Globaler Wandel
Unter dem Begriff globaler Wandel werden verschiedene globale Veränderungsprozesse zusammengefasst, die sich zu einem erheblichen Teil gegenseitig beeinflussen.
Dazu gehören insbesondere:
- globale Umweltveränderungen wie die globale Erwärmung, Entwaldung, steigende Müllmengen (herausragendes Symptom Plastikmüll in den Ozeanen), der Verlust der Biodiversität, die Versauerung der Meere, die Ausbreitung von Wüsten oder die Umwandlung von Wäldern und Steppen in Agrarflächen.
- die Auswirkungen der Globalisierung sowie
- die demographischen Veränderungen auf der Erde (Bevölkerungswachstum, Alterung, Migration).
Forschung zum globalen Wandel[Bearbeiten]
Forschung zum globalen Wandel beinhaltet unter anderem:<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Global Change Research in Germany ( vom 23. Februar 2013 im Internet Archive) </ref>
- Landnutzungssysteme unter Einfluss des Klimawandels
- Wassermanagementoptionen im Zuge zukünftiger Nutzeransprüche
- Nachhaltiger Umgang mit ökosystemaren Dienstleistungen
- Zukünftige Energiekonzepte
- Kohlenstoffmanagementkonzepte
- Urbane Entwicklungskonzepte
- Veränderungen der Ozeane
- Küstenschutz und Küstenzonenmanagement
- Vermeidungs- und Anpassungsstrategien im Hinblick auf sich ändernde Klimabedingungen
Die Forschung zum globalen Wandel ist meist anwendungsorientiert und interdisziplinär.
Deutschland und Europa[Bearbeiten]
Die Forschung zum globalen Wandel wurde in Deutschland unter anderem durch das Nationale Komitee für Global Change Forschung (NKGCF) koordiniert, welches sich im März 2013 aufgelöst hat.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.NKGCF ( vom 30. Januar 2011 im Internet Archive)</ref> Anstelle dessen wurde Anfang 2013 das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth (German Committee Future Earth) durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ins Leben gerufen. Das Komitee agiert als nationale Kontaktstelle zur internationalen Zusammenarbeit sowie als deutsches Beratungsgremium und Forum.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Deutsches Komitee für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth ( vom 22. Februar 2014 im Internet Archive), abgerufen am 9. Februar 2014.</ref>
Im Jahr 2008 wurde der Verbund European Alliance of Global Change Research Committees<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.European Alliance of Global Change Research Committees ( vom 4. Juli 2011 im Internet Archive)</ref> durch die nationalen Komitees der internationalen Global Environmental Change Programme ins Leben gerufen.
International[Bearbeiten]
Um die Forschung zum globalen Wandel auf globaler Ebene koordiniert anzugehen, wurden vor rund 15 Jahren vier internationale Global Environmental Change (GEC) Programme etabliert:
- das International Human Dimensions Programme<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.IHDP ( vom 10. Dezember 2010 im Internet Archive)</ref> mit Schwerpunkt auf sozial- und politikwissenschaftliche Interessen, Kommunikation und Capacity Building,
- das International Geo-Biosphere Programme<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.IGBP ( vom 11. Januar 2011 im Internet Archive)</ref> mit Schwerpunkt auf biogeochemische Prozesse und Interaktionen,
- das World Climate Research Programme<ref>WCRP </ref> mit Schwerpunkt in Klimasystem-Verständnis und Klimaprojektion, und
- das Diversitas-International<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.DIVERSITAS ( vom 26. November 2012 im Internet Archive)</ref> mit Schwerpunkt im Bereich Biodiversitätsforschung und Science Policy Dialogue.
Die internationale Forschung zum globalen Wandel vollzieht heute einen Paradigmenwechsel von einer vorwiegend auf das Verständnis des Erdsystems ausgerichteten Forschung zu einer Forschung, die mehr auf die Lösung von Problemen der Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Diese neue Schwerpunktsetzung wird auch eine Veränderung der internationalen Strukturen hervorrufen. Das neue internationale Forschungsprogramm „Future Earth: research for global sustainability“ wurde 2015 etabliert.<ref>ICSU: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Future Earth ( vom 6. Januar 2013 im Internet Archive)</ref><ref>Our History | Future Earth. Abgerufen am 12. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Studiengänge[Bearbeiten]
In den letzten Jahren wurden immer mehr Studiengänge zum Themenkomplex „globaler Wandel“ eingerichtet:
- Masterstudiengang „Global Change Ecology (GCE)“ an der Universität Bayreuth beschäftigt sich mit allen oben genannten Teilgebieten, hat aber einen Schwerpunkt auf Umweltveränderungen und deren Einfluss auf die Menschen.<ref>http://www.global-change-ecology.de/</ref>
- Masterstudiengang „Global Change Management (GCM)“ an der FH Eberswalde
- Masterstudiengang „Geographie des Globalen Wandels“ an der Universität Freiburg<ref>https://www.geographie.uni-freiburg.de/de/informationen-zum-studium/stg/mastergdgw</ref>
- Masterstudiengang „International Area Studies - Global Change Geography“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg<ref>https://www.geo.uni-halle.de/studium/studiengaenge/msc_ias-gcg/</ref>
- Masterstudiengang „Globaler Wandel – regionale Nachhaltigkeit“ an der Universität Innsbruck
- Masterstudiengang „Wasserwirtschaft im globalen Wandel“ an der Ostfalia Hochschule, Campus Suderburg<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wasserwirtschaft im globalen Wandel (M. Sc.) ( vom 31. Januar 2013 im Internet Archive)</ref>
- Masterstudiengang „Global Studies“ an der Karl-Franzens Universität Graz<ref>https://globalstudies.uni-graz.at/de/masterstudium/</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Wissenschaftlicher Beirat für globale Umweltveränderungen
- Global Change Poster Explorer (Uni Freiburg)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />