Gey
Gey Gemeinde Hürtgenwald
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| Bevölkerungsdichte: | 158 Einwohner/km² | |||||
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| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
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Gey ist ein Ortsteil von Hürtgenwald im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen.
Lage[Bearbeiten]
Gey liegt an der Grenze zum Nationalpark Eifel und dem Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel südlich von Düren. Die Nachbardörfer sind Straß im Südosten, Großhau im Südwesten und Düren-Birgel im Nordosten. Durch Gey verlief bis Dezember 2009 die Bundesstraße 399, welche durch eine Ortsumgehung ersetzt wurde, die seitdem östlich um den Ort herumgeführt wird.
Geschichte[Bearbeiten]
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Schon während der Römerzeit tauchten in der Nähe des heutigen Forsthauses und in der Hormer Gegend erste römische Besiedlungen auf. Der Grund dafür lag wohl an den großen Blei- und Schiefervorkommen, die für viele die Existenzgrundlage bildeten.
Herkunft des Namens[Bearbeiten]
Über die Herkunft des Ortsnamens gibt es verschiedene Deutungen:
Zum einen soll dort zu Zeiten Karls des Großen ein Jagdgehege gewesen sein, das im Althochdeutschen mit „Gehagon“ oder „Gahagon“ benannt wurde. Daraus solle sich später der Name „Gey“ entwickelt haben.
Eine andere Theorie ist, dass der Name auf das althochdeutsche „gahi“ = „jäh“ zurückzuführen ist, da das Gebirge ober- und unterhalb von Gey stark abfällt.
Erstmals aufgetaucht ist der Name 1387 in einem Schöffenprotokoll, in dem ein Dürener Schöffe namens Johann von der Geyen erwähnt wird. Ab 1476 wird der Ort in schriftlichen Dokumenten „in den Geyen“ benannt.
In einer Einigung der Jülicher Ritterschaft zum Erhalt des Jülicher Landrechts, v. 6. Dezember 1464, ist neben vielen anderen Rittern, ein Heinrich von Hocherbach (Hinrich van Hoegerbach) und einem Johann von Gronau (Joh. van Groenaue), auch ein Hermann von Gey (Herm. van Geyen) aufgeführt.<ref>Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst, Band 30 Trier 1911, S. 106</ref>
Der Ardbinna-Stein[Bearbeiten]
Eher unauffällig steht heute in der Nähe des Dorfplatzes eine Kopie des Ardbinna-Steines. Dieser wurde 1859 bei der Rodung des Beybusches im Anstieg aus dem heutigen Beytal gefunden. Da Gey in der Römerzeit noch zu dem Gebiet der Ardennen gehörte, setzte ihn der römische Dedikant Titus Julius Aequalis als Votivgabe an die Ardennengöttin Ardbinna, die ihn schützend durch den Bergwald geleitet habe. Die Weihinschrift lautet übersetzt etwa: „Diesen Stein setzte Titus Julius Aequalis der Göttin Ardbinna“. Gefolgt von der lateinischen Formel S(olvit) L(ibenter) M(erito), die mit „Er erfüllte damit gern und nach Gebühr das gemachte Gelübde“ übersetzt werden kann. Der Originalstein steht heute im LVR-Landesmuseum Bonn.
Im Herbst 2007 widmete der Heimat-Wander- und Verkehrsverein Gey-Straß e. V. dem Stein den sogenannten Ardbinna-Wanderweg, auf dem man zahlreiche Zeugnisse aus der Vergangenheit der Orte Gey, Straß und Horm entdecken kann.
Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]
Im Rahmen der Schlacht im Hürtgenwald wurde Gey in der Allerseelenschlacht vom 2. bis 8. November 1944 völlig zerstört, die meisten Häuser bis auf die Grundmauern. Die Pfarrkirche lag in Schutt und Asche: Es standen von ihr nur noch zwei etwa 1,8 bis 2 m hohe Pfosten der großen Tür unter dem Rosenfenster. Das Dorf und die Umgebung waren von Minen, Blindgängern und Munitionsresten verseucht. In Gey und der unmittelbaren Umgebung ist von alldem heute nichts mehr zu erkennen. Nach der Schlacht lagen viele gefallene Soldaten im Dorf. Sie wurden von den ersten Geyern, die aus der Evakuierung zurückkamen, sowie von an den Kämpfen beteiligten Soldaten geborgen. Die meisten Gefallenen wurden auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt und nach dem Krieg auf den Ehrenfriedhof Hürtgen umgebettet.
Neugliederung[Bearbeiten]
Am 1. Juli 1969 schlossen sich die ehemals selbstständigen vom Amtsverband Straß-Bergstein verwalteten Gemeinden Bergstein, Brandenberg, Gey, Großhau, Hürtgen, Kleinhau und Straß freiwillig zur Gemeinde Hürtgenwald zusammen.<ref name="Bünermann98" /> Im Rahmen der kommunalen Neugliederung (Aachen-Gesetz) entstand die Gemeinde Hürtgenwald durch die Eingliederung von Vossenack am 1. Januar 1972 in ihrer jetzigen Größe.<ref>Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden.]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen [[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] <span title="Vorlage:bibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden. (Seite nicht vorhanden)">neuen Eintrag] an.</ref> Bis zum Neubau des Rathauses in Kleinhau hatte die Gemeindeverwaltung noch in der Dürener Straße in Gey ihren Sitz.
Waldbrand 2026[Bearbeiten]
In der Nacht vom 13. auf den 14. August 2026 weitete sich ein Brand im Hürtgenwald mit Hunderten Hektar so weit aus, dass es zur Evakuierung von Gey kam, als der Brand nur noch 150 Meter vom Ort entfernt war. Die Ortschaft mit 2.000 Menschen wurde evakuiert<ref>Kreis Düren, Amt für Bevölkerungsschutz, Hg.: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Juliane Leopold, Redakteurin: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Norddeutscher Rundfunk - Anstalt des öffentlichen Rechts, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>. Es waren 300 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter 25 Bundeswehr-Soldaten. Auch zwei Hubschrauber setzte man zur Brandbekämpfung ein.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Westdeutscher Rundfunk, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Jüdischer Friedhof[Bearbeiten]
Synagoge[Bearbeiten]
Kirche[Bearbeiten]
Politik[Bearbeiten]
Ortsvorsteher des Ortes ist Paul Bolz (Stand: August 2026).
Natur[Bearbeiten]
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist Gey als Grenzdorf des Naturparks Hohes Venn-Eifel um Touristen bemüht. Naturliebhaber finden hier einen Ausgangspunkt für noch wenig frequentierte Wanderwege durch den Hochwald rund um das Forsthaus Gey und Geyer Kreuz. Zugleich ist Gey Grenzgemeinde des Nationalparks Eifel.
Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]
Noch um 1900 lebten die Einwohner hauptsächlich von der Landwirtschaft und vom Schieferabbau in der Nähe der Wehebachtalsperre.
Im Jahr 2009 wurde um Gey die Ortsumgehung B 399n gebaut, welche zu einer Verkehrsentlastung für den Ort geführt hat. Aus diesem Grund ist es zukünftig geplant, den Ort attraktiver zu gestalten. Dazu soll die ehemalige Trasse der B 399 in eine Dorfstraße umgewandelt werden.
Anfang des Jahres 2015 wurde in Gey ein Dorfauto als eines der ersten Carsharing-Angebote auf dem Land eingeführt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2016-04-08.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Busse des Rurtalbus bedienen den Ort auf den AVV-Linien 286, SB 86 und N3b. Bis zum 31. Dezember 2019 wurde der Linienverkehr vom BVR Busverkehr Rheinland betrieben.
| Linie | Verlauf
Vorlage:Linienverlauf AVV Vorlage:Linienverlauf AVV Vorlage:Linienverlauf AVV |
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Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Arnold Poll (1925–2016), römisch-katholischer Priester
- Ansgar Graw (geb. 1961), Journalist und Publizist, wuchs in Gey auf
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Website der Gemeinde Hürtgenwald
- Evakuierung in Hürtgenwald. 2.000 Menschen flüchten vor Waldbrand in der Eifel am 14. August 2026 auf tagesschau.de
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="EinwohnerHürtgenwald">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gemeinde Hürtgenwald, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2021-01-31.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> <ref name="Bünermann98"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> </references>
Bergstein | Brandenberg | Gey | Großhau | Horm | Hürtgen | Kleinhau | Raffelsbrand | Schafberg | Simonskall | Straß | Vossenack | Zerkall