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Glandularia

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Glandularia
Datei:Verbena peruviana.jpg

Glandularia peruviana

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Eisenkrautgewächse (Verbenaceae)
Gattung: Glandularia
Wissenschaftlicher Name
Glandularia
J.F.Gmel.

Die Glandularia sind eine Pflanzengattung in der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Diese Gattung wurde aus der Gattung Verbena ausgegliedert und enthält 70 bis 84 Arten, die in der Neuen Welt von Nord- über Zentral- bis Südamerika weitverbreitet sind.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Glandularia-Arten sind meist ausdauernde krautige Pflanzen, Halbsträucher Zwergsträucher bis Sträucher, die aufrecht, niederliegend, ausläufer- oder mattenbildend wachsen können, manche Arten bilden öfter an den Knoten (Nodien) Wurzeln. Die Stängel sind kantig. Die wechselständig angeordneten, ungestielten Laubblätter sind gelappt, fiederschnittig bis gefiedert. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

End- oder seitenständig werden entweder ein ähriger Blütenstand oder zwei ährige Blütenstände, die an einer gabeligen Verzweigung stehen gebildet. Es sind lanzettliche Hochblätter vorhanden.

Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind schmal zylindrisch verwachsen. Die fünfrippige, gerade Kelchröhre endet in vier oder fünf schmal länglichen Kelchzähnen. Die Krone ist 1,5- bis zweimal so lang wie der Kelch. Die fünf Kronblätter sind stieltellerförmig verwachsen. Die Oberlippe besteht aus zwei und die Unterlippe aus drei Kronblättern. Es ist nur ein Kreis mit vier Staubblättern vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind verwachsen, sie sind durch eine falsche Scheidewand zu einem vierlappigen, vierkammerigen, oberständigen Fruchtknoten gegliedert mit einer Samenanlage je Kammer (Darin unterscheiden sich die verwandten Gattungen Lippia und Lantana dort ist nur noch ein Fruchtblatt vorhanden.). Der Griffel ist mindestens dreimal so lang wie der Fruchtknoten. Die Narbe besteht aus zwei ungleichen Narbenästen, wobei nur ein Narbenast Narbenpapillen trägt. Bei Verbena und Glandularia bildet der sterile Narbenast eine auffällige, den fertilen Ast oft überragende Spitze (darin unterscheiden sich diese beiden Gattungen von den nah verwandten Junellia und Lippia bei denen der sterile Ast vollkommen reduziert ist).

Die Klausenfrucht, eine Zerfallfrucht wird vom doppelt so langen Kelch überragt. Sie zerfällt in vier große, längliche Klausen (Nüsschen). Die Verwachsungsstelle der Klausen bei Verbena und Junellia ist schmal, bei Glandularia dagegen breit.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).

Datei:Glandularia aristigera00.jpg
Glandularia aristigera
Datei:Glandularia bipinnatifida 2004-08-22.jpg
Glandularia bipinnatifida
Datei:Glandularia canadensis (1327432220).jpg
Rosenverbene (Glandularia canadensis)
Datei:Verbena corymbosa (8726585561).jpg
Glandularia corymbosa
Datei:Glandulariadissecta210511.jpg
Glandularia dissecta
Datei:Glandularia gooddingii 5.jpg
Glandularia gooddingii
Datei:Verbena hybrida cv Hanatemari1.jpg
Glandularia ×hybrida
Datei:Verbena lilacina de la mina.jpg
Glandularia lilacina
Datei:Coastal Mock Vervain. Glandularia maritima (38037033621).jpg
Glandularia maritima
Datei:Margarita punzó (Glandularia peruviana), jardín del molino, Sierra de San Felipe, Setúbal, Portugal, 2012-05-11, DD 0201.JPG
Glandularia peruviana
Datei:Glandularia porrigens (8726478991).jpg
Glandularia porrigens
Datei:Glandularia tampensis.jpg
Glandularia tampensis
Datei:Glandularia pulchella in Kadavoor.jpg
Glandularia tenera

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Glandularia wurde 1791 durch Johann Friedrich Gmelin aufgestellt. Sie hatte ab 1821 der Rang einer Untergattung Verbena Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. subg. Glandularia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(J.F.Gmel.) Nutt.<ref name="O'Leary2016" />

Nach Botta et al. 1995 wurden die Arten der Gattungen Glandularia und Junellia aus der Gattung Verbena ausgegliedert. Man kann diese drei Gattungen besonders an der Chromosomengrundzahl unterscheiden: Verbena x = 7, Glandularia x = 5, Junellia x = 10. Diese drei Gattungen gehören zur Tribus Verbeneae innerhalb der Familie Verbenaceae.<ref name="O'Leary2016" />

Synonyme für Glandularia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.F.Gmel. sind: Billardiera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Moench nom. illeg., Helleranthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Small, Shuttleworthia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Meisn., Uwarowia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bunge, Verbenella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Spach.

In der Gattung Glandularia gibt es je nach Autor 70 bis 84 Arten:<ref name="GRIN" /><ref name="WCSP" /><ref name="O'Leary2016" />

Nicht mehr zur Gattung Glandularia sondern zu Junellia gerechnet werden seit 2009:<ref name="WCSP" />

Durch Christenhusz et al. wurden 2018 sechs Arten in die Gattung Verbena gestellt:<ref name="Christenhusz2018" />

Quellen[Bearbeiten]

  • Kurzbeschreibung in der Flora of New South Wales. (engl.)
  • Dissertation von Michaela Binder: Verbena L., Glandularia Gmel., Junellia Moldenke, Lantana L. und Lippia L. (Verbenaceae) in Peru, Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2002. Online. (deutsch; PDF; 28,0 MB)
  • N. O’Leary, V. Thode: The genus Glandularia (Verbenaceae) in Brazil. In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Volume 101, 2016, S. 699–749. doi:10.3417/2014008

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Christenhusz2018"> Maarten M.J. Christenhusz, Michael Fay, James W. Byng: The Global Flora: Special Edition: GLOVAP Nomenclature Part 1. Band 4. Plant Gateway Ltd., 2018, ISBN 978-0-9929993-6-0, S. 146 (Verbena auf S. 146 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="O'Leary2016"> Nataly O’Leary, Verônica Thode: The Genus Glandularia (Verbenaceae) in Brazil. In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Volume 101, Dezember 2016, S. 699–749. doi:10.3417/2014008 </ref> </references>

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Sm. Botta, S. Martinez, Me. Mulgura de Romero: Novedades nomenclaturales en Verbenaceae. In: Hickenia, 2, 1995, S. 127–128.
  • P. Peralta, M. Múlgura: El genero Glandularia (Verbenaceae) en Argentina. In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Volume 98, Issue 3, 2011, S. 358–412.
  • Nataly O’Leary, P. Peralta, M. Múlgura: El genero Glandularia (Verbenaceae) en Chile. In: Darwiniana, n. s. 1, 2, 2013, S. 253–278.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Glandularia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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