George Auriol
(Georges Redon, 1894)
George Auriol, eigentlich Jean-Georges Huyot (* 26. April 1863 in Beauvais (Oise); † 3. Februar 1938 in Paris) war ein französischer Lyriker, Liedtexter, Grafiker und Künstler des Jugendstils. Auriol erlangte Ende des 19. Jahrhunderts als Sänger und Komponist populärer Lieder mit eigenen Texten seinen größten Ruhm. Er ging auch als Freund von Alphonse Allais und Mitglied der Fumisten-Gruppe in die Geschichte ein.
Leben und Werk[Bearbeiten]
Auriol kam 1883 nach Paris und wurde in die Typographie und Buchgestaltung durch Eugène Grasset eingewiesen. Ab 1885 arbeitete er für die Redaktion der satirischen Zeitschrift Chat noir, die von dem Club Le Chat Noir in Paris publiziert wurde. Er komponierte nebenbei Chansons (Am berühmtesten wurde die Romanze «Quand les lilas refleuriront»). Auriol arbeitete als Illustrator für die Verlage Éditions Larousse und Hachette. Auriol, ein Bohemien, war befreundet mit Erik Satie.<ref>Orledge, Robert (Roger Nichols, trans.) Satie Remembered. Hal Leonard Corporation, 1995. ISBN 1-57467-000-X, ISBN 978-1-57467-000-4</ref>
Georges Auriol gehörte der Fumisten-Gruppe an und lernte viel von ihr, sowohl im Hinblick auf sein Verhalten als auch auf seine Kreativität. Alphonse Allais schätzte seine freie und „unkonventionelle“ Art sehr und schrieb mehrere Geschichten über ihn, eine davon trug den Titel: „Mein Freund Georges Auriol“.<ref name="Alph" details="S. 173">Juri Khanon: „Alphonse, der keiner war (oder ein Buch im vorletzten Sinne des Wortes).“ Zentrum für Mittlere Musik und Gesichter Russlands, Sankt Petersburg 2013. (russisch)</ref> In dieser Geschichte schilderte Allais die unbeschwerte, ja fast frivole Art, in der Auriol durch Paris schlenderte und seine fumistischen Eskapaden auslebte (Aktionen, die dem späteren Hooliganismus der Dadaisten ähnelten).
1900 begann Auriol in Zusammenarbeit mit Georges Peignot, dem Direktor von Deberny & Peignot, die Schriftarten Auriol (1901–1904) und Robur zu entwerfen.<ref>R.I.T. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.II: History of the Peignot Typefoundry ( des Vorlage:IconExternal vom 3. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 11. Februar 2021 (englisch)</ref> Auriol, La Française, Champlève, Le clair de lune und Robur befinden sich heute im Besitz von Linotype.<ref>Linotype Auriol, abgerufen am 11. Februar 2021</ref>
Auriol schuf Theaterplakate für André Antoines Théâtre Libre und für das Théâtre du Chat Noir am Montmartre.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.art.com: Theatre Du Chat Noir (Flowers) ( vom 12. Februar 2012 im Internet Archive)</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Fields, Armond and Leroy-Crevecœur, Marie. George Auriol. Layton, Utah: Peregrine Smith Books, 1985. ISBN 0-87905-200-7, ISBN 978-0-87905-200-3
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Auriol, George |
| ALTERNATIVNAMEN | Huyot, Jean-Georges (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Lyriker, Liedtexter, Grafiker und Künstler des Jugendstils |
| GEBURTSDATUM | 26. April 1863 |
| GEBURTSORT | Beauvais |
| STERBEDATUM | 3. Februar 1938 |
| STERBEORT | Paris |