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Gnetum

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Gnetum
Datei:Gnetum gnemon BotGardBln1105C.JPG

Gnetum gnemon, Blätter und unreife Samen

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Coniferopsida
Ordnung: Gnetales
Familie: Gnetaceae
Gattung: Gnetum
Wissenschaftlicher Name der Familie
Gnetaceae
Lindl.
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Gnetum
L.

Gnetum ist die einzige Gattung der Familie der Gnetaceae innerhalb der Ordnung Gnetales. Die etwa 30 Arten sind tropische, verholzende nacktsamige Pflanzen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Die Pflanzenwelt Afrikas, insbesondere seiner tropischen Gebiete - Grundzge der Pflanzenverbreitung im Afrika und die Charakterpflanzen Afrikas (1910) (20947583061).jpg
Illustration aus Die Pflanzenwelt Afrikas, insbesondere seiner tropischen Gebiete – Grundzüge der Pflanzenverbreitung im Afrika und die Charakterpflanzen Afrikas, 1910 von Gnetum africanum

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Alle Gnetum-Arten sind verholzende Pflanzen, die meisten sind Lianen, einige sind kleine Bäume oder Sträucher. Das Sekundärholz enthält Tracheen. Gnetum haben echte Laubblätter, wie die Blätter der Angiospermen. Sie haben breite Blattspreiten mit Netzaderung.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Gnetum-Arten sind getrenntgeschlechtige Pflanzen, es gibt einhäusige (monözische) oder zweihäusige (diözische) Arten. Die Blüten eines Geschlechtes stehen zu mehreren in traubigen Blütenständen. Der Nucellus der Samenanlage ist von drei Hüllen umgeben. Die Samen enthalten zwei Keimblätter (Kotyledonen).

Datei:Gnetum distribution.PNG
Verbreitung der Gattung Gnetum
Datei:Gnetum gnemon male.jpg
Sektion Gnetum Untersektion Gnetum: Gnetum gnemon, männlicher Blütenstand
Datei:Gnetum africanum MS 3428.jpg
Sektion Gnetum Untersektion Micrognemones: Gnetum africanum
Datei:Gnetum latifolium var. funiculare Markgr. 01.jpg
Sektion Cylindrostachys: Gnetum latifolium
Datei:Gnetum macrostachyum in Thailand.jpg
Sektion Cylindrostachys: Gnetum macrostachyum
Datei:Ikok mixé et son manioc vapeur.jpg
Gnetum Okok (óder ikok) gekocht und Maniokdampf

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Gnetum wurde 1767 durch Carl von Linné aufgestellt.<ref name="GymnospermDB" /> Synonyme für Gnetum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind Gnemon Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rumph. ex Kuntze nom. illeg., Thoa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Aubl., Abutua Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lour., Arthostema Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Neck.

Die Gattung Gnetum besitzt eine rein tropische Verbreitung, mit Arten in der Neotropis, in Westafrika, Indien und Südostasien bis Fidschi.

Die Gattung Gnetum wird in zwei Sektionen und vier Untersektionen gegliedert.<ref name="GymnospermDB" /> Es gibt 30 bis 40 Arten; molekulargenetische Stammbäume schließen bereits die meisten dieser Arten ein:

Ohne Zuordnung zu einer Sektion:

Nutzung[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweisbaustein Von vielen Gnetum-Arten werden Pflanzenteile gegessen. Die stärkereichen Samen werden geröstet oder sie werden gemahlen; aus dem Mehl werden in Fett Fladen gebacken. Die Blätter werden als Blattgemüse zubereitet. Einige Arten werden als Heilpflanzen genutzt. Die Rinde liefert hochwertige Fasern, zum Beispiel für Saiteninstrumente.

Quellen[Bearbeiten]

  • Christopher J. Earle: Gnetum Linnaeus 1753. In: The Gymnosperm Database. 1. März 2019, abgerufen am 6. April 2019 (englisch).
  • H. Won, S. S. Renner: The internal transcribed spacer of nuclear ribosomal DNA in the gymnosperm Gnetum. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 36, 2005, S. 581–597. doi:10.1016/j.ympev.2005.03.011
  • H. Won, S. S. Renner: Dating dispersal and radiation in the gymnosperm Gnetum (Gnetales) – clock calibration when outgroup relationships are uncertain. In: Systematic Biology, Volume 55, Issue 4, 2006, S. 610–622. Volltext online doi:10.1080/10635150600812619
  • Maarten J. M. Christenhusz, James L. Reveal, Aljos Farjon, Martin F. Gardner, Robert R. Mill, Mark W. Chase: A new classification and linear sequence of extant gymnosperms. In: Phytotaxa, Volume 19, 2011, S. 55–70. Volltext-PDF.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="IPCN"> Gnetum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GymnospermDB"> Christopher J. Earle: Gnetum Linnaeus 1753. In: The Gymnosperm Database. 1. März 2019, abgerufen am 6. April 2019 (englisch). </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gnetaceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Gnetum. In: U. Brunken, M. Schmidt, S. Dressler, T. Janssen, A. Thiombiano, G. Zizka: West African plants – A Photo Guide. Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt am Main 2008.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Chen Hou, Aelys M. Humphreys, Olle Thureborn, Catarina Rydin: New insights into the evolutionary history of Gnetum (Gnetales). In: Taxon, Volume 64, Issue 2, 2015, S. 239–253. doi:10.12705/642.12
  • Chen Hou: Evolutionary studies of the Gnetales. Thesis for PhD degree, Stockholm Juni 2016. online.

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