Gewende
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Das Gewende, auch Gewand, ist das Umwenden, Wenden des Pfluges in der Landwirtschaft am Feldende und hat sich auf das Flächenmaß übertragen.<ref>Joachim Heinrich Campe: Wörterbuch der deutschen Sprache. Band 2, Schulbuchhandlung, Braunschweig 1808, S. 361. </ref>
Das Gewende, auch nur Gewend, war ein Flächenmaß in Königsberg. In Böhmen bezeichnete man das Maß mit Gewendt, was einem Morgen entsprach.
- Königsberg 1 Gewende = 6,2655 Ar
- Böhmen 1 Gewendt = 3 Quadrat-Landseil = 28,7358 Ar
Im Fränkisches Feldmaßsystem<ref>Amt für Landeskunde: Geographisches Taschenbuch: Jahrweiser zur Deutschen Landeskunde. Reise- und Verkehrsverlag, Berlin/Stuttgart/Gütersloh 1952, S. 527.</ref>
- 1 Hufe = 12 × 270 Ruten = 3 Felder = 3 × 12 × 90 Ruten = 8,0789 Hektar = 24,236888 Hektar
- 1 Feld = 3 Gewende
- 1 Gewende = 12 × 30 Ruten = 2,692988 Hektar
- 1 Feld = 3 Gewende
- Italien/Kampanien 1 Versus = 8.7854 Ar<ref>Anton Wach: Baurathgeber bei allen Arbeits- und Materialberechnungen im Baufache. F. Tempsky, Prag 1874, S. 391.</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Fr. Silber: Die Münzen, Maße und Gewichte aller Länder der Erde einzeln berechnet nach ihren Werthen und Verhältnissen zu allen deutschen Münzen, Maßen und Gewichten. Nebst Angabe der Handelsplätze und deren Rechnungsverhältnisse. Moritz Ruhl, Leipzig 1861, S. 144, 265.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />