Georg Wurth
Georg Wurth (* 1972 in Remscheid) ist ein deutscher Lobbyist und Aktivist. Er ist Inhaber eines Unternehmens, das unter der Bezeichnung Deutscher Hanfverband (DHV) als Interessensvertretung der Cannabislegalisierung in Deutschland auftritt. Er stand zudem als Sachverständiger mehrmals bei Anhörungen in Ausschüssen des Bundestags<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Protokoll des Ausschusses für Gesundheit – 9. Mai 2012: Zugang zu medizinischem Cannabis. ( vom 13. November 2013 im Internet Archive) (PDF)</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Protokoll des Ausschusses für Gesundheit – 28. September 2011: „Drugchecking“. ( vom 12. November 2013 im Internet Archive) (PDF)</ref> und im Berliner Senat Rede und Antwort.
Leben und Ausbildung[Bearbeiten]
Georg Wurth studierte nach dem Abitur und Zivildienst 1992 als Beamter im gehobenen Dienst Steuerrecht und machte seinen Abschluss als Diplom-Finanzwirt (FH). Im Jahr 1996 zeigte sich Wurth selbst wegen Besitz von 4 Gramm Hanfblüten im Rahmen einer politischen Aktion an. Dabei verknüpfte er seine Anzeige mit der Forderung nach Cannabis-Legalisierung.<ref>Toby Leo Link: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.„Der Wandel ist greifbar“ – ein Gespräch mit Hanfverbandgeschäftsführer Georg Wurth. ( vom 9. Februar 2014 im Internet Archive) In: freiheitsliebe.de. 20. März 2012.</ref> Nach der Selbstanzeige war er Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Drogenpolitik der Bündnis 90/Die Grünen in NRW, des Grüne Jugend Fachforums Drogenpolitik<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Es bleibt noch viel zu tun. Die rot-grüne Drogenpolitik – eine Bilanz von Georg Wurth und Max Plenert. ( vom 1. Februar 2014 im Internet Archive) Grüne Jugend, 1. Juni 2002.</ref> und des Bundesnetzwerkes Drogenpolitik bei den Grünen. Er verfasste das „Drogenpolitische Grundsatzprogramm“ der Grünen Jugend mit. Von 1997 bis 2000 war er bei Bündnis 90/Die Grünen in Remscheid politisch aktiv und u. a. Fraktionsvorsitzender. 1998 trat er bei der Bundestagswahl für die Grünen im Wahlkreis 71 in Solingen als Direktkandidat an und erreichte 3,85 % der Erststimmen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ergebnis im Wahlkreis 71 bei der Wahl 1998 ( vom 2. Februar 2014 im Internet Archive) solingen.de</ref><ref>Georg will die Million, damit Hanf legal wird (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Remscheider-Generalanzeiger, 9. Januar 2014</ref> Seit 2002 leitet er den Deutschen Hanfverband.<ref>Über die Autoren, Georg Wurth, rauschzeichen.de</ref> Georg Wurth lebt in Berlin.<ref>Cannabis: Seriosität statt Kiffer-Folklore. In: Die Zeit. Nr. 13, 2015 (zeit.de).</ref>
Arbeit für den Deutschen Hanfverband[Bearbeiten]
Wurth ist seit 2002 Geschäftsführer beim Deutschen Hanfverband (DHV) und seit 2004 dessen Inhaber. Als Interessenvertretung der Legalisierungsbefürworter hat der DHV, der als Einzelunternehmen von Georg Wurth geleitet wird, über 9000 Mitglieder.
