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Glockenhof

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Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(18896)&title=Glockenhof 49° 27′ N, 11° 6′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(18896) 49° 26′ 37″ N, 11° 5′ 33″ O
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Höhe: 300–310 m ü. NHN
Fläche: 83 ha
Einwohner: 18.896 (31. Dez. 2024)<ref name="Einwohner">Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Datenblatt 2024 für den Statistischen Bezirk 11-Glockenhof. (nuernberg.de [PDF; abgerufen am 20. August 2026]).</ref>
Bevölkerungsdichte: 22.766 Einwohner/km²
Postleitzahlen: 90478, 90461
Vorwahl: 0911
Datei:Nürnberg Statistischer Bezirk 11.svg
Karte
Lage des statistischen Bezirks 11 Glockenhof in Nürnberg
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Glockenhof (nürnbergisch: Gloggnghuf<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 119. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „glògŋhū́f“.</ref>) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg und der Name des statistischen Bezirks 11.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Glockenhof liegt südlich des statistischen Bezirks 02 (Marienvorstadt) und nördlich des statistischen Bezirks 12 (Guntherstraße, „Nibelungenviertel“). Östlich von Glockenhof liegt der statistische Bezirk 10 (Ludwigsfeld) und westlich der statistische Bezirk 13 (Galgenhof). Enge Straßen mit Blockrandbebauung und teilweise wenig straßenbegleitendem Grün kennzeichnen weitgehend das Bild von Glockenhof. Glockenhof liegt genau neben St. Peter, dem östlichen Teil des statistischen Bezirks Glockenhof, und somit auch in unmittelbarer Nähe der Peterskirche (mit Straßenbahn- und Bushaltestelle). Im Stadtteil befinden sich weitere sechs Straßenbahn- (Schweiggerstraße, Harsdörfferplatz, Wodanstraße, Holzgartenstraße, Widhalmstraße, Platz der Opfer des Faschismus und Scheurlstraße) und zwei Bushaltestellen (Köhnstraße und Untere Baustraße).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Juli 2025.</ref>

Statistische Nachbarbezirke
Marienvorstadt
Galgenhof Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Ludwigsfeld
Guntherstraße

Straßen[Bearbeiten]

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  • Allersberger Straße (nördl. Teil)
  • Anton-Müller-Platz
  • Brunhildstraße (nördlicher Teil)
  • Ehemannstraße
  • Enderleinstraße
  • Findelwiesenstraße
  • Forsthofstraße
  • Glockenhofstraße
  • Grenzstraße
  • Guttenbergplatz
  • Harsdörfferplatz
  • Harsdörfferstraße
  • Hartmannstraße
  • Heideloffplatz
  • Heideloffstraße
  • Herbartstr
  • Holzgartenstraße
  • Keplerstraße
  • Kirchenstraße
  • Köhnstraße
  • Kurtstraße
  • Lamprechtstraße
  • Obere Baustraße
  • Regensburger Straße (nördlicher Teil)
  • Ritterplatz
  • Scheurlstraße
  • Schwanhardtstraße (nördlicher Teil)
  • Schweiggerstraße
  • Siegfriedstraße
  • Sophienstraße
  • Strauchstraße
  • Sturmstraße
  • Untere Baustraße
  • Walter-Meckauer-Straße

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Herrensitz Glockenhof.jpg
Herrensitz Glockenhof

Der Ort wurde 1324 als „Galgenhof“ erstmals schriftlich erwähnt, zur Unterscheidung vom (Unteren) Galgenhof 1441 auch „Oberer Galgenhof“ genannt.<ref name="F117">D. Fastnacht: Nürnberg, S. 117.</ref> 1527 ging der aus drei Höfen und fünf Söldengütern bestehende Ort in den Besitz der Nürnberger Patrizier Haller über, die ihn aber bereits 1528 an die Familie Glockengießer verkauften. Im Zweiten Markgrafenkrieg (1552–1554) wurde der Herrensitz von der Reichsstadt Nürnberg niedergebrannt. Bereits 1555 wurde dieser zweigeschossig und von einer Mauer umgeben wieder aufgebaut. 1569 benannte Christoph I. Glockengießer den Ort nach Glockenhof um. 1760 errichtete die Familie Muncker, die Erben der Glockengießer, neben dem baufälligen alten Sitz den heutigen, nach geringen Kriegszerstörungen erhaltenen dreigeschossigen Schlossbau (Glockenhofstraße 47). 1765 kam der Ort (2 Halbhöfe, 4 Güter, 1 Wirtshaus) an die Patrizierfamilie Grundherr von Altenthann und Weiherhaus.<ref name="B366">H. Beer: Glockenhof in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 366 f.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Glockenhof aus 11 Anwesen (1 Schloss, 1 Gärtnerhaus, 1 Wirtshaus, 2 Halbhöfe, 4 Gütlein, 1 Haus, 1 Wäscherei). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von den brandenburg-ansbachischen Oberämtern Schwabach und Burgthann bestritten wurde. Alleiniger Grundherr des Ortes war weiterhin die Familie von Grundherr,<ref name="H149">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 149.</ref> der Herrensitz (Glockenhofstraße 47) ist bis heute im Besitz der Grundherrischen Familienstiftung

Von 1797 bis 1808 unterstand Glockenhof dem Justiz- und Kammeramt Wöhrd-Gostenhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet. 1825 wurde Glockenhof nach Nürnberg eingemeindet. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der gesamte Ort von 1823 bis 1835 dem Patrimonialgericht Glockenhof.<ref name="H238">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 238 f.</ref>

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs Glockenhof mit St. Peter zu einem eigenen Stadtteil zusammen und wurde städtisch überbaut. 1913 entstand mit der heutigen Heumann Pharma GmbH die wichtigste Firmengründung in Glockenhof. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Glockenhof und St. Peter erheblich zerstört.<ref name="B366"/>

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Im Statistischen Bezirk Glockenhof gibt es 49 Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Nürnberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Ehemaliges Lager- und Verwaltungsgebäude der Mechanischen Wollwarenfabrik Lichtenhof
  • Berufsschule
  • Herrensitz Glockenhof (im Besitz der Grundherrischen Familienstiftung)
  • Ehemaliger Blumenpavillon
  • Holzgartenschule (ehemaliger Knabentrakt)
  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Peter
  • Evangelisch-lutherisches Pfarramt St. Peter
  • Diverse Mietshäuser

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 001818 001824 001836 001840
Einwohner 49 66 70 70
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und 1824 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 als Wohngebäude und 1840 als Häuser.</ref> 11 9 13 13
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 30 (Digitalisat).</ref> <ref name="H238"/> <ref>Vorlage:Meyer Rezatkreis 1837</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 16 (Digitalisat).</ref>

Religion[Bearbeiten]

Glockenhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt,<ref name="H149"/> seit dem 19. Jahrhundert nach St. Peter (Nürnberg).<ref name="OV 1846"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind seit 1910 nach Herz Jesu (Lichtenhof) gepfarrt.<ref name="F117"/>

Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Internationales Kinder- und Jugendhaus
  • St. Peter Studentenwohnanlage

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Glockenhof (Nürnberg) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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(0) Altstadt und engere Innenstadt: (01) Altstadt, St. Lorenz | (02) Marienvorstadt | (03) Tafelhof | (04) Gostenhof | (05) Himpfelshof | (06) Altstadt, St. Sebald | (07) St. Johannis | (08) Pirckheimerstraße | (09) Wöhrd • (1) Weiterer Innenstadtgürtel Süd: (10) Ludwigsfeld | (11) Glockenhof | (12) Guntherstraße | (13) Galgenhof | (14) Hummelstein | (15) Gugelstraße | (16) Steinbühl | (17) Gibitzenhof | (18) Sandreuth | (19) Schweinau • (2) Weiterer Innenstadtgürtel West/Nord/Ost: (20) St. Leonhard | (21) Sündersbühl | (22) Bärenschanze | (23) Sandberg | (24) Bielingplatz | (25) Uhlandstraße | (26) Maxfeld | (27) Veilhof | (28) Tullnau | (29) Gleißhammer • (3) Südöstliche Außenstadt: (30) Dutzendteich | (31) Rangierbahnhof-Siedlung | (32) Langwasser Nordwest | (33) Langwasser Nordost | (34) Beuthener Straße | (35) Altenfurt Nord | (36) Langwasser Südost | (37) Langwasser Südwest | (38) Altenfurt, Moorenbrunn | (39) Gewerbepark Nürnberg-Feucht • (4) Südliche Außenstadt: (40) Hasenbuck | (41) Rangierbahnhof | (42) Katzwanger Straße | (43) Dianastraße | (44) Trierer Straße | (45) Gartenstadt | (46) Werderau | (47) Maiach | (48) Katzwang, Reichelsdorf Ost, Reichelsdorfer Keller | (49) Kornburg, Worzeldorf • (5) Südwestliche Außenstadt: (50) Hohe Marter | (51) Röthenbach West | (52) Röthenbach Ost | (53) Eibach | (54) Reichelsdorf | (55) Krottenbach, Mühlhof • (6) Westliche Außenstadt: (60) Großreuth bei Schweinau | (61) Gebersdorf | (62) Gaismannshof | (63) Höfen | (64) Eberhardshof | (65) Muggenhof • (7) Nordwestliche Außenstadt: (70) Westfriedhof | (71) Schniegling | (72) Wetzendorf | (73) Buch | (74) Thon | (75) Almoshof | (76) Kraftshof | (77) Neunhof | (78) Boxdorf | (79) Großgründlach • (8) Nordöstliche Außenstadt: (80) Schleifweg | (81) Schoppershof | (82) Schafhof | (83) Marienberg | (84) Ziegelstein | (85) Mooshof | (86) Buchenbühl | (87) Flughafen • (9) Östliche Außenstadt: (90) St. Jobst | (91) Erlenstegen | (92) Mögeldorf | (93) Schmausenbuckstraße | (94) Laufamholz | (95) Zerzabelshof | (96) Fischbach | (97) Brunn

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