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Gesine Walther

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Gesine Walther (cropped).jpg
Gesine Walther, 1984

Nation Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik
Geburtstag 6. Oktober 1962 (64 Jahre)
Geburtsort Weißenfels, DDR
Größe 176 cm
Gewicht 65 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Verein SC Turbine Erfurt
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Halleneuropameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Logo der EAA
 Europameisterschaften
Gold 1982 Athen 4 × 100 m
Logo der EAA
 Halleneuropameisterschaften
Gold 1982 Mailand 200 m
letzte Änderung: 18. August 2026

Gesine Walther (* 6. Oktober 1962 in Weißenfels, verheiratete Gesine Tettenborn) ist eine deutsche Leichtathletin, die in den 1980er Jahren – für die DDR startend – eine erfolgreiche Sprinterin war. Walther ist Opfer des staatlich verordneten Dopings im DDR-Leistungssport.

Leben[Bearbeiten]

Gesine Walther erreichte ihren sportlichen Höhepunkt bei den Europameisterschaften 1982 in Athen, als sie mit der DDR-Staffel den Titel im 4-mal-100-Meter-Lauf gewann (42,19 s; zusammen mit Bärbel Wöckel, Sabine Rieger und Marlies Göhr). Bei denselben Europameisterschaften wurde sie Fünfte im 100-Meter-Lauf (11,38 s) und Vierte im 200-Meter-Lauf (22,60 s).

Am 3. Juni 1984 lief sie in Erfurt zusammen mit Sabine Busch, Dagmar Rübsam und Marita Koch einen Staffelweltrekord über 4-mal 400 Meter – in der Zeit von 3:15,92 min.

Im Alter von 17 Jahren bekam sie im Zuge der Vorbereitung für die Olympischen Spiele 1980 in Moskau erstmals Dopingsubstanzen verabreicht.<ref name="spiegel_interview">Vgl. Der Spiegel, Heft 4/2010: „Ich will nicht lügen“ - Die ehemalige DDR-Sprinterin Gesine Tettenborn über die Last mit ihrer Doping-Vergangenheit - und warum sie sich aus den Rekordlisten des Verbandes streichen ließ, S. 116f.</ref> Infolge des DDR-Staatsdopings leidet sie heute an körperlichen wie psychischen Einschränkungen.<ref name="spiegel_interview" /> Das Verfahren gegen ihren ehemaligen Trainer Eberhard König wurde gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt.<ref name="spiegel_interview" /> Im Januar 2010 ließ sie sich auf eigenen Wunsch aus der Rekordliste des Deutschen Leichtathletik-Verbands streichen, weil ihre Leistungen mit Hilfe von Doping erreicht wurden.<ref>Ehemalige DDR-Sprinterin lässt Rekorde streichen bei Spiegel Online.</ref>

Gesine Walther startete für den SC Turbine Erfurt. In ihrer aktiven Zeit war sie 1,76 m groß und wog 65 kg.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.
  • Jutta Braun: Gesine Tettenborn: „Wasserdicht verpackt“. In: Jutta Braun, Michael Barsuhn (Hrsg.): Zwischen Erfolgs- und Diktaturgeschichte. Perspektiven der Aufarbeitung des DDR-Sports in Thüringen. Die Werkstatt, Göttingen 2015, S. 93–105.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gesine Walther – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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