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Gerber (Stuttgart)

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Das Gerber
Das Gerber
Das Gerber an der Ecke Paulinenstraße/Tübinger Straße
Basisdaten
Standort: Stuttgart-Mitte
Eröffnung: 23. September 2014
Verkaufsfläche: 25.000 m²
Geschäfte: 85
Eigentümer: Gerber GmbH & Co. KG
Verkehrsanbindung
Bahnhof: Stadtmitte
Haltestellen: Rotebühlplatz (Das Gerber)
Österreichischer Platz
Marienstraße
Wilhelmsbau
S-Bahn: S 1 S 2 S 3
S 4 S 5 S 6/S 60
U-Bahn: U1 U2 U4 U11
Omnibus: 43, 44, 92, N2
Autostraßen: 27a
Parkplätze: 650 (davon 550 öffentlich)
Fahrradparkplätze: 200
Technische Daten
Bauzeit: Januar 2011–September 2014
Architekten: EPA Planungsgruppe GmbH / Architekturbüro Bernd Albers (Berlin)
Baustil: Modern
Baustoff: Rohbau: Stahlbeton
(10.200 Tonnen Stahl,
65.000 Kubikmeter Beton)
Fassade:
5.200 m² Muschelkalk
Baukosten: ca. 250 Mio. Euro
Lage des Einkaufszentrums
Koordinaten: 48° 46′ 19,2″ N, 9° 10′ 19,2″ OKoordinaten: 48° 46′ 19,2″ N, 9° 10′ 19,2″ O
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Datei:Das Gerber7.jpg
Blick auf die Ostseite
Datei:Das Gerber8.jpg
Blick auf die Westseite

Das Gerber ist ein Gebäudekomplex in der Innenstadt von Stuttgart. Herzstück ist das Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche von rund 25.000 Quadratmetern, zudem befinden sich auch zahlreiche Wohnungen und Büros im Gebäude. Die Eröffnung fand am 23. September 2014 statt, die Wohnungen wurden in der ersten Jahreshälfte 2015 bezogen.

Allgemeines[Bearbeiten]

Das Gerber befindet sich im südlichen Teil der Stuttgarter Innenstadt, im Karree zwischen der Tübinger Straße, der Sophienstraße, der Marienstraße und der Paulinenbrücke. Der Name bezieht sich auf das umliegende Gerberviertel.

Projektträger war die Württembergische Lebensversicherung, vertreten durch die Phoenix Real Estate Development GmbH. Für die Architektur war das Berliner Architekturbüro Bernd Albers verantwortlich.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das Gerber. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Januar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stuttgart.de Stadt Stuttgart, abgerufen am 1. Juni 2013.</ref>

Das Grundstück ist rund 14.000 m² groß. Auf 25.000 m² Gewerbefläche haben 86 Läden und Lokale ihren Platz. Insgesamt wurden 90 Wohnungen mit insgesamt 9.000 m² Wohnfläche geschaffen. In der Tiefgarage gibt es 650 Autostellplätze und 200 Fahrradstellplätze.<ref name="MartinHaar1">Martin Haar: Das Gerber in Zahlen. In: Stuttgarter Nachrichten. 17. Februar 2013 (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref>

Die Investitionssumme betrug 250 Millionen Euro.<ref name="MartinHaar1" /> Der Bau sollte ursprünglich bis April 2014 abgeschlossen sein,<ref name="MartinHaar2">Martin Haar: Das Gerber verlängert die Königstraße. In: Stuttgarter Nachrichten. 17. Februar 2013 (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref> der Termin wurde jedoch auf September 2014 verschoben.<ref name="Oswald1">Hildegund Oßwald: Milaneo und Gerber eröffnen wohl zeitgleich. In: Stuttgarter Zeitung. 22. Mai 2013 (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref>

Baugeschichte[Bearbeiten]

In der Vorbereitungsphase lief das Projekt unter dem Namen Quartier S. Im Dezember 2010 reichte die Württembergische Lebensversicherung bei der Stadt Stuttgart den Bauantrag ein, nun unter dem Namen Gerber.<ref>"Quartier S" in "Gerber" umbenannt. In: Schwäbisches Tagblatt. 9. März 2011 (tagblatt.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref> Im Februar 2011 begann der Abbruch der alten Bausubstanz.<ref>Baustart für das „Quartier S“. In: Eßlinger Zeitung. Januar 2012 (esslinger-zeitung.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref> Von zwei denkmalgeschützten Gebäuden in der Tübinger Straße 22 und der Sophienstraße 21 blieb zugunsten eines Zugangs zum Einkaufszentrum nur die Fassade erhalten.<ref>QuartierS: Dritter Eingang genehmigt. In: Stuttgarter Nachrichten. 28. Juni 2011 (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref> Anfang September 2011 war die alte Gebäudesubstanz im Karree abgerissen, bis auf die Auferstehungskirche an der Sophienstraße.<ref>Jürgen Bock: Eine leere Kirche trotzt den Baggern. In: Stuttgarter Nachrichten. 5. September 2011 (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref>

Ende 2011 war die Baugrube ausgehoben.<ref>Hildgund Oßwald: Die Innenstadt erweitert sich nach Süden. In: Stuttgarter Zeitung. 9. Januar 2012 (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref> Im April 2012 wurde der Grundstein gelegt.<ref>Hildgund Oßwald: Eine Aussichtsplattform für Schaulustige. In: Stuttgarter Zeitung. 20. April 2012 (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref>

Die Baustelle fiel zeitlich zusammen mit drei anderen großen Bauten in unmittelbarer Nähe: dem Gewerbe- und Wohngebäudekomplex Caleido und dem Erweiterungsbau der Württembergische Gemeinde-Versicherung. Zur gleichen Zeit wandelte die Stadt im Projekt Shared Space (Gemeinschaftsstraße) den nördlichen Teil der Tübinger Straße in eine verkehrsberuhigte Zone um. Daran schloss sich eine Baustelle der EnBW an. In der Nähe wurde am Bürogebäude Pauline gebaut. Anwohner und Gewerbetreibende beschwerten sich über diese Häufung von Baustellen wegen der daraus resultierenden Enge, dem Lärm und dem Schmutz.<ref>Christoph Meyer: Droht Stuttgart ein Baustellenchaos? In: Stuttgarter Nachrichten. 25. Juni 2012 (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref> Der starke Baustellenverkehr, verbunden mit zugeparkten Zebrastreifen auf dem Schulweg, gefährde Schulkinder, beschwerte sich der Rektor des Karls-Gymnasiums im Bezirksbeirat.<ref>Jürgen Lessat: Chaos am Gerber gefährdet Schulkinder. In: Stuttgarter Nachrichten. 28. März 2012 (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref>

Auch die Auferstehungskirche musste im März 2013 einem Neubau des Projekts Sophie 23 weichen, der am Gerber angrenzt. Die Kirche war ursprünglich 1879 erbaut worden, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und dann wiedererbaut worden. Sie stand nicht unter Denkmalschutz, was jedoch kontrovers diskutiert wurde.<ref>Thomas Faltin: Aus für die Auferstehungskirche. In: Stuttgarter Zeitung. 20. März 2013 (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref>

Am 24. September 2013 wurde das Richtfest gefeiert.<ref>Sven Hahn: Richtfest im Gerberviertel, Stuttgarter Zeitung, 1. Oktober 2013, abgerufen am 1. Oktober 2013.</ref>

Wirtschaftliche Entwicklung[Bearbeiten]

Im Oktober 2012 waren laut Projektträger 60 % der Fläche vermietet. Unter den Mietern befinden sich Discounter wie Aldi, eine dm-Drogerie, italienische Modemarken wie Calzedonia und Intimissimi, die Osiandersche Buchhandlung, Dienstleister und Friseure.<ref>60 Prozent des Gerber vermietet. In: Stuttgarter Zeitung. 22. Oktober 2012 (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref> Als Hauptmieter schloss im Mai 2013 das amerikanische Unternehmen Urban Outfitters einen Vertrag ab.<ref name="Oswald1" /> Ende August 2014 meldete die Projekt-Entwickler-Gesellschaft, dass das Einkaufszentrum vollvermietet ist.<ref>Martin Haar: Einkaufszentrum meldet Vollvermietung: Nobel-Wohnungen auf dem Gerber-Dach. Stuttgarter Nachrichten, 23. August 2014, abgerufen am 26. September 2014.</ref>

Einige Monate nach Eröffnung zogen Mieter aus dem schlecht frequentierten ersten Stockwerk aus. August 2015 wurde das Management vollständig ausgetauscht, auch die bisherige Verwaltungsgesellschaft musste bis Oktober 2015 die Führung an eine andere Gesellschaft abgeben.<ref>Sven Hahn: Das Gerber bekommt neue Chefs. In: Stuttgarter Zeitung. 31. August 2015, abgerufen am 31. August 2015.</ref>

Verkehr[Bearbeiten]

Datei:StuttgartTuebingerStr 2013-06.jpg
Gemeinschaftsstraße im Nordteil der Tübinger Straße

Das Gerber ist von der S- und Stadtbahnhaltestelle Stadtmitte und von der Stadtbahnhaltestelle Österreichischer Platz jeweils in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Gegenüber, an der Paulinenstraße, befindet sich die Bushaltestelle Marienstraße.

Drei von den vier Straßen, die das Karee umgeben, sind relativ enge Gassen. Alle vier umgebenden Straßen wurden von der Stadt neu gestaltet. Der Investor, der eine attraktivere Umgebung für die Kundschaft wünschte, beteiligt sich an den Kosten.<ref>Marc Schieferecke: Das vergessene Schwesterchen. In: Stuttgarter Zeitung. 28. März 2013 (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref> Die Tübinger Straße wurde 2012 zu einem Shared Space umgestaltet.<ref>Thomas Faltin: Die Tübinger Straße hat wieder Zukunft. In: Stuttgarter Zeitung. 5. November 2012 (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref>

Rezeption[Bearbeiten]

Das Projekt war umstritten. Während Stadtplaner eine Belebung des Gerberviertels vorhersagten,<ref name="Oswald1" /> das am Rande der Innenstadt abseits der Königstraße bis dato keine besondere Attraktion böte, befürchteten Kritiker einen ruinösen Konkurrenzkampf zulasten des Einzelhandels im Viertel und in der Innenstadt.<ref name="MartinHaar3">Martin Haar: Wie stark schaden Milaneo und Gerber der City? In: Stuttgarter Nachrichten. 27. Mai 2013 (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 1. Juni 2013]).</ref> Durch das zeitgleich öffnende Milaneo im Europaviertel würde dieser Konkurrenzdruck verschärft.<ref name="MartinHaar3" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Das Gerber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />