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Gmelina

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Gmelina
Datei:White Beech - Tabletops via Canungra 2001.jpg

Gmelina leichhardtii

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Viticoideae
Gattung: Gmelina
Wissenschaftlicher Name
Gmelina
L.

Gmelina ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die 31 Arten besitzen eine rein paläotropische Verbreitung.<ref name="deKok2012" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Gmelina arborea bark I IMG 3543.jpg
Borke von Gmelina arborea
Datei:Gmelina villosa Blanco1.215.png
Illustration von Gmelina elliptica
Datei:Gmelina arborea plant.jpg
Laubblätter eines jungen Exemplars von Gmelina arborea
Datei:Gmelina arborea flower I IMG 3541.jpg
Blütenstand mit den zygomorphen Blüten von Gmelina arborea
Datei:Gmelina asiatica (Kali Shivan) in Kinnarsani WS, AP W2 IMG 5820.jpg
Blütenstand mit den zygomorphen Blüten von Gmelina asiatica
Datei:Gmelina asiatica.JPG
Steinfrüchte von Gmelina asiatica
Datei:Gmelina fasciculiflora.jpg
Blütenstand mit den zygomorphen Blüten von Gmelina fasciculiflora
Datei:White Beech - fruit.JPG
Steinfrüchte von Gmelina leichhardtii
Datei:Gmelina philippensis-- the Parrot Beak (26137111840).jpg
Blütenstand mit den zygomorphen Blüten von Gmelina philippensis

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Gmelina-Arten wachsen meist als Bäume oder große Sträucher, selten Halbsträucher. Junge Exemplare wachsen oft kletternd. Einige Arten bilden Brettwurzeln.<ref name="deKok2012" /> Die Borke der Stämme und Äste ist kahl oder mit einfachen Trichomen behaart. Die Rinde der oft bestachelten Zweige ist wollig behaart.<ref name="NSWFo" /><ref name="FoC" />

Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind manchmal gelappt und besitzen oft nahe ihrer Basis drüsige Flecken. Die Blattunterseite ist oft mehlig grau.<ref name="NSWFo" /><ref name="FoC" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Auf endständigen Blütenstandsschäften stehen zusammengesetzte, reich verzweigte zymöse oder rispige Gesamtblütenstände aus kurzen Dichasien, die jeweils meist wenige Blüten enthalten. Die Tragblätter sind laubblattartig. Bei einigen Arten stehen die Blüten einzeln in den Blattachseln.<ref name="NSWFo" /><ref name="FoC" />

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Vier oder fünf haltbare Kelchblätter sind röhrig oder glockenförmig verwachsen und der oft schiefe Kelch endet gestutzt oder mit vier bis fünf oft ungleichen Kelchzähnen. Auf den Kelchblättern sind meist große Drüsen vorhanden. Die fünf Kronblätter sind zu einer Kronröhre verwachsen, die an der Basis eng ist und sich nach oben hin weitet. Die Krone ist mehr oder weniger zweilippig, wobei die Oberlippe zweilappig und die Unterlippe dreilappig ist. Der mittlere Kronlappen der Unterlippe ist größer als die seitlichen. Die vier Staubblätter überragen die Kronröhre höchstens ein wenig. Die Staubfäden sind im unteren Bereich der Kronröhre inseriert. Die Staubbeutel öffnen sich mit einem Längsschlitz. Die vier Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, vierkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Der fadenförmige Griffel endet in einer ungleich zweilappigen oder ahlenförmigen Narbe.<ref name="NSWFo" /><ref name="FoC" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Auf den trockenen Steinfrüchten sind noch die vergrößerten Kelchblätter vorhanden.<ref name="NSWFo" /> Das Endokarp ist hart und das Mesokarp fleischig. Die Steinfrüchte enthalten vier oder, weil sich nicht alle Samenanlagen weiterentwickeln, zwei oder drei Samen.<ref name="FoC" />

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Gmelina wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 626<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Typusart ist Gmelina asiatica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Tropicos" /><ref name="GRIN" /> Der Gattungsname Gmelina ehrt den Botaniker Johann Georg Gmelin (1709–1755).<ref name="Burkhardt2018" /> Synonyme für Gmelina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Gmelinia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Spreng. orth. var., Cumbulu Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans., Ephialis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sol. ex Seem.<ref name="WCSP" />

Die Gattung Gmelina gehört zur Unterfamilie Viticoideae innerhalb der Familie der Lamiaceae, früher wurde sie in die Familie Verbenaceae gestellt.<ref name="GRIN" /><ref name="Cantino1992" />

Die Gattung Gmelina hat eine paläotropische Verbreitung. Alle Arten kommen natürlich nur vom indischen Subkontinent über das südliche China und Südostasien bis Malesien und ins nördliche Australien, außerdem auf einigen pazifischen Inseln vor. Beispielsweise im tropischen Afrika sind einige Arten Neophyten.<ref name="deKok2012" />

Die Gattung Gmelina enthält seit 2012 31<ref name="deKok2012" />, früher bis zu 35<ref name="FoC" /> Arten:<ref name="WCSP" />

Seit 2012 nicht mehr zur Gattung Gmelina gehören:<ref name="deKok2012" />

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten (Gmelina asiatica, Gmelina elliptica, Gmelina philippinensis) werden als Zierpflanzen verwendet. Das Holz einiger Arten (Gmelina arborea) wird genutzt. Gmelina arborea wird zur Wiederaufforstung verwendet. Von einigen Arten wurden die medizinischen Wirkungen untersucht.<ref name="deKok2012" />

Quellen[Bearbeiten]

  • Shou-liang Chen, Michael G. Gilbert: Verbenaceae.: Gmelina, S. 22 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 17 – Verbenaceae through Solanaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1994, ISBN 0-915279-24-X. (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • Rogier de Kok: A revision of the genus Gmelina (Lamiaceae). In: Kew Bulletin, Volume 67, Issue 3, 2012, S. 293–329. ISSN 0075-5974, ISSN 1874-933X: doi:10.1007/s12225-012-9382-4 (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1]</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Gmelina bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="deKok2012"> Rogier de Kok: A revision of the genus Gmelina (Lamiaceae). In: Kew Bulletin, Volume 67, Issue 3, 2012, S. 293–329. ISSN 0075-5974, ISSN 1874-933X: doi:10.1007/s12225-012-9382-4. </ref> <ref name="NSWFo"> Barry J. Conn, 2001: Gmelina – New South Wales Flora Online – PlantNET – The Plant Information Network System. 2.0. Sydney, Australia: The Royal Botanic Gardens and Domain Trust. Zuletzt besucht am 28. Januar 2014 </ref> <ref name="FoC"> Shou-liang Chen, Michael G. Gilbert: Verbenaceae.: Gmelina, S. 22 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 17 – Verbenaceae through Solanaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1994, ISBN 0-915279-24-X. </ref> <ref name="Cantino1992"> P. D. Cantino et al.: Genera of Labiatae: status and classification. In: R. M. Harley, T. Reynolds (Hrsg.): Advances in labiate science, 1992, S. 511–522. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gmelina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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