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Geckos

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Geckos
Datei:Gekko gecko (rock) by Robert Michniewicz.jpg

Tokeh (Gekko gecko)

Systematik
ohne Rang: Amnioten (Amniota)
ohne Rang: Sauropsida
Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Geckos
Wissenschaftlicher Name
Gekkonidae
Gray, 1825
Datei:Phelsuma lézard.jpg
Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis)
Datei:Gecko Haut Oberfläche.jpg
Rasterelektronenmikroskopie der Haut eines Geckos, die die raue Oberflächenstruktur zeigt.

Geckos (Gekkonidae) sind eine Familie der Schuppenkriechtiere (Squamata). Sie bevölkern seit etwa 50 Millionen Jahren die Erde und haben sich im Laufe ihrer Entwicklung weltweit ausgebreitet. Dank ihrer hervorragenden Anpassungsfähigkeit haben die Geckos die verschiedensten Lebensräume erobert und sind sowohl in den gemäßigten Zonen als auch in den Wüsten der Erde, vor allem aber in den Tropen anzutreffen. Dort haben sie es zu einer großen Artenvielfalt gebracht.

Merkmale[Bearbeiten]

Datei:Uroplatus giganteus, detail, Cologne Zoo.jpg
Ein Riesenblattschwanzgecko (Uroplatus giganteus) haftet an einer Glasscheibe, so dass man die Lamellen an den Fußunterseiten erkennen kann.

Geckos<ref group="Anm.">Dieser Abschnitt bezieht auch Vertreter anderer Familien der Geckoartigen mit ein, die früher zu den Gekkonidae gerechnet wurden.</ref> sind kleine bis mittelgroße Echsen, die zwischen 1,6 cm (Sphaerodactylus ariasae) und knapp 40 cm groß werden können. Der vermutlich aus Neuseeland stammende und wohl erst im späten 19. Jahrhundert ausgestorbene Kawekaweau-Gecko (Hoplodactylus delcourti) erreichte sogar eine Körperlänge von etwa 60 cm. Ähnlich groß war der um 1840 ausgestorbene Rodrigues-Riesengecko (Phelsuma gigas).

Etwa drei Viertel der Gecko-Arten sind dämmerungs- oder nachtaktive Tiere mit dementsprechend unauffälliger beige-grauer Färbung und einer der Nachtaktivität angepassten Spaltpupille. Der Helmgecko (Tarentola chazaliae) ist die einzige Wirbeltierart, von der man weiß, dass sie nachts Farben erkennen kann. Diese Eigenschaft haben die Geckos ihren äußerst lichtempfindlichen Augen zu verdanken. Die Zapfen der Netzhaut des Helmgeckos sind circa 350-mal lichtempfindlicher als jene der menschlichen Augen bei Dämmerlicht.<ref>Lina S. V. Roth, Linda Lundström, Almut Kelber, Ronald H. H. Kröger, Peter Unsbo: The pupils and optical systems of gecko eyes. In: Journal of Vision. Bd. 9, Nr. 3, 2009, Article 27, doi:10.1167/9.3.27.</ref> Manchmal sonnen sich die scheuen nachtaktiven und meist sehr flinken Tiere in der frühen Dämmerung oder am Tage, so wie es die meisten Mitglieder der Gattung Taggeckos gerne tun. Letztere sind im Gegensatz zu ihren nachtaktiven Verwandten auffälliger gefärbt und besitzen eine runde Pupille.

Eine weitere Unterteilung bei den Geckos bezieht sich auf deren Zehen. Eine grobe Unterteilung lässt sich in Lamellengeckos und Krallengeckos vornehmen. Lamellengeckos können dank außerordentlich hoher Adhäsion durch ihre mit Milliarden feinster Härchen (Spatulae; etwa 200 Nanometer breit und lang) besetzten Füße, bei der sie sich der Van-der-Waals-Kräfte sowie der elektrostatischen Kräfte bedienen<ref>Hadi Izadi, Katherine M. E. Stewart, Alexander Penlidis: Role of contact electrification and electrostatic interactions in gecko adhesion. In: Journal of The Royal Society Interface. Band 11, Nr. 98, 6. September 2014, ISSN 1742-5689, S. 20140371, doi:10.1098/rsif.2014.0371, PMID 25008078 (royalsocietypublishing.org [abgerufen am 27. Januar 2018]).</ref>, sogar kopfüber an Glasscheiben laufen. Diese Haftfähigkeit der Geckos wird durch eine gewisse geringe Feuchte (Wasser) begünstigt, geht jedoch bei Vorhandensein von Kondenswassertröpfchen stark zurück. Auf patschnassem Glas oder auch mit längere Zeit in Wasser aufgeweichten Füßen rutschen Geckos aus.<ref>Zoologie: Geckos mögen keine nassen Füße. science.ORF.at, 9. August 2012, abgerufen am 15. Juni 2016. – Basierend auf: Alyssa Y. Stark et al.: The effect of surface water and wetting on gecko adhesion. In: Journal of Experimental Biology. 2012.</ref> Insgesamt gibt es allein bei der Klassifikation der Füße sechs Unterteilungen.

Vertreter der Gekkonidae legen kalkschalige Eier.

Bei Cyrtodactylus philippinicus wurde im Jahr 2010 experimentell nachgewiesen, dass die Tiere dieser Art sich am Erdmagnetfeld orientieren können. Dies war der erste Nachweis eines Magnetsinns bei Schuppenkriechtieren.<ref>C. Marek, N. Bissantz, E. Curio, A. Siegert, B. Tacud & D. Ziggel: Spatial orientation of the Philippine bent-toed gecko (Cyrtodactylus philippinicus) in relation to its home range. In: Salamandra. Band 46, Nr. 2, 2010, S. 93–97, Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Volltext (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. September 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.salamandra-journal.com.</ref>


<references group="Anm." />

Gattungen und ausgewählte Arten[Bearbeiten]

Zur Familie der Gekkonidae gehören die nachfolgend aufgeführten 55 Gattungen mit mehr als 1000 bekannten Arten:

Datei:Agamura persica female.jpg
Agamura persica
Datei:CnemaspisWynaad.jpg
Cnemaspis sp.
Datei:Gehyra cf. mutilata.jpg
Gehyra mutilata
Datei:Lepidodactylus lugubris.jpg
Lepidodactylus lugubris
Datei:Phelsuma laticauda.jpg
Phelsuma laticauda
Datei:Rhoptropus bradfieldi diporus.jpg
Rhoptropus bradfieldi diporus
Datei:Tenuidactylus caspius from Georgia.jpg
Tenuidactylus caspius

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Geckos (Gekkonidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Gecko – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />