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Gerti Tetzner

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Gerti Tetzner (* 29. November 1936 in Wiegleben, Thüringen)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Autor/in: Gerti Tetzner.] In: Thüringer Literaturrat. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. September 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> ist eine deutsche Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Gerti Tetzner besuchte von 1951 bis 1955 die Oberschule in Gotha. Nach dem Abitur studierte sie von 1955 bis 1959 an der Universität Leipzig Rechtswissenschaften und schloss dieses Studium mit dem Staatsexamen ab. Anschließend arbeitete sie drei Jahre als Notarin im Bezirk Leipzig. Sie gab diesen Beruf auf und ist seit 1962 freie Schriftstellerin. Anfangs übte sie Nebentätigkeiten, u. a. in einer Spinnerei und bei der Post, aus. Ab 1966 absolvierte sie einen Kurs am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig, aus dem sie allerdings 1968 zwangsweise exmatrikuliert wurde. In den folgenden Jahren stand sie im Rahmen eines „operativen Vorgangs“ unter Beobachtung der Staatssicherheit. Nach der Wende war Tetzner zeitweise als ABM-Kraft beschäftigt und wirkte in einer Schuldnerberatungsstelle mit.

Gerti Tetzner wurde in den Siebzigerjahren bekannt durch ihren 1974 veröffentlichten Roman „Karen W.“, an dem sie seit Mitte der Sechzigerjahre gearbeitet hatte und in dem sie in ähnlicher Weise wie Brigitte Reimann und Christa Wolf das Schicksal einer Frau schildert, die im Konflikt zwischen dem Wunsch nach Selbstverwirklichung und persönlichem Glück und den Ansprüchen der DDR-Gesellschaft steht; der Ausweg besteht für Tetzners Protagonistin im Ausstieg aus der beruflichen Karriere und der Rückkehr in ihre Heimat in der Provinz. Der Roman wurde 2025 neu aufgelegt, zuvor wurde er in der BRD ebenfalls bei Luchterhand verlegt und bis 1989 mit neuen Auflagen versehen.

Ihren zweiten Roman Die Oase (1981) lehnte der Mitteldeutsche Verlag Halle ab, er durfte in der DDR nicht veröffentlicht werden.<ref>Volker Weidermann: Anfangen, wenn alles vorbei ist. In: zeit.de. 17. August 2025, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref> Sie verlegte sich auf Kinderbücher. 2026 erschien Die Oase unter dem Titel Gegen Wind im Aufbau Verlag.<ref>Ralf Julke: Gegenwind (sic!): Gerti Tetzners unerlaubtes Buch von 1981 endlich gedruckt. In: l-iz.de. 14. August 2026, abgerufen am 14. August 2026.</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Der Spiegel, 16. August 2026. Abgerufen am 2. September 2026Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Gerti Tetzner, die Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland ist, erhielt 1975 den Förderpreis des Literaturinstituts Johannes R. Becher. Sie lebt in Berlin, ist mit Reiner Tetzner verheiratet und hat eine Tochter.

Werke[Bearbeiten]

  • Karen W., Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1974; neu aufgelegt 2025 im Aufbau Verlag, Berlin, ISBN 978-3-351-04264-6
  • Maxi, Kinderbuchverlag, Berlin 1979
  • Das Verwandlungshaus, Kinderbuchverlag, Berlin 1986, ISBN 978-3-358-00612-2
  • Im Lande der Fähren (zusammen mit Reiner Tetzner), Mitteldeutscher Verlag, Halle, Leipzig 1988, ISBN 978-3-354-00303-3
  • Als Maxi nicht mehr Maxi war, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1988, ISBN 978-3-499-20476-0
  • Gegen Wind. Aufbau Verlag, Berlin 2026. ISBN 978-3-351-04290-5.

Literatur[Bearbeiten]

  • Brigitte Böttcher (Hrsg.): Bestandsaufnahme. Literarische Steckbriefe. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 1976, Gerti Tetzner, S. 106 f.
  • Christian Krause: Tetzner, Gerti. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
  • Xaver von Cranach: »Die ganze DDR steuerte auf eine Selbstverleugnung zu. Ich konnte mich aber nicht selbst verleugnen« In: Der Spiegel 34/2026, S. 96–100, erschienen am 15. August 2026.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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