Zum Inhalt springen

Giegel Aa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Giegel Aa
Datei:Hopsten Giegel Aa 02.jpg
Die Giegel Aa in Hopsten

Die Giegel Aa in Hopsten

Daten
Gewässerkennzahl DE: 3438
Lage Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen; Deutschland
Flusssystem Ems
Abfluss über Große Aa → Ems → Nordsee
Ursprung Bifurkation bei Hopsten
52° 22′ 30″ N, 7° 35′ 35″ O
 {{#coordinates:52,374933|7,593102|
dim=500 globe= name=Ursprung Giegel Aa region=DE-NW type=waterbody
  }} 
Quellhöhe 39 m ü. NHN<ref name="DE_DGK5m">Messung anhand Deutscher Grundkarte 1:5000</ref>
Mündung Westlich von Beesten in die Große AaKoordinaten: 52° 25′ 53″ N, 7° 28′ 46″ O
 {{#coordinates:52,431388888889|7,4794444444444|primary
dim=1000 globe= name=Mündung Giegel Aa region=DE-NI type=waterbody
  }}
52° 25′ 53″ N, 7° 28′ 46″ O {{#coordinates:52,431388888889|7,4794444444444|
dim=1000 globe= name=Mündung Giegel Aa region=DE-NI type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe 29 m ü. NHN<ref name="DE_DGK5m">Messung anhand Deutscher Grundkarte 1:5000</ref>
Höhenunterschied 10 m
Sohlgefälle 0,84 ‰
Länge 11,9 km<ref name="DE-NW_GSK3C">Gewässerverzeichnis des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW 2010 (XLS; 4,67 MB)(Hinweise)</ref>
Einzugsgebiet 33,216 km²<ref name="DE-NW_GSK3C">Gewässerverzeichnis des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW 2010 (XLS; 4,67 MB)(Hinweise)</ref>
Linke Nebenflüsse Waldwiesengraben
Rechte Nebenflüsse Bahnhofsgraben, Kohlbrandgraben, Schapengraben
Gemeinden Hopsten, Schapen, Beesten

Die Giegel Aa ist ein linker Nebenfluss der Großen Aa und gehört zum Flusssystem der Ems. Der Gewässerlauf der Giegel Aa entsteht aus der Aufteilung der Hopstener Aa südlich von Hopsten und mündet bei Beesten in die Große Aa. Somit ist sie ein Fluss ohne Quelle.

Verlauf[Bearbeiten]

Entstanden ist sie 1565 nach dem Bau des Flootwerkes in Hopsten, welcher das Wasser der Hopstener Aa regulieren sollte. Nach 1,8 km Verlauf durch die Hopstener Bauerschaft Börnebrinck verlässt sie Nordrhein-Westfalen und wechselt nach Schapen ins Niedersächsische. Zwischen Schapen und Beesten werden die Bäche Waldwiesengraben, Bahnhofsgraben, Kohlbrandgraben und Schapengraben aufgenommen, ehe die Giegel Aa südlich von Beesten nach 11,8 km in die Große Aa mündet.

Flootwerk[Bearbeiten]

In Hopsten an der gleichnamigen Straße befand sich bis zum Abriss am 24. Oktober 1962 das Flootwerk.<ref>Christa Tepe: Hopsten - Ein Dorf an der Grenze. S. 203: Abriss des Flootwerkes.</ref> Es war eine Wehranlage, die das Wasser zwischen der Hopstener Aa und der Giegel Aa aufteilte. Da das Wasser, welches über das Wehr hinab zur Giegel Aa strömte, die Wassermühle an der Rheiner Straße umging, wurde die Giegel Aa auch Möllenumflut (Mühlenumflut) genannt.<ref>Kreisheimatjahrbuch Unser Kreis, Nr. 5, 1992, S. 74: Das Flootwerk.</ref>

Das Flootwerk wurde 1565<ref>Autorenkollektiv: Hopsten in alten Ansichten. S. 3.</ref> errichtet und auf einer Karte aus 1616 als Hopster Mollen Omfloed gekennzeichnet. 1747 wurde das Flootwerk aus Steinen neu errichtet. Nach dem Abriss des Flootwerkes 1962 sicherte sich der Hopstener Heimatverein einen Stein mit Inschrift zur Erbauung aus dem Flootwerk.

Der Lauf der Giegel Aa verkürzte sich durch die Verlegung des Abzweiges um mehrere hundert Meter an seine heutige Stelle. Das alte Flussbett wurde zugeschüttet und teilweise bebaut.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Giegel Aa hat neben der Moosbeeke Einzug in das Wappen der Gemeinde Schapen gefunden. Beide Flüsse bilden zusammen die zwei silbernen Wellenbalken im Wappen.<ref>http://www.spelle.de/index.php?lan=de&PHPSESSID=&me1=&me2=&me3=&me=81& Wappen der Gemeinde Schapen.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Giegel Aa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />