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Gerbera

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Gerbera
Datei:Gerbera jamesonii 04.jpg

Gerbera jamesonii

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Mutisioideae
Gattung: Gerbera
Wissenschaftlicher Name
Gerbera
L.

Gerbera ist der botanische und zugleich der deutsche Name einer Pflanzengattung und ihrer Züchtungen. Die Gattung Gerbera gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Viele Sorten werden als Schnittblumen verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Gerbera (332506223).jpg
Gerbera, blühend und fruchtend
Datei:Gerbera Pollen 400x.jpg
Pollen einer Gerbera-Art (400×)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Gerbera-Arten und -Sorten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Es werden Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet.<ref name="FoC" />

Die Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten zusammen. Die pergamentartigen bis ledrigen Blattspreiten sind verkehrt-lanzettlich, länglich, verkehrt-eiförmig, eiförmig oder fast-kreisförmig und fiederlappig, fiederspaltig, fiederteilig oder meist einfach. Die Blattränder sind wellig, gezähnt bis gesägt.<ref name="FoC" /> Die Laubblätter können behaart oder kahl sein.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Je Blattachsel wird auf einem schlanken Blütenstandsschaft, der keine, wenige bis viele Hochblätter besitzt, ein einzelner, endständiger körbchenförmiger Blütenstand gebildet; selten gibt es in einer Blattachsel mehr als einen Blütenkorb.<ref name="FoC" />

Das Involucrum ist verkehrt-konisch bis breit-glockenförmig. Es sind zwei bis drei oder mehr Reihen von Hüllblättern vorhanden, die sich dachziegelartig überdecken.<ref name="FoC" /> Auf dem flachen, kahlen Blütenkorbboden sind keine Spreublätter vorhanden.<ref name="FoC" /> Alle Blüten im Blütenkorb sind fertil.<ref name="FoC" /> Es ist eine Reihe äußerer Blüten, die rein weiblich sind, vorhanden;<ref name="FoC" /> meist besitzen sie Staminodien. Die inneren Blüten sind zwittrig<ref name="FoC" /> oder funktional männlich. Die Kronröhre endet zweizipfelig.

Die stielrunden oder spindelförmigen Achänen sind vier- bis zehngerippt und kahl oder fein behaart. Der Pappus besteht aus rauen Borsten.<ref name="FoC" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46 oder 50.<ref name="FoC" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Gerbera wurde 1758 durch Carl von Linné in Opera Varia aufgestellt.<ref name="Tropicos" /><ref>Carl von Linné: Opera varia in quibus continentur Fundamenta botanica, Sponsalia plantarum, et Systema naturae. In quo proponuntur naturae regna tria secundum classes, ordines, genera & species. Lucca 1758 (online).</ref> Synonyme für Gerbera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. nom. cons. sind: Gerbera sect. Piloselloides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Less., Atasites Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Neck., Berniera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Lasiopus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cass., Piloselloides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Less.) C.Jeffrey ex Cufod.<ref name="GlobalCompositaeChecklist" />

Die Gattung Gerbera gehört zur Tribus Mutisieae in der Unterfamilie Mutisioideae innerhalb der Familie Asteraceae.<ref name="GRIN" />

Die Verbreitung der Gattung Gerbera ist rein altweltlich. Die etwa 30 Arten sind vor allem in Afrika, Madagaskar und im tropischen Asien verbreitet. Die meisten Arten (18 Arten) gibt es in Südafrika (nur wenige Arten kommen nur in der Capensis vor). Acht Arten gibt es nur auf Madagaskar<ref name="CoVPoMadagascar" /> und etwa sechs Arten sind in Asien verbreitet (Stand 2011).<ref name="FoC" />

Datei:Hilton Daisy.jpg
Gerbera aurantiaca im Habitat
Datei:Flower, Gerbera Jamesonii - Flickr - nekonomania.jpg
Gerbera jamesonii
Datei:Gerbera viridifolia, Waterberg.jpg
Gerbera viridifolia

Es gibt etwa 30 Gerbera-Arten:<ref name="Katinas et al 2008" /><ref name="GlobalCompositaeChecklist" />

Die Arten der Gattung Leibnitzia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cass. gehören nicht mehr in die Gattung Gerbera:<ref name="Baird2010" />

Auch nicht mehr in die Gattung Gerbera gehört:

Nutzung als Zierpflanze[Bearbeiten]

Gartenbauliche Geschichte der Gerbera[Bearbeiten]

1884 fand Robert James, ein Pflanzenhändler aus Durban in Südafrika, einen aparten Korbblütler auf den Goldfeldern von Barberton in Transvaal. Er schenkte „Barberton Daisy“, das Barberton-Gänseblümchen, dem Botanischen Garten in Durban; dessen Leiter erkannte in ihr eine Gerbera. 1886 gelangte ein erstes Herbar-Exemplar in den königlichen Garten nach Kew bei London. 1889 wurden die ersten Gerbera registriert, beschrieben und der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese erste wissenschaftliche Beschreibung stammt von J. D. Hooker im Curtis Botanical Magazine. Er beschreibt die südafrikanische „Barberton Daisy“ (heute Gerbera jamesonii).

1890 begannen erste Kreuzungsversuche durch Irwin Lynch am Botanischen Garten von Cambridge. 1893 gelangten die Gerbera nach Deutschland, die erste Gerberapflanze wurde von Ferdinand Friedrich Haage in Erfurt kultiviert.

Gerbera-Sorten sind nicht winterhart.

Die Gerbera gehört weltweit zu den beliebtesten Schnittblumen. Seit den 1990er Jahren werden einige Sorten auch als Zimmerpflanzen angeboten.

2009 begannen Händler eine Sortengruppe der Gerbera anzubieten, welche in Gebieten mit geringem Frost winterhart ist (Garvinea ®). Sie kann im Freien ungeschützt jedoch nur bis −5 °C überwintern.<ref name="GartenfreundeCh" />

Die zahlreichen Züchtungen sind meistens Kreuzungen zwischen Gerbera jamesonii und anderen südafrikanischen Gerbera-Arten wie Gerbera viridifolia. Die Kreuzungen werden Gerbera-Hybriden genannt.

Verwendung als Schnittblume[Bearbeiten]

Zur Stabilisierung des Stängels werden die Stängel der Gerbera-Blüten mit einem Blumendraht spiralig umwunden, der oben in den Blütenkorb eingestochen wird oder er wird anders stabilisiert. Gerbera sind mit anderen Schnittblumen in Vasen gut verträglich.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Gerbera bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="CoVPoMadagascar"> Gerbera bei Tropicos.org. In: Catalogue of the Vascular Plants of Madagascar. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPakistan"> Gerbera bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="RedListSA"> Artenliste zu Gerbera in der Red List of South African Plants </ref> <ref name="GlobalCompositaeChecklist"> Christiana Flann (Hrsg.), 2009+: @1@2Vorlage:Toter Link/compositae.landcareresearch.co.nzGerbera bei Global Compositae Checklist. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2022. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) letzter Zugriff am 16. April 2018 </ref> <ref name="Katinas et al 2008"> L. Katinas, J. Pruski, G. Sancho, M. C. Tellería: The subfamily Mutisioideae (Asteraceae). In: The Botanical Review. Volume 74, 2008, S. 469–716. doi:10.1007/s12229-008-9016-6 </ref> <ref name="Katinas1998"> Liliana Katinas: The Mexican Chaptalia hintonii is a Gerbera (Asterceae, Mutisieae). In: Novon, vol. 8(4), p. 380–385, 1998. </ref> <ref name="GartenfreundeCh"> Bert Stankowski: Informationen bei Gartenfreunde.ch: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Winterharte Gerbera, eine Gartenrevolution? (Memento vom 17. April 2015 im Internet Archive) </ref> <ref name="SwazilandFloraDb"> @1@2Vorlage:Toter Link/www.sntc.org.szSwaziland's Flora Database. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2022. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) </ref> <ref name="GerberaSylvicola2014"> Isabel Marion Johnson, Neil R. Crouch, Trevor J. Edwards: Gerbera sylvicola (Asteraceae: Mutisieae), a new forest species from KwaZulu-Natal, South Africa. In: Phytotaxa, Volume 186, Issue 4, 2014. doi:10.11646/phytotaxa.186.4.7 </ref> <ref name="FoC"> Tiangang Gao, D. J. Nicholas Hind: Gerbera Linnaeus, S. 13–15 – textgleich online wie gedrucktes Werk. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2011, ISBN 978-1-935641-07-0. </ref> <ref name="Baird2010"> Kirsten E. Baird, Vicki A. Funk, Jun Wen, Andrea Weeks: Molecular phylogenetic analysis of Leibnitzia Cass. (Asteraceae: Mutisieae: Gerbera-complex): An Asian-North American disjunct genus. In: Journal of Systematics and Evolution, Volume 48, 2010, S. 161–174. doi:10.1111/j.1759-6831.2010.00077.x </ref> </references>

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans V. Hansen: A taxonomic revision of the genus Gerbera (Compositae, Mutisieae) sections Gerbera, Parva, Piloselloides (in Africa), and Lasiopus. In: Opera Botanica, Volume 78, 1985, S. 5–36.
  • Hans V. Hansen: Notes on Gerbera sect. Pseudoseris (Compositae-Mutisieae). In: Nordic Journal of Botany, Volume 5, 1985, S. 451–453.
  • Hans V. Hansen: Phylogenetic studies in the Gerbera-complex (Compositae, tribe Mutisieae, subtribe Mutisiinae). In: Nordic Journal of Botany, Volume 9, 1990, S. 469–485.
  • Liliana Katinas: The Gerbera complex (Asteraceae: Mutisieae): to split or not to split. In: SIDA, Contributions to Botany, Volume 21, 2004, S. 935–940.
  • G. L. Nesom: Response to The Gerbera complex (Asteraceae: Mutisieae): to split or not to split by Liliana Katinas. In: SIDA, Contributions to Botany, Volume 21, 2004, S. 941–942.
  • Hans V. Hansen: Comments on the Gerbera-complex (Asteraceae: Mutisieae). In: SIDA, Contributions to Botany, Volume 22, Issue 1, 2006, S. 539–543. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
  • E. Pasini, Vicki A. Funk, T. T. de Souza-Chies, S. T. S. Miotto: New insights into the phylogeny and biogeography of the Gerbera-complex (Asteraceae: Mutisieae). In: Taxon, Volume 65, 2016, S. 547–562. doi:10.12705/653.7
  • Xiaodan Xu, Wei Zheng, Vicki A. Funk, Jun Wen: Home at Last II: Gerbera hieracioides (Kunth) Zardini (Mutisieae, Asteraceae) is really a Chaptalia. In: PhytoKeys, Volume 95, 2018, S. 93–106. doi:10.3897/phytokeys.95.22916
  • Xiaodan Xu, Wei Zheng, Vicki A. Funk, Kexin Li, Jie Zhang, Jun Wen: Home at last III: Transferring Uechtritzia and Asian Gerbera species into Oreoseris (Compositae, Mutisieae). In: PhytoKeys, Volume 96, 2018, S. 1–19. doi:10.3897/phytokeys.96.23142

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gerbera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Gerbera – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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