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Gerhard Wattenberg

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Gerhard Wattenberg (* 18. August 1926 in Valdorf heute Vlotho; † 31. Mai 2016 in Vlotho) war ein deutscher Kommunalpolitiker (SPD) und ehrenamtlicher Landrat des Kreises Herford.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Wattenberg eine Ausbildung am Reichsbahnhof Süd in Bad Oeynhausen. Im Anschluss an den Schulbesuch war er im Reichsarbeitsdienst und der Wehrmacht, wo er zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Kriegsgefangenschaft geriet. Ab 1945 war er Bahnbeamter, ab 1965 Gewerkschaftssekretär und später Geschäftsführer bei der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands in Minden. Bei der Deutschen Bundesbahn hatte er zuletzt das Amt eines Bundesbahnbetriebsinspektors inne.<ref name="BAnz" />

Wattenberg war verheiratet und hatte zwei Kinder. Er starb 2016.<ref>Jürgen Gebhard: Gerhard Wattenberg verstorben. In: Westfalen-Blatt. 31. Mai 2016, abgerufen am 11. Dezember 2016.</ref>

Politik[Bearbeiten]

Wattenberg war vom 30. März 1973 bis zum 30. September 1999 Mitglied im Kreistag des Kreises Herford und vom 1. Oktober 1987 bis zum 19. Oktober 1989 dort SPD-Fraktionsvorsitzender. Dem Stadtrat der Stadt Vlotho gehörte er ab 1975 an und war von 1984 bis 1994 ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Vlotho.

Nach dem Tod des Herforder Landrats Siegfried Moning (SPD) wurde Wattenberg am 20. Oktober 1989 vom Kreistag Herford zu dessen Nachfolger gewählt und amtierte bis 1999 als letzter ehrenamtlicher Landrat des Kreises Herford. Währenddessen war er Mitglied zahlreicher Gremien des Landkreistages Nordrhein-Westfalen, Aufsichtsratsvorsitzender der Bau- und Siedlungsgenossenschaft für den Kreis Herford und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Herford, dem er bereits ab 1983 angehört hatte.

Am 23. Mai 1999 nahm Wattenberg auf Vorschlag der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen als Mitglied der 11. Bundesversammlung an der Wahl des Bundespräsidenten teil.

Von 2000 bis 2012 war Wattenberg Vorsitzender des Seniorenbeirates seiner Heimatstadt Vlotho.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Wattenberg wurde 1992 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland<ref name="BAnz">Bundesanzeiger vom 30. Juni 1993</ref> und 2001 der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Landkreistag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Dokumentation über die Landräte und Oberkreisdirektoren in Nordrhein-Westfalen 1945–1991.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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