Cannabis-Petition 2010[Bearbeiten]
Georg Wurth unterstützt die Einrichtung von Cannabis Social Clubs (CSC). Wurth startete 2010 die Petition „Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten“ an den Deutschen Bundestag.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten. ( vom 6. März 2014 im Internet Archive) In: CannabisPetition.de. 21. Oktober 2010.</ref> Die Petition erreichte über den Mitzeichnungszeitraum 21.309 Unterschriften.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Suchtgefahren – Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten. ( des Vorlage:IconExternal vom 6. September 2023 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: epetitionen.bundestag.de. 21. Oktober 2010.</ref>
Zukunftsdialog mit Angela Merkel[Bearbeiten]
2011/12 bekam die Frage von Georg Wurth zur Legalisierung von Cannabis in Angela Merkels Zukunftsdialog die meiste Unterstützung.<ref>Florian Gathmann: Merkels Bürger-Dialog im Kanzleramt: „Insgesamt sind wir ja sehr tolerant durchgekommen“. In: Spiegel Online. 3. Juli 2012.</ref> Merkel antwortete auf die Fragen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Hanf-Frage auf Youtube: Merkel sagt „Nein“ zum Joint. ( vom 2. Februar 2014 im Internet Archive) In: Märkische Oderzeitung. 23. November 2011.</ref><ref>Die Kanzlerin antwortet – Teil 3, Bundesregierung, 18. November 2011</ref> Nach Meinung Georg Wurths und des Hanfverbandes zeigte sie sich uninformiert.<ref>Das Fazit von Georg Wurth (Hanfverband) zum Zukunftsdialog von Kanzlerin Merkel. Deutsche Hanfverband, 4. Juli 2012</ref>
Millionärswahl[Bearbeiten]
Georg Wurth nahm im Januar 2014 an der Millionärswahl von der ProSiebenSat.1 Media teil und nutzte die gewonnene Million zum weiteren Aufbau des DHV.<ref>Georg Wurth siegt in zweiter Folge „Millionärswahl“: Cannabis-Lobbyist gewinnt, Quoten stürzen ab, Abendzeitung München, 11. Januar 2014</ref><ref>Hanfverbandschef bei der „Millionärswahl“: Gebt das Hanf frei, taz, 25. Januar 2014</ref><ref>Cannabis-Aktivist Georg Wurth gewinnt die Million, Die Welt, 26. Januar 2014</ref>
Sonstiges Engagement[Bearbeiten]
Wurth ist zusammen mit mehreren Professoren u. a. Lorenz Böllinger, Gundula Barsch und Horst Bossong Mitglied im Schildower Kreis, einem Netzwerk von Experten, das auf die schädlichen Folgen der Drogenprohibition aufmerksam machen und legale Alternativen zur repressiven Drogenpolitik aufzeigen will. Weiterhin ist er Sprecher beim LEAP (Law Enforcement Against Prohibition) Deutschland e. V., welcher sich für die Legalisierung von Drogen einsetzt.<ref>LEAP (Law Enforcement Against Prohibition) Deutschland e. V.: Vorstand, Mitglieder: Sprecher*innen, Mitglieder: Unterstützer*innen. Law Enforcement Against Prohibition, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Dezember 2019; abgerufen am 4. Dezember 2019.</ref>
Veröffentlichungen[Bearbeiten]
- Mit Steffen Geyer: Rauschzeichen – Cannabis: Alles, was man wissen muss. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008, ISBN 978-3-462-03999-3.
- Mit Harry Luck: Der Dicke: Eine seltsame Familie. Gerhard Hess Verlag, 1995, ISBN 3-87336-214-7.
- Die Reform-Konferenz und Medical Marijuana Dispensaries in Kalifornien. In: Ralf Gerlach, Heino Stöver (Hrsg.): Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten – Legalisierung von Drogen. Mit einem Geleitwort von Tom Koenigs. Fachhochschulverlag, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-943787-03-0, S. 277–286.
Siehe auch[Bearbeiten]
- Law Enforcement Against Prohibition
- Marijuana Policy Project, ähnliche Organisation in den USA
- NORML, ähnliche Organisation in den USA
- Rechtliche Aspekte von Cannabis
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wurth, Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lobbyist |
| GEBURTSDATUM | 1972 |
| GEBURTSORT | Remscheid |
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- Politiker (Remscheid)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied
- Deutscher
- Geboren 1972
- Mann