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Gennaro Verolino

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Datei:Gennaro Verolino.jpg
Gennaro Verolino (1951)
Datei:BlasonVerolino.JPG
Wappen

Gennaro Verolino (* 3. November 1906 in Neapel; † 17. November 2005 in Rom) war ein Kurienerzbischof der katholischen Kirche. Im Jahr 1944 wirkte er mit bei der Rettung zehntausender Juden in Budapest vor der Deportation in die Vernichtungslager des Holocaust.

Leben[Bearbeiten]

Gennaro Verolino durchlief die schulische und philosophisch-theologische Ausbildung an kirchlichen Einrichtungen und wurde mit nur 22 Jahren am 23. Dezember 1928 von Bischof Francesco De Pietro in Acerra zum Priester geweiht.<ref name="ReferenceA">Eintrag zu Gennaro Verolino auf catholic-hierarchy.orgVorlage:Abrufdatum (englisch) (englisch, abgerufen am 3. Mai 2026)</ref> Anschließend studierte er Kirchen- und Profanrecht am Athenaeum S. Apollinare in Rom (heute Päpstliche Universität vom Heiligen Kreuz). Die dort lehrenden Professoren arbeiteten zugleich beim Staatssekretariat und holten den jungen Doctor iuris utriusque in den Dienst der Behörde und der päpstlichen Diplomatie.

In den Jahren des Zweiten Weltkriegs arbeitete Verolino in Budapest als Sekretär des Nuntius Angelo Rotta und beteiligte sich mit persönlichem Einsatz an dessen Rettungsaktion für ungarische Juden. Die Nuntiatur stellte im Jahr der deutschen Besetzung Budapests – März 1944 bis Februar 1945 – nach Schätzung Verolinos 25.000 bis 30.000 Schutzbriefe aus, mit denen attestiert wurde, dass eine Person unter dem Schutz der Nuntiatur stand. Auch bereits in KZ-Transportzüge Verladene wurden mithilfe dieser vom Besatzungsregime widerwillig respektierten Papiere noch herausgeholt.

Zwischen dem 14. Mai und dem 8. Juli wurden 437.400 ungarische Juden nach Auschwitz-Birkenau deportiert, etwa 90 % wurden unmittelbar im Vernichtungslager ermordet. Danach warteten nur noch die 230.000 Juden Budapests auf den Abtransport. Erst am 16. Januar 1945 konnten die sowjetischen Truppen Budapest befreien. Dank Einsatz mutiger Diplomaten der neutralen Staaten und weiteren Personen überlebten ungefähr 120.000 jüdische Bewohner der Stadt<ref name="levandehistoria.se">2004: Gennaro Verolino, Website levandehistoria.se (englisch, abgerufen am 3. Mai 2026)</ref> den zu Ende gegangenen Terror der deutschen Besetzer und der ungarischen Pfeilkreuzler.<ref>Chronology of Rescue by Monsignor Angelo Rotta and Father Gennaro Verolino, Vatican, Website holocaustrescue.org (29. Oktober 2017, englisch, abgerufen am 2. Mai 2026)</ref>

Am 5. und 6. September 1951 wurde Gennaro Verolini zum Titularerzbischof von Korinth und Nuntius in Guatemala und El Salvador ernannt. Am 7. Oktober 1951 empfing er in der Kapelle des Collège Pio Latino Americano durch Kardinal Clemente Micara die Bischofsweihe. Am 25. Februar 1957 wurde er Nuntius in Costa Rica. Im Jahr 1963 kehrte er an die Kurie zurück, wo er am 2. März zum Sekretär der Kongregation der Zeremonien ernannt wurde. Am 15. August 1967 wurde er Beamter des Staatssekretariats und am 16. April 1969 Präsident der Pontificia Commissione di Archeologia Sacra. Dieses Amt übte er bis zu seiner Emeritierung 1986 aus.<ref name="ReferenceA"/>

Ehrungen[Bearbeiten]

Datei:Medaille Gerechter unter den Völkern.png
Vorder- und Rückseite der Medaille Gerechter unter den Völkern.
Die Inschrift ist ein Zitat aus dem Mischnatraktat Sanhedrin: „Wer immer ein Menschenleben rettet, hat damit gleichsam eine ganze Welt gerettet.“

Verolinos wichtige Rolle bei der Rettungsaktion in Budapest wurde erst um die Jahrtausendwende bekannt und erforscht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Angehörige der

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gennaro Verolino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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