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Ghosts of Mars

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Ghosts of Mars ist ein Science-Fiction-/Horrorfilm des Regisseurs John Carpenter aus dem Jahr 2001. Der Film basiert in seinen Grundzügen auf Carpenters zweitem Kinofilm Assault – Anschlag bei Nacht, welcher wiederum eine Hommage an den Western Rio Bravo war. Zudem gibt es, noch mehr als bei Assault, deutliche Parallelen zum Zombiefilm Die Nacht der lebenden Toten. Das Setting erinnert zudem an das Computerspiel Doom. Der Film wurde in Deutschland erstmals am 6. September 2001 auf dem Internationalen Filmfest Oldenburg gezeigt.

Handlung[Bearbeiten]

Im Jahr 2176 ist der Mars von Menschen kolonisiert und bewohnbar gemacht und stellt die letzte Hoffnung für die überbevölkerte und ausgebeutete Erde dar. Die Marskolonisten leben in verstreuten Außenposten und suchen den Mars in tiefen Minen nach Rohstoffquellen ab.

Commander Helena Braddock hat den Auftrag, den Schwerverbrecher Desolation Williams in einer Minenstadt abzuholen und vor ein Gericht zu bringen. Dort angekommen, stellt die Gruppe um Braddock fest, dass die Minenarbeiter von den Geistern einer alten Marszivilisation besessen sind. Die Geister entstammen einem kriegerischen und brutalen Stamm und verstümmeln die Körper ihrer Opfer nach der Übernahme. Ihr Ziel ist es nun, die menschlichen Invasoren des Mars zu bekämpfen.

Leutnant Belard, welche nach dem Tod des Commanders die Führung übernimmt, muss bei der Bekämpfung der Krieger auf die Hilfe des Verbrechers Desolation Williams und seiner Freunde sowie weiterer Gefangener zurückgreifen. Erschwert wird der Kampf durch die Tatsache, dass nach der Tötung eines Besessenen dessen Geist in einen anderen menschlichen Körper fährt.

Nur Belard und Williams gelingt in einem Zug die Flucht, nachdem sie in der Stadt den Reaktor des Atomkraftwerkes zeitversetzt zur Explosion bringen und damit die gesamte Stadt zerstören konnten. Im Hauptquartier angekommen, berichtet Belard ihren Vorgesetzten von den Vorfällen, als auch dort die Geister erscheinen. Der Film endet, als sich die Polizisten, darunter Belard und Williams, auf den Angriff der Geister vorbereiten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Ein Großteil des Filmes wurde in einer Gipsmine im US-Bundesstaat New Mexico gedreht.<ref>Drehorte In: IMDb. Abgerufen am 7. Dezember 2017.</ref> Um die rötliche Oberfläche des Mars zu simulieren, musste der Gips mit einem biologisch abbaubaren roten Farbstoff eingefärbt werden.

Der Soundtrack stammt wie üblich ebenfalls von John Carpenter, außerdem von der Band Anthrax, Buckethead und Steve Vai.

Ein Jahr vor der Veröffentlichung von Ghosts of Mars erschienen die Filme Red Planet und Mission to Mars, die sich ebenfalls mit der Kolonisierung des Mars beschäftigen, im Gegensatz zu Ghosts of Mars aber gesteigerten Wert auf Realismus legten. Alle drei Filme floppten an der Kinokasse, was dem Mars in der Filmbranche den Ruf als Kassengift einbrachte. Erst mit Der Marsianer (2015) konnte ein auf dem Mars spielender Film wieder einen großen kommerziellen Erfolg erzielen.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand bei der FFS Film- & Fernseh-Synchron in München. Jan Odle schrieb das Dialogbuch und führte Dialogregie.<ref name="synchronkartei" />

Darsteller Deutscher Sprecher<ref name="synchronkartei">Ghosts of Mars. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 26. Januar 2022.</ref> Rolle
Natasha Henstridge Natascha Geisler Lt. Melanie Ballard
Ice Cube Oliver Mink James 'Desolation' Williams
Clea DuVall Kathrin Gaube Bashira Kincaid
Jason Statham Ole Pfennig Sgt. Jericho Butler
Pam Grier Susanne von Medvey Cmdr. Helena Braddock
Joanna Cassidy Dagmar Dempe Dr. Arlene Whitlock
Liam Waite Philipp Brammer Michael Descanso
Duane Davis Torsten Münchow Uno
Rick Edelstein Fred Maire Zimmermann
Wanda De Jesús Michèle Tichawsky Akooshay
Lobo Sebastian Jan Odle Dos
Rodney A. Grant Achim Geisler Tres
Doug McGrath Benchley
Danielle Burgio Local Lady Cop
Rosemary Forsyth Angelika Bender Untersuchungsbeamte
Christopher Allen Nelson Minenarbeiter-Dämon
Charlotte Cornwell Katharina Lopinski Erzählerin

Kritiken[Bearbeiten]

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Ghosts of Mars. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Ghosts of Mars. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Roger Ebert SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Roger Ebert: Ghosts Of Mars. In: RogerEbert.com. 24. August 2001, abgerufen am 22. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Prisma SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>John Carpenters Ghosts of Mars. In: Prisma. Abgerufen am 21. Juni 2026.</ref>
TV Spielfilm 👎<ref>John Carpenter’s Ghosts of Mars. In: TV Spielfilm. 2001, abgerufen am 22. Juni 2026.</ref>

Das Lexikon des internationalen Films kritisierte die völlig sinnfreie Geschichte, die als Aufhänger für zahlreiche Kampfhandlungen diene, aber den Spannungsaufbau öfters aus den Augen verliere. Der insgesamt klägliche Horrorfilm zeichne sich bestenfalls durch unfreiwillige Komik aus.<ref>Reinhard Lüke: Ghosts of Mars. In: Filmdienst. 7. März 2002, abgerufen am 21. Juni 2026.</ref>

Prisma kritisierte, bei diesem blutrünstigen und hanebüchenen Zombie-Abklatsch sei von John Carpenter einstigem Ruf als großer Könner des billigen Science-Fiction-Films nichts mehr zu spüren. Hätte er die Story hier weniger ernst genommen, wäre vielleicht ein netter Trash-Film dabei herausgekommen. So aber sei dieser klischeehafte Actionstreifen reine Potential-, Geld- und Zeitverschwendung.<ref>John Carpenter’s Ghosts of Mars. In: prisma. Abgerufen am 7. Dezember 2017.</ref>

Roger Ebert hingegen lobte den Film als kraftvolle Space Opera, die die Konventionen von Western-, Polizei- und Martial-Arts-Filmen auf den Roten Planeten verlege. Dem recht grundlegenden Genrekino werde von Carpenter Tempo und Stil verleiht, während Natasha Henstridge mit ihrer besonnenen Art den ruhenden Mittelpunkt der Handlung bilde.<ref>Roger Ebert: Ghosts Of Mars movie review & film summary. In: RogerEbert.com. 24. August 2001, abgerufen am 22. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Spiegel sprach von einem "Grab der Selbstplagiate" und kritisierte: "mit einem blutigen, aber lahmen Science-Fiction-Splatterfilm beutet John Carpenter zahllose Motive seiner früheren Werke aus und huldigt wieder mal seinem Western-Idol Howard Hawks".<ref>Oliver Hüttmann: Ghosts of Mars: Grab der Selbstplagiate. In: Der Spiegel. 20. Oktober 2001, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 22. Juni 2026]).</ref>

TV Spielfilm bezeichnete den Film als Zumutung und Carpenters neuen Tiefpunkt. Im Gegensatz zu früher, als Carpenter den Horror revolutionierte und mit Halloween oder The Fog echte Klassiker inszenierte, habe er in den letzten Jahren nur noch Gurken gedreht. Penetrante Techno-Mucke und nervige ineinander verschachtelte Rückblenden machten den öden Horror zum Geduldstest. Die drei Marsfilme der letzten beiden Jahre hätten gezeigt: „Mars macht debil.“<ref>John Carpenter’s Ghosts of Mars (2001). In: TV Spielfilm. 2001, abgerufen am 22. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Science-Fiction-Website SF-Fan.de beurteilte den Film als billiges und unmotiviertes Streifchen, das nicht ins Kino gehöre, sondern in die Videotheken verbannt. Kritisiert werden die schlechten Darstellerleistungen von Melanie Gier und Ice Cube, der als Verbrecher lächerlich wirke, während Natasha Henstridge noch eine halbwegs gute Figur mache. Die Kämpfe seien weder spannend noch gut choreografiert, sondern lustlos und unspektakulär. Alle paar Minuten werde dem Zuschauer eine sinnlose, unmotivierte Rückblende gezeigt. Wenigstens die Musik von John Carpenter sei ganz nett und erinnere an seine alten Meisterwerke und auch das Design des Marszuges sei recht gut gemacht. Insgesamt sei Ghosts of Mars jedoch so uninteressant und billig gemacht, dass man sich stattdessen ein gutes Buch kaufen solle – vielleicht die Marstrilogie von Kim Stanley Robinson.<ref>Florian Breitsameter: Filmkritik: Ghosts of Mars (2001). In: SF-Fan.de. 17. Oktober 2001, abgerufen am 21. Juni 2026.</ref>

Der Rolling Stone sprach 2024 von einem schrecklichen Film eines großartigen Regisseurs.<ref>Andy Greene: 50 Terrible Movies by Great Directors. In: Rolling Stone. 26. März 2024, abgerufen am 22. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Vorlage:Filmdaten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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