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Geiz

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Datei:Avarice - Jacob Matham.jpg
Allegorie des Geizes (Jakob Matham, ca. 1587)
Datei:Maria Fyodorovna-Miser.jpg
Marja Fjodorowna:
Der Geizhals (1890)
Datei:Pieter Bruegel the Elder- The Seven Deadly Sins or the Seven Vices - Avarice.JPG
Pieter Bruegel der Ältere, Die sieben Todsünden – Geiz

Als Geiz bezeichnet man eine übertriebene Sparsamkeit, damit verbunden auch den Unwillen, Güter zu teilen. Eng sinnverwandte Begriffe sind Gier, Habgier und Habsucht. In der klassischen christlichen Theologie ist der Geiz bzw. die Habsucht, lateinisch avaritia, eines der sieben „Hauptlaster“ (oder „Wurzellaster“; fälschlich oft auch als die sieben „Todsünden“ bezeichnet).

Der geizige Mensch[Bearbeiten]

Datei:Geizhals, Margret Hofheinz-Döring, Mischtechnik, 1926 (WV-Nr.5579).JPG
Der Geizhals (Margret Hofheinz-Döring, 1926)
Datei:Holbein Danse Macabre 28.jpg
Der Geizige (Hans Holbein der Jüngere, Totentanz, 1526)

Geizhals oder Geizkragen ist eine tadelnde Bezeichnung für eine Person, die unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Lage das Hergeben von Gütern und Geld möglichst vermeidet, auch auf Kosten des eigenen Lebensstandards. Umgangssprachlich oder regional werden sie auch als Schimmelpfennig<ref>Hans Markus Thomsen: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Die Welt, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.welt.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>, Pfennigfuchser<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.zeno.org[[Kategorie:Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen Skriptfehler: Ein solches Modul „Archivbot“ ist nicht vorhanden.]]/Pfennigfuchser,+der?hl=pfennigfuchser zeno.org (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.. Suche im Internet Archive)Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>, Filz<ref>duden.de</ref>, Harpagon<ref>duden.de</ref>, Geizhammel<ref>duden.de</ref>, Geizknochen<ref>duden.de,</ref> Knicker<ref>duden.de</ref>, Knickstiebel<ref>duden.de</ref>, Knorzer<ref>duden.de</ref>, Furzklemmer<ref>zeno.org</ref>, Rappenspalter (schweizerisch) oder auch Entenklemmer (schwäbisch) bezeichnet.

Die Stereotype des Geizkragens sind: reich, habgierig, einen selbst gewählten ärmlichen Lebensstil führend, um seine Schätze zu hüten und zu vermehren. International sind die „geizigen“ Schotten und die „sparsamen“ Holländer als Geizhälse verschrien. Innerhalb Deutschlands spricht man gern den Schwaben dieses Laster zu. Als Konsequenz der historisch bedingten Ausübung geldaffiner Berufe werden auch Juden in antisemitischen Karikaturen traditionell als Geizhälse und/oder Kapitalisten dargestellt.

Der Geizhals dient häufig als Propagandaklischee des Kapitalisten, wie es Karikaturen des Ostblocks im Kalten Krieg belegen. Er steht als Klischee für Geschäftsleute, die durch unmoralische Geschäfte (Ausbeutung und Ähnliches) einen großen Reichtum aufgehäuft haben und am Schicksal der Armen entweder nicht interessiert sind oder aber diese gar noch übervorteilen. Im Unterschied zum traditionellen Geizhals wird der Kapitalist hier aber auch als Prasser und dekadenter Verschwender dargestellt.

Entstehung von Geiz[Bearbeiten]

Tiefenpsychologische Sicht[Bearbeiten]

Die Tiefenpsychologie bringt Geiz und individuelles Besitzstreben mit einer analen Fixierung in Verbindung. Die Beziehung zur Mutter ist von den Aspekten der Entfernung und Wiederannäherung an sie geprägt. Der Kot wird als Teil des Selbst begriffen und wird als erstes Geschenk des Kindes an die Umwelt betrachtet. Die anale Lust beinhaltet Gefühle der Autonomie, der Meisterung, des Trotzes und Stolz auf das eigene Produkt. Die typischen analen Reaktions- und Charakterbildungen sind von deutlichen Abwehr- und Befriedigungshandlungen analer Impulse gekennzeichnet. Ordentlichkeit, Sparsamkeit und Eigensinn sind nach Freud die typische anale Dreiheit.<ref>Hans Hopf, Evelyn Heinemann: Psychische Störungen in Kindheit und Jugend: Symptome – Psychodynamik – Fallbeispiele – psychoanalytische Therapie, W. Kohlhammer Verlag, 2008, ISBN 978-3-17-020089-0, S. 16.</ref>

Behavioristische Sicht[Bearbeiten]

Ein geizig-habgieriges Verhalten kann im Kontext von Erziehungs- und Lernprozessen erworben werden. Obgleich die Wurzeln für das Verhalten in der Kindheit liegen, ist das geizige Verhalten das Ergebnis eines Lernvorgangs. Das Verhalten wird durch positive Verstärker aufrechterhalten und gefestigt. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Aktivierung des Erwartungs- und Belohnungssystems, welches im Zusammenhang mit Gier auch im Interesse der Neuropsychologie und Evolutionspsychologie steht.<ref name="buch">Anton Bucher: Geiz, Trägheit, Neid & Co.- Therapie und Seelsorge: Psychologie der 7 Todsünden, Springer Verlag 2012, ISBN 978-3-642-04906-4, S. 46f.</ref>

Einfluss von Genetik und Umwelt[Bearbeiten]

Einer Zwillingsstudie mit 1110 koreanischen Zwillingen im durchschnittlichen Alter von 18 Jahren (Standardabweichung: 3,3) zufolge liegt die Heritabilität von Geiz bei 28 %. Die umweltbedingte (72 %) Variation geht der Studie zufolge nicht auf die gemeinsam erfahrene Erziehung in der Familie, sondern auf einzigartig erfahrene Umwelteinflüsse zurück.<ref>Yoon-Mi Hur, Hoe-Uk Jeong, Julie Aitken Schermer, J. Philippe Rushton (2011): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 14. März 2012 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Bekannte Geizige in der Literatur[Bearbeiten]

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Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Misers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Wikiquote: Geiz – Zitate
[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Hochmut | Geiz | Neid | Zorn | Wollust | Völlerei | Trägheit Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung