Zum Inhalt springen

Gerd Berendt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Gerd Berendt (* 28. August 1915 in Lommatzsch; † unbekannt) war ein deutscher Schriftsteller, Redakteur, Verleger und Herausgeber von Magazinen, der unter verschiedenen Pseudonymen wie Lanzelot Gobbo, Eugen Trass, Klaus Bernhardt, Eugen Fock, Jupp Heydecker, Sebastian und Till veröffentlichte.<ref>vgl. Kürschners Deutscher Literaturkalender 1998, Bd. I, S. 72</ref>

Leben[Bearbeiten]

Zwischen 1943 und 1956 entstanden mehrere Romane und Jugenderzählungen. Spätestens ab 1970 zeichnete er sich als Chefredakteur für zahlreiche Bildmagazine und Hefte verantwortlich, die als Publikationen zur Freikörperkultur vertrieben wurden.<ref>vgl. Literatur von Gerd Berendt in der Deutschen Nationalbibliothek</ref>

Besondere Bekanntheit erlangte die bereits ab den 1950er Jahren erscheinende Magazinreihe Sonnenfreunde, die in Deutschland Jahrzehnte bis in die 1990er frei verkauft wurde. Berendt bot dazu einen „Sonnenfreunde-Reiseservice“ an, auch gab es einen „Internationalen-Naturistenbund, Interessenkreis-Gerd-Berendt“.<ref name="Schmuddeltourenfuehrer">zeit.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Schmuddeltourenführer (Memento vom 10. November 2011 im Internet Archive)</ref> Es kam auch zur Gründung eines international operierenden Verlages Gerd Berendt. Dieser wurde 1988 in einer Untersuchung der Universität Michigan zum weltweiten Kindersex- und Pornohandel erwähnt: Das Magazin des Verlags Adam Junior wende sich an Pädophile mit Interesse an heranwachsenden Jungen.<ref>vgl. Daniel S. Campagna, Donald L. Poffenberger: The Sexual Trafficking in Children: An Investigation of the Child Sex Trade. Auburn House Pub. Co., 1988, ISBN 0865691541, S. 112.</ref> Bisweilen zu Kritik führte auch in Deutschland die massiv auftretende nackte Darstellung sehr junger Kinder insbesondere in Sonderheften der Reihe Sonnenfreunde.<ref name ="Schmuddeltourenfuehrer" /> Doch erst viel später gab es auch Indizierungen.

Werke[Bearbeiten]

  • Jürgen, der Feldmeister (1943)
  • Ein Pudel aus gutem Hause (1948)
  • Sybille geht zum Film (1952)
  • Was ist mit Schwarzkopf los? (1953)
  • Die Bande der grünen Finger (1953)
  • Eins zu null für Jazz (als Klaus Bernhardt, 1956)
  • Klub zu zweien (als Lanzelot Gobbo, 1956)

Literatur[Bearbeiten]

  • Kürschners Deutscher Literaturkalender. 1998, Bd. I, S. 72

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein