Ghada Shouaa
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| Nation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 10. September 1972<ref name="arabnews" /> | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Mhardeh, Syrien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 190<ref name="arabnews" /> cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Siebenkampf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nationalkader | seit 1991 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | nicht aktiv | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 2004 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 11. August 2026 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ghada Shouaa (arabisch غادة شعاع, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 10. September 1972 in Mhardeh) ist eine ehemalige syrische Siebenkämpferin. Sie gewann 1996 für ihr Land die erste und bisher einzige Goldmedaille bei Olympischen Spielen.
Biografie[Bearbeiten]
Ghada Shouaa wurde im September 1972 in der Stadt Mhardeh im syrischen Gouvernement Hama in eine griechisch-orthodoxen Familie geboren.<ref>Ghada Shouaa im Munzinger-Archiv, abgerufen am 11. August 2026 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref><ref>Elizabeth Royte: Their Moment;Champion without a chador. In: New York Times. 23. Juni 1996, abgerufen am 11. August 2026.</ref> Ihre erste Sportart war Basketball; sie spielte eine Zeit lang in der syrischen Nationalmannschaft, beschloss dann aber den Wechsel zur Leichtathletik. Sie bestritt ihren ersten Siebenkampf in der Saison 1991. Bei den Weltmeisterschaften in Tokio im selben Jahr wurde sie Letzte. Bei den Leichtathletik-Asienmeisterschaften im November 1991 gewann sie die Silbermedaille.
Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona klassierte sie sich trotz einer Verletzung auf Rang 25. Ihr internationaler Durchbruch gelang erst in der Saison 1995, als sie das wichtige Siebenkampf-Meeting (Mösle Mehrkampf-Meeting) in Götzis gewann und 6715 Punkte erzielte. Dieses machte sie zur Favoritin für die Weltmeisterschaften in Göteborg. Nachdem die Mitfavoritin Sabine Braun verletzungsbedingt aufgeben musste, wurde Shouaa mit einem deutlichen Vorsprung Weltmeisterin. 1996 gewann sie erneut den Siebenkampf in Götzis und stellte dabei den bis heute gültigen Asienrekord auf (6942 Punkte). Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta wurde sie die erste Olympiasiegerin ihres Landes. Es ist bis Stand 2024 die einzige Goldmedaille für Syrien geblieben.
Aufgrund einer ernsthaften Rückenverletzung konnte Shouaa die folgende Saison nicht bestreiten. Sie zog 1997 nach Deutschland, um sich von einem Spezialisten behandeln zu lassen. Ein Autounfall verschlimmerte dann ihre Verletzung.<ref name="arabnews">Razan Baker: Syrian sports heroine laments her country’s ill treatment. In: Arab News. 30. August 2009, abgerufen am 30. Dezember 2021.</ref> Das Comeback gelang erst wieder 1999, als sie bei den Weltmeisterschaften in Sevilla Dritte wurde. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney verletzte sie sich schon zu Anfang des Wettbewerbs erneut und musste aufgeben.
Als sie nach Deutschland zurückkehrte, um sich weiter behandeln zu lassen, beschuldigte die Sportbehörde Syriens sie, alle Verletzungen vorgetäuscht zu haben, um der Regierung nicht dienen und nicht zurückkehren zu müssen. Das Syrische Olympische Komitee, der Allgemeine Sportverband und der syrische Leichtathletikverband strichen ihr die finanzielle Unterstützung. Nur ihr Sponsor in Deutschland unterstützte sie weiter. Nach ihren Angaben unternahmen die syrischen Behörden daraufhin Versuche ihren Ruf zu beschädigen. Bei einem Besuch 2004 wurde sie vor Gericht gestellt und musste eine Kaution hinterlegen, um einer Inhaftierung zu entgehen und das Land endgültig verlassen zu können. Sie trat 2004 vom Spitzensport zurück.
Shouaa lebte während ihrer aktiven Zeit in Simmern im Hunsrück<ref>Olympiasiegerin Shouaa droht WM-Aus. In: Spiegel Online. 18. August 1999, abgerufen am 11. August 2026.</ref><ref>Flash-News des Tages. Deutscher Leichtathletik-Verband, 18. September 2021, abgerufen am 11. August 2026.</ref> und trainierte im Bundesleistungszentrum sowie beim USC Mainz, für den sie auch startete.<ref>Klaus Blume: Syrerin bereitet im Hunsrück Comeback vor. In: Welt Online. 27. April 1999, abgerufen am 11. August 2026.</ref><ref>Rainer Winter: Der Absturz von Olympiasiegerin Gada Shouaa. In: Welt Online. 14. Mai 2001, abgerufen am 11. August 2026.</ref>
Gegenüber der Deutschen Welle sprach sie 2021 von Ignoranz, Respektlosigkeit, Demütigung und Schikane gegen Sportlerinnen im arabischen Raum. Zudem gebe es Missbrauch und Mobbing von Sportlerinnen. In der Vergangenheit hatte sie als Olympiaexpertin für arabische Fernsehsender gearbeitet. Ein Angebot für die Olympischen Spiele in Tokio habe sie abgelehnt, da ihr deutlich weniger Bezahlung angeboten worden sei als ihren männlichen Kollegen. Trotz mehrerer Trainerlizenzen ist sie inzwischen nicht mehr im Sport aktiv.<ref>Dana Sumlaji: Der gestohlene Ruhm einer Olympiasiegerin. Deutsche Welle, 31. Dezember 2021, abgerufen am 11. August 2026.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Mehrkampf-Meeting Götzis, zurgams Kommunikationsagentur (Hrsg.): Zeitsprünge. 35 Jahre Mehrkampf-Meeting Götzis ; 2009, 1975. Bucher Verlag, Hohenems; Wien 2009, ISBN 978-3-902679-23-9.
Weblinks[Bearbeiten]
- Ghada Shouaa im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
- Vorlage:Olympics.com
- Vorlage:Olympedia
- Ghada Shouaa in der Datenbank von World Athletics (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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1984:
Glynis Nunn |
1988:
Jackie Joyner-Kersee |
1992:
Jackie Joyner-Kersee |
1996: Vorlage:SYR-1980 Ghada Shouaa |
2000:
Denise Lewis |
2004:
Carolina Klüft |
2008:
Natalija Dobrynska |
2012:
Jessica Ennis |
2016:
Nafissatou Thiam |
2020:
Nafissatou Thiam |
2024:
Nafissatou Thiam
Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
1983: Ramona Neubert | 1987: Jackie Joyner-Kersee | 1991: Sabine Braun | 1993: Jackie Joyner-Kersee | 1995: Ghada Shouaa | 1997: Sabine Braun | 1999: Eunice Barber | 2001: Jelena Prochorowa | 2003: Carolina Klüft | 2005: Carolina Klüft | 2007: Carolina Klüft | 2009: Jessica Ennis | 2011: Jessica Ennis | 2013: Hanna Melnytschenko | 2015: Jessica Ennis-Hill | 2017: Nafissatou Thiam | 2019: Katarina Johnson-Thompson | 2022: Nafissatou Thiam | 2023: Katarina Johnson-Thompson | 2025: Anna Hall
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Shouaa, Ghada |
| ALTERNATIVNAMEN | غادة شعاع (arabisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | syrische Siebenkämpferin |
| GEBURTSDATUM | 10. September 1972 |
| GEBURTSORT | Mhardeh |
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- Siebenkämpfer (Syrien)
- Olympiateilnehmer (Syrien)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1992
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1996
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2000
- Teilnehmer an den Asienspielen (Syrien)
- Olympiasieger (Siebenkampf)
- Weltmeister (Siebenkampf)
- Asienspielesieger (Leichtathletik)
- Asienmeister (Siebenkampf)
- Syrer
- Geboren 1972
- Frau