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Georgi Erichowitsch Langemak

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Datei:Georgiy Langemak 01.jpg
Georgi Erichowitsch Langemak (1935 oder 1936, als Militäringenieur 1. Klasse)

Georgi Erichowitsch Langemak ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 8. Julijul. / 20. Juli 1898greg.<ref name="Trefilowa">Jana Trefilowa: Die Geschichte wie Georgi Langemak die berühmten Katjuscha-Raketenwerfer entwickelte, abgerufen am 29. Oktober 2023</ref> in Starobelsk, Russisches Kaiserreich; † 11. Januar 1938 in Moskau<ref name="Siddiqi174">Siddiqi: Red Rockets' Glare - Spaceflight and the Soviet Imagination 1857 - 1957., 174–175</ref>, UdSSR) war ein sowjetischer Konstrukteur sowie ranghoher Militäringenieur 1. Klasse (→Sowjetische Generalsränge).

Leben[Bearbeiten]

Georgi Langemaks Vater war der Deutsche Erich Langemak, Student der Berliner Universität, die Mutter Maria war Schweizerin. Beide hatten die Staatsbürgerschaft des Russischen Kaiserreichs angenommen und gingen einem Dienst im Bildungsministerium nach. Der Vater erlangte den Titel eines Staatskommissars. Er erhielt den Sankt-Stanislaus-Orden (2. Grades). Der Vater verstarb im Jahre 1905.

Georgi Langemak beherrschte wegen seiner Herkunft neben der russischen auch die deutsche und französische Sprache. Im Jahr 1919 trat er der Roten Armee bei und diente dort bei der Küsten-Artillerie bei der Festung Kronstadt. 1921 heiratete er mit kirchlicher Trauung, weswegen er aus der KPR(B) ausgeschlossen wurde.<ref name="Siddiqi174"/> Langemak absolvierte von 1923 bis 1928 an der F. E. Feliks Dzierzynski Artillerieakademie in Leningrad ein Ingenieursstudium. Im September 1933 stieg er zum Leiter der Entwicklungsabteilung für Pulverraketen im RNII ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Reaktiwny Nautschno-Issledowatelski Institut), der sowjetischen Raketenforschungsanstalt in Moskau und Leningrad (heute Sankt Petersburg) auf.<ref>Stache: Sowjetische Raketen im Dienst von Wissenschaft und Verteidigung., S. 55–57</ref> Unter Langemaks Leitung wurden von 1935 bis 1937 die Luft-Boden-Raketen RS-82 und RS-132 entwickelt.<ref name="Stache74">Stache: Sowjetische Raketen im Dienst von Wissenschaft und Verteidigung., S. 74–75</ref>

Am 4. November 1937 wurde Langemak im Zuge des Großen Terrors von der sowjetischen Staatssicherheit NKWD verhaftet.<ref name="Siddiqi174"/> Man verurteilte ihn am 11. Januar 1938 zum Tode durch Erschießen.

Für die unter Langemaks Leitung entwickelte RS-132 wurde Juni 1938 eine Startvorrichtung für insgesamt 24 Geschosse auf einem LKW des Typs ZIS-5 installiert, die als Prototyp der Mehrfachraketenwerfer Katjuscha gelten kann.<ref name="Stache74"/> Georgi Langemak gilt deswegen als einer der führenden Schöpfer der Katjuscha – von den Deutschen Stalinorgel genannt –, die von der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Im Jahre 1955 rehabilitierte man Georgi Langemak und ernannte ihn offiziell zum Vater der Katjuscha (russ. отец Катюши).

1970 wurde der Mondkrater Langemak<ref>Georgi Erichowitsch Langemak im Gazetteer of Planetary Nomenclature der IAU (WGPSN) / USGS</ref> nach ihm benannt und 1991 wurde er postum als Held der sozialistischen Arbeit ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Stache: Sowjetische Raketen im Dienst von Wissenschaft und Verteidigung. Militärverlag der DDR, Berlin 1987, ISBN 3-327-00302-5.
  • Asif A. Siddiqi: Red Rockets' Glare – Spaceflight and the Soviet Imagination 1857 - 1957. Cambridge University Press, New York 2010, ISBN 978-0-521-89760-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Georgi Langemak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references /> Vorlage:Hinweisbaustein