Glycine
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Willd. |
Glycine ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Der Gattungsname ist aus dem griechischen Wort für süß ('glykýs') abgeleitet. Es gibt etwa 28 Glycine-Arten. Es ist eine der Gattungen der Faboideae, deren Arten Bohnen genannt werden.
Beschreibung[Bearbeiten]
Glycine-Arten wachsen als kriechende oder kletternde, seltener selbständig aufrechte, ausdauernde oder aufrechte einjährige krautige Pflanzen. Die Pfahlwurzel kann verholzen. Sie sind nicht mit Stacheln oder Dornen bewehrt. Die kletternden Arten winden sich gegen den Uhrzeigersinn empor. Die wechselständig und spiralig oder zweizeilig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind gestielt, krautig oder ledrig, und meist unpaarig gefiedert. Es sind meist drei 1,5 bis 7,5 cm lange Fiederblättchen vorhanden, die Laubblätter sind also dreiteilig. Die flachen Fiederblättchen sind ganzrandig. Die zwei beständigen oder früh abfallenden Nebenblätter sind untereinander frei und nicht mit dem Blattstiel verwachsen; sie können ganz unterschiedlich gestaltet sein, manchmal sind sie nur schuppenförmig.
Die Blüten stehen in gestielten, end- oder meist seitenständigen, zusammengesetzten traubigen oder doldenartig büscheligen Blütenständen. Es sind Tragblätter vorhanden. Meist stehen kleine, gekielte Deckblätter unter der Basis der Kelchblätter und bilden einen Nebenkelch.
Die gestielten oder ungestielten, kleinen, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig. Die fünf ungleichen Kelchblätter sind verwachsen mit zwei Kelchlippen, wobei die Kelchlippen höchstens so lang sind wie die Kelchröhre. Die obere Kelchlippe besteht aus zwei bis etwa zu ihrer halben Länge verwachsenen Kelchlappen; die untere Kelchlippe besteht aus drei eiförmigen oder dreieckigen Kelchlappen. Die Blütenkronen besitzen den typischen Aufbau der Schmetterlingsblüten. Es sind fünf genagelte, unbehaarte Kronblätter vorhanden, von denen vier verwachsen sind. Die Farben der Kronblätter sind weiß oder reichen von purpurfarben bis blau. Die normal entwickelte Fahne ist nicht gespornt oder geöhrt und besitzt keine Anhängsel. Das Schiffchen ist normal entwickelt. Die ungespornten Flügel sind mit dem Schiffchen verwachsen. Die zehn fertilen Staubblätter sind nicht mit den Kronblättern verwachsen und es wechseln deutlich längere mit kürzeren ab. Die Staubfäden sind zu einer Röhre verwachsen, wobei mit zunehmendem Alter einer von der Röhre frei wird. Es sind Nektardrüsen auf dem Diskus vorhanden. Die einzelnen oberständigen Fruchtblätter enthalten nur zwei bis zehn Samenanlagen. Der kurze, leicht gekrümmte Griffel ist behaart aber nicht bärtig oder unbehaart und endet in einer kopfigen Narbe.
Es werden sehr kurz gestielte Hülsenfrüchte gebildet. Bei wenigen Arten befinden sich die Hülsenfrüchte im Boden, ähnlich der Erdnuss (Arachis hypogaea). Die höchstens kurz gestielten Hülsenfrüchte sind 10 bis 30 mm lang, unterschiedlich behaart aber nicht stachelig, gerade bis gekrümmt, zwischen den Samen septiert und je nach Art äußerlich erkennbar mehr oder weniger eingeschnürt. Die unterirdischen Früchte enthalten meist nur einen Samen, die an der Luft reifenden Früchte enthalten nur meist zwei bis vier, selten fünf Samen. Die kleinen Samen besitzen ein kleines Hilum und einen schuppenförmigen Arillus. Die harte Samenschale ist unbehaart und einfarbig. Die Verbreitungseinheit (Diaspore) ist der Same.
Nutzung[Bearbeiten]
Eigentlich nur die Kulturform Sojabohne (Glycine max) wird in vielen Sorten als wichtige Nutzpflanze angebaut.
Da sie Stickstoff fixieren (Rhizobium-Wurzelknöllchen), sind sie wichtig zur Bodenverbesserung.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Das Verbreitungsgebiet umfasst hauptsächlich Australien (24 bis 26 Arten); nur wenige Arten kommen im östlichen Asien vor.
Die Gattung Glycine gehört zur Subtribus Glycininae der Tribus Phaseoleae in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die Veröffentlichung der Gattung Glycine erfolgte 1798 durch Carl Ludwig Willdenow in Botanische Beobachtungen, Seite 54. Der Name Glycine L. veröffentlicht in Sp. Pl, 753 ist nicht gültig. Synonyme für Glycine Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd. sind: Chrystolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Montrouz., Leptocyamus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth., Leptolobium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth., Soja Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Moench<ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref>.
Die Gattung Glycine wird nach G. Lewis et al., eds.: Legumes of the world. (Leg World), 2005, 421 gegliedert in zwei Untergattungen mit (10 bis) etwa 28 Glycine-Arten<ref name="GRIN" />:
- Untergattung Glycine: Mit 26 Arten:
- Glycine albicans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tindale & Craven: Sie kommt in Westaustralien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine aphyonota Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.B.E.Pfeil: Sie kommt in Westaustralien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine arenaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tindale: Sie kommt in Australien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine argyrea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tindale: Sie kommt in Queensland vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine canescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.J.Herm. (Syn.: Glycine sericea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(F.Muell.) Benth.): Sie kommt in Australien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine clandestina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.C.Wendl.: Sie kommt in Australien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine curvata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tindale: Sie kommt in Queensland vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine cyrtoloba Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tindale: Sie kommt in New South Wales und in Queensland vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine dolichocarpa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tateishi & H.Ohashi: Die Heimat ist Taiwan.<ref name="GRIN" />
- Glycine falcata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth.: Die Heimat ist das nördliche Australien.<ref name="GRIN" />
- Glycine gracei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.B.E.Pfeil & Craven: Die Heimat ist das nördliche Australien.<ref name="GRIN" />
- Glycine hirticaulis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tindale & Craven: Die Heimat ist Northern Territory im nördlichen Australien.<ref name="GRIN" />
- Glycine lactovirens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tindale & Craven: Die Heimat ist das westliche Australien.<ref name="GRIN" />
- Glycine latifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Benth.) C.A.Newell & Hymowitz: Die Heimat ist New South Wales und Queensland.<ref name="GRIN" />
- Glycine latrobeana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Meisn.) Benth.: Sie kommt in Australien und Tasmanien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine microphylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Benth.) Tindale: Die Heimat ist Australien, Tasmanien und Norfolk Island.<ref name="GRIN" />
- Glycine montis-douglas Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.B.E.Pfeil & Craven: Sie ist ein Endemit des australischen Northern Territory.<ref name="GRIN" />
- Glycine peratosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.B.E.Pfeil & Tindale: Die Heimat ist das westliche Australien.<ref name="GRIN" />
- Glycine pescadrensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hayata: Sie kommt in New South Wales, in Queensland, in Taiwan und auf den Ryukyu-Inseln vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine pindanica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tindale & Craven: Sie kommt im westlichen Australien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine pullenii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.B.E.Pfeil et al.: Sie kommt im nördlichen und westlichen Australien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine rubiginosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tindale & B.E.Pfeil: Sie kommt in New South Wales und im südlichen und westlichen Australien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine stenophita Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.B.E.Pfeil & Tindale: Die Heimat ist New South Wales und Queensland.<ref name="GRIN" />
- Glycine syndetika Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.B.E.Pfeil & Craven: Sie kommt nur in Queensland vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine tabacina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Labill.) Benth. (Syn.: Glycine koidzumii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ohwi, Kennedia tabacina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Labill.): Sie kommt in Australien, in den chinesischen Provinzen Fujian und Guangdong, auf den Ryukyu-Inseln, auf Taiwan, in Mikronesien, auf Tonga, Vanuatu, Fidschi und in Neukaledonien vor.<ref name="GRIN" />
- Glycine tomentella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hayata (Syn.: Glycine tomentosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Benth.) Benth., Leptolobium tomentosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth.): Sie kommt in Australien, Neukaledonien, in Neuguinea, auf Luzon, in Taiwan und in den chinesischen Provinzen Fujian und Guangdong vor.<ref name="GRIN" />
- Untergattung Soja Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Moench) F.J.Herm.: Mit zwei Arten:
- Sojabohne (Glycine max Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Merr.): Sie ist nur aus Kultur bekannt; ihre Wildform ist wohl Glycine soja Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sieb. & Zucc.
- Glycine soja Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sieb. & Zucc.: Sie ist in China, Taiwan, Japan, Korea und im fernöstlichen asiatischen Russland beheimatet.<ref name="GRIN" />
Nicht mehr in diese Gattung gehört<ref name="GRIN" />:
- Glycine comosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. ⇒ Amphicarpaea bracteata var. comosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) C.F.Reed
- Glycine mollissima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Elliott ⇒ Rhynchosia tomentosa var. mollissima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Elliott) Torr. & A.Gray
- Glycine monophylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. ⇒ Psoralea monophylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) C.H.Stirt.
- Glycine suaveolens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. f. ⇒ Rhynchosia suaveolens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L. f.) DC.
Beachte[Bearbeiten]
Diese Gattung ist nicht zu verwechseln mit Glycinen, Glycinien, Glyzinen, Glyzinien, Blauregen deren botanischer Namen Wisteria ist.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- S. I. Ali: Papilionaceae. In: Flora of Pakistan.
- Leslie Watson: Papilionaceae. In: Western Australian Flora. 2008. (Online mit den dort vorkommenden 12 Arten)
- B.E.Pfeil, M.D.Tindale: Faboideae. In: New South Wales Flora Online. (mit Bestimmungsschlüssel der dort vorkommenden 12 Arten)
Weblinks[Bearbeiten]
- Walter H. Schuster: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Leguminosen zur Kornnutzung. ( vom 1. Januar 2009 im Internet Archive) (Einige Informationen zur Gattung Glycine, aber hauptsächlich zur Kulturform, deutsch)
- Glycine. In: GRIN.
- Namen in der Gattung Glycine.
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Artliste mit Chromosomenzahlen und Heimat. ( vom 3. Juli 2010 im Internet Archive)