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Glasbodenboot

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Ein Glasbodenboot ist ein Wasserfahrzeug, bei dem Teile des Rumpfes unterhalb der Wasserlinie aus durchsichtigen Materialien gefertigt sind, um Einblicke in Gewässer zu ermöglichen, ohne dabei durch die bewegte Wasseroberfläche gestört zu werden. Heutzutage werden diese Boote vor allem im Tourismus für Ausflugsfahrten in flachen Küstengewässern, Korallenriffen oder Naturparks eingesetzt, um Passagieren die Unterwasserwelt und marine Ökosysteme zugänglich zu machen.

Die ersten Glasbodenboote wurde vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts in Silver Springs, Florida, gebaut. So soll 1878 Hullman Jones ein solches Boot genutzt haben, um im Wasser nach verwertbaren Baumstämmen zu suchen. Allerdings liegen dazu keine zeitgenössischen Aufzeichnungen vor, die Erfindung wird teilweise auch Phillip Morell zugeschrieben.<ref name="Hollis">Tim Hollis: Glass Bottom Boats & Mermaid Tails: Florida's Tourist Springs. Stackpole Books, 2005, S. 9f</ref> Sicher ist, dass John Morell in den 1890er Jahren Glasbodenboote für Ausflugsfahrten einsetzte, 1903 wurde in Silver Springs ein Prozess gegen ihn angestrengt, weil die vielen Besucher den Betrieb im Hafen störten.<ref name="TSOF">The Springs Of Florida. Pineapple Press, 2008, S. 64f</ref> Das Patent eines Glasbodenboots wurde 1903 von Louis Larson in Muskegon, Michigan eingetragen.<ref>Patent US756244A: Glass-bottom boat. Angemeldet am 18. Mai 1903, veröffentlicht am 5. April 1904, Anmelder: Henry J. Woods, Louis Larson, Erfinder: Louis Larson.‌</ref>

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Glasbodenboote auch zu Forschungszwecken eingesetzt, ab 1912 zum Beispiel im Adriatischen Meer.<ref>Thilo Krumbach: Aus der zoologischen Station Rovigno (Adria). Ein Glasbodenboot für die Küstenforschung. In: Arnold Berliner, Curt Thesing: Die Naturwissenschaften. Band 3, Heft 22, Springer-Verlag, 1915, S. 281–283</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Glasbodenboote – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />