematik[Bearbeiten]

Der Gattungsname Gardenia wurde 1761 durch John Ellis in Philosophical Transactions, Band 51 (2), Seite 935 gültig erstveröffentlicht. Der Gattungsname Gardenia ehrt Alexander Garden (1730–1791), einen Arzt in Aberdeen, der Schriftverkehr mit Carl von Linné hatte.<ref name="Burkhardt2018" /> Synonyme für Gardenia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Ellis sind: Berghias Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juss., Bergkias Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sonn., Bertuchia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dennst., Caquepira Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.F.Gmel., Decameria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Welw., Gardena Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans. orth. var., Kumbaya Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Endl. ex Steud., Piringa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juss., Pleimeris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Sahlbergia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Neck. nom. inval., Sulipa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blanco, Thunbgeria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Montin, Varnera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Warneria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. nom. inval., Yangapa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf.<ref name="GRIN" /> Die Gattung Gardenia wurde der Tribus Gardenieae zugeordnet, da sie nicht monophyletisch wurde diese aufgelöst und so steht diese Gattung derzeit incertae sedis in der Unterfamilie Ixoroideae Raf. innerhalb der Familie der Rubiaceae. Der Umfang der Gattung wird diskutiert.

Es gibt etwa 135 bis 250<ref name="FoC" /><ref name="WCSP" /> Gardenia-Arten (hier eine Auswahl):<ref name="GRIN" />

Nicht mehr zu dieser Gattung werden gerechnet<ref name="WCSP" />:

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten aus Asien sowie aus dem Pazifikraum und ihre Sorten werden als Zierpflanzen verwendet, aber Gardenia jasminoides wird am häufigsten verwendet.<ref name="FoC" /> Sie werden in Parks und Gärten kultiviert. Als Zimmerpflanzen gehören sie zu den etwas schwierig zu pflegenden Arten. Es gibt auch Sorten mit gefüllten Blüten. Gardenien gelten als schwer kultivierbar. Da sie in warmen feuchten tropischen Regionen heimisch sind, benötigen sie eine hohe Luftfeuchte. Sie blühen am besten in saurem, gut entwässerten Boden.

Weitere Bilder[Bearbeiten]

Gardenia brighamii:

Weitere Arten:

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1] </ref> <ref name="FoC"></ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="POWO">Gardenia. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gardenien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Gardenia. In: U. Brunken, M. Schmidt, S. Dressler, T. Janssen, A. Thiombiano, G. Zizka: West African plants – A Photo Guide. Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt am Main 2008